Einen fairen Mietvertrag fürs Lofft! – das fordern Leipzigs Grüne.

Im Lindenauer Lofft brennt mal wieder die Bude. Bei den aktuell laufenden Verhandlungen zur Verlängerung des Mietvertrages, der am 31.12. diesen Jahres ausläuft, werden dem Haus für Freies Theater und Tanz Einschränkungen auferlegt, die eine Fortführung des Spielbetriebs im mittlerweile international bekannten Theaterhaus unmöglich machen: Zum Einen, weil der Mietvertrag nur ein Jahr laufen soll, wodurch langfristige Planungen und Engagements unmöglich werden. Zum Anderen, weil viel zu wenig Bühnenzeit für geplante Proben und Aufführungen vorgesehen sind. Besonderes Erschwernis: Kulturbürgermeister Faber hat die zwei Häuser, die sich die Bühnen im Haus am Lindenauer Markt teilen, zur Einigung verdammt, hält sich aber selber völlig raus.

„Das ist wie zwei Vögel in einen Käfig sperren und absichtlich zu wenig Futter hineinstellen“ sagt Kornelius Unckell, kulturpolitischer Sprecher des Leipziger Stadtverbandes der Grünen. „Das finden wir verantwortungslos, besonders weil die beiden in den letzten Jahren beispielhaft gezeigt haben, was wir von den Häusern eigentlich erwarten: nämlich Kooperation.“

Hintergrund für die aktuelle Lage sind die nach wie vor ungelösten Probleme um das neue freie Theaterzentrum im Westen. Mittelfristig ist im Stadtrat beschlossen, für das Lofft und das Leipziger Tanztheater bis 2017 einen neuen Spielort zu schaffen. Aktueller Plan: der Neubau am Joseph-Konsum an der Karl-Heine Straße. Das TdJW soll dann komplett das Haus am Lindenauer Markt übernehmen, das im Moment beide nutzen. „Herr Faber verkündet in Interviews, dass die Mietvertragsfrage schon gelöst sei, was offensichtlich nicht stimmt. Gleichzeitig zweifelt er öffentlich daran, ob das freie Theaterzentrum im Westen überhaupt finanzierbar ist“ sagt Kornelius Unckell „Am Schluss wird es beides nichts: das Zentrum kippt und das Lofft ist tot, weil es im Übergangsstadium auf der Strecke geblieben ist – das werden wir Grüne verhindern.“

„Wir erwarten von Herrn Faber und der Linken ein klares Bekenntnis und volle Tatkraft für die Freie Theaterszene und das Theaterzentrum West“ sagt Jürgen Kasek, Sprecher des Leipziger Grünen Kreisverbandes. Die Bedingungen sind gut: EU-Fördermittel können eingebracht werden und Investorenmittel, sodaß für die Stadt nur 20-30% der Investition zu Buche schlägt. „Bis dahin braucht es faire und nachhaltige Arbeitsbedingungen im Lofft. Darum muss er sich persönlich kümmern und darf den schwarzen Peter nicht den Häusern zuschieben. Gerade das TdJW, das über Jahre eine beeindruckende und vorbildliche performance hingelegt hat, hat diese Karte nicht verdient. Lippenbekenntnisse für die Freie Szene haben wir von der Linken lange genug gehört.“

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