Archive for Juli, 2015

Alkoholwerbung muss eingeschränkt werden.

Alkoholabhängigkeit ist mit Abstand die größte Herausforderung in der Drogenpräventionsarbeit. Die Zahlen von Abhängigen liegen weit über denen anderer Drogenabhängigkeiten. Alkoholwerbung stellt dabei einen wesentlichen Faktor für die Duldung von Alkoholmissbrauch dar. Alkohol und Alkoholwerbung werden jedoch immer noch bagatellisiert, dabei sind die Auswirkungen von Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit weitaus drastischer als bei illegalen Drogen und stellen so ein riesiges Problem dar.

„Wir müssen darüber diskutieren, ob es notwendig ist, dass bei jedem Stadtfest Alkoholwerbung präsent ist. Wir müssen darüber diskutieren ob und in welchen Maße Alkoholwerbung im Stadtbild notwendig ist. Alkohol scheint so immer verfügbar und gesellschaftlich anerkannt. Alkohol kann aber abhängig machen. Sucht entsteht aber nicht von heute auf morgen“, so Christin Melcher, Vorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig.

Und Judith Künstler, Stadträtin der GRÜNEN ergänzt: „Abhängige kommen so regelmäßig in Versuchung. Aber auch Jugendliche bedürfen unserer Aufmerksamkeit. Denkbar ist demnach zunächst ein Verbot von Alkoholwerbung in einer Bannmeile rund um Schulen.“

Im Zuge des Verhandlungsverfahrens bei der Vergabe der Werbekonzessionen möge die Stadt die Möglichkeit einer eingeschränkten Alkoholwerbung, beispielsweise vor Schulen, prüfen, so die Grünen-Politikerinnen. So könne die Stadt zumindest auf kommunalen Flächen Einfluss nehmen. Mittelfristig sollten die entsprechenden Landes- und Bundesgesetze geändert werden um für Alkoholmissbrauch zu sensibilisieren.
Drogenprävention habe viele Gesichter, aber anders als bei Alkohol gäbe es bei anderen Drogen keine gesellschaftliche Anerkennung und regelmäßige Verfügbarkeit.

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Einladung CSD-Woche: „Sexualpädagogik der Vielfalt“ darf keine Schule machen?

Das Referat Gleichstellung für Mann & Frau der Stadt Leipzig und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig laden am 14.07.2015, um 19.00 Uhr herzlich zur Podiumsdiskussion:
„Sexualpädagogik der Vielfalt“ darf keine Schule machen?
im Neuen Rathaus Leipzig, Martin-Luther-Ring 4-6, Turmzimmer 270, ein. Diese Veranstaltung ist Teil des Programms der im Moment stattfindenden Leipziger CSD-Woche 2015. Selbstverständlich sind Sie gern eingeladen über unsere Veranstaltung zu diesem strittigen Thema zu berichten.

Auf dem Podium diskutieren:

  • Eva Jähnigen, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Sachsen,
  • Herr Marcus Felix, Mitglied der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft Thüringen und
  • Herr Dr. Klemens Ketelhut von der Philosophischen Fakultät III, Erziehungswissenschaften der Universität Halle-Wittenberg.

Moderation: Martin Biederstedt (KV Leipzig von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Mitglied im Gleichstellungsbeirat der Stadt Leipzig)

+++ Hintergrund: +++
Soll in Schulen stärker für mehr Toleranz in Liebes- und Lebensfragen geworben werden? Entsprechende Pläne der grün-roten Landesregierung Baden-Württembergs haben bundesweit eine kontroverse Debatte entfacht.

Der Begriff Sexuelle Vielfalt steht für die Vielfalt von Lebensformen, sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Geschlechtsinszenierungen. Er bezieht sich also nicht auf Sexualitäten oder Sexualpraktiken, sondern auf Identitäten und Lebensformen.

Aktuell gibt es Empfehlungen für die Bildungspläne der Bundesländer, sexuelle Vielfalt fächerübergreifend an Schulen zu behandeln. Auch die Sächsische Staatsregierung überarbeitet momentan den Orientierungsrahmen für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen. Der Begriff „Sexuelle Vielfalt“ kommt aber weder im „alten Orientierungsrahmen“ noch in den Lehrplänen vor. Hat sich dessen Tatbestand hier in Sachsen überhaupt schon herumgesprochen?

Welche fachlichen Standards werden somit der neuen Handlungsanweisung für PädagogInnen hierzulande zu Grunde gelegt und wie werden praxiserprobte Projekte der Aufklärungs- und Bildungsarbeit in die Erarbeitung einbezogen?

Eine Diskussion mit VertreterInnen aus Praxis, Forschung und Lehre sowie des Sächsischen Landtags.

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Einladung: Demokratie in der Krise – wer beteiligt sich überhaupt noch?

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN laden am Sonntag (05.07.2015) von 10 – 14 Uhr beim Neustädter Markt Frühstück des Bürgervereines Neustadt-Neuschönefeld wie gewohnt zu Tisch. Bei Kuchen und Kaffee, selbstgemachter Marmelade und Frischkäsezubereitungen kommen wir dieses Jahr zum Thema demokratische Beteiligung ins Gespräch. Wir präsentieren die Auswertung der Befragung vom letzten Jahr und diskutieren über die Wünsche, wie die Menschen beteiligt werden möchten und wie sie die städtischen Beteiligungsangebote wahrnehmen.

Beim Neustädter Markt Frühstück werden Katharina Krefft , Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN im Stadtrat und Christin Melcher, Vorstandssprecherin BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig anwesend sein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Frühstückstisch (Stand Nr. 36, Schlutze-Delitzsch-Str. / siehe Anhang) auf dem Neustädter Markt.

Lageplan-Tischverteilung-Neustädter-Markt

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Leuschnerplatz: GRÜNE wollen vielfältige Nutzung und soziales Wohnen

Die Leipziger GRÜNEN treiben die Debatte um das künftige Quartier am Leuschnerplatz weiter voran. Mit dem Beschluss „Grüne Perspektiven für Leuschnerplatz und Markthallenviertel“ verabschiedete die Mitgliederversammlung am Montag ihre Leitlinien für die künftige Entwicklung einer der letzten innerstädtischen Brachflächen.

„Wir wünschen uns im Areal zwischen City und Südvorstadt ein öffentliches und lebendiges Quartier mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für alle Bürger. Unser Fokus liegt dabei auf der Markthalle als Herzstück des Quartiers sowie einer ausreichenden Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum“, erklärt Lorenz Bücklein, Vorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig. „Mit dem Beschluss wollen wir eine öffentliche Diskussion darüber anregen, wie dieses wichtige innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt gestaltet werden soll.“

Um eine vielfältige Nutzung zu ermöglichen, spricht sich der Beschluss für eine kleinteilige Parzellierung der zu vergebenden Bauflächen und eine konzeptgebundene Vergabe der Liegenschaften durch die Stadt aus. „Die Entwicklung des Markthallenviertels bietet die Chance, aus einigen Fehlern der letzten 25 Jahre zu lernen. Wir wollen, dass bei der Flächenveräußerung nicht einfach das finanziell höchste Angebot den Zuschlag erhält, sondern die besten und tragfähigsten Ideen gewinnen“, so Tobias Peter, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Stadtentwicklung und Mobilität des GRÜNEN Kreisverbands. Nach dem Willen der Partei sollen so unterschiedliche Bauträger – einschließlich Baugruppen sowie Selbstnutzerinnen und Selbstnutzer – zum Zuge kommen.

Im gesamten Quartier wollen die GRÜNEN einen Wohnanteil von mindestens 30 Prozent statt der bisher vorgesehen 20 Prozent erreichen. In den nördlichen und südlichen Blöcken des Markthallenviertels sind dem GRÜNEN Beschluss zufolge alle Instrumente für ein sozial gemischtes Wohnen auszuschöpfen. „Mit dem Markthallenviertel haben wir nicht nur die Chance, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Durch Berücksichtigung unterschiedlicher Wohnmodelle könnten wir zudem eine neue urbane Qualität durch vielfältige soziale Mischung ermöglichen“, so Tobias Peter. Deshalb sollen neben der Leipziger Wohnungsbaugesellschaft (LWB) und Wohnungsgenossenschaften auch Baugruppen sowie Selbstnutzerinnen und Selbstnutzer eingebunden werden.

Um die Urbanität der künftigen Bebauung zu sichern, fordert der GRÜNE Kreisverband im Rahmen der Bebauungsplanung eine differenzierte Binnengliederung, die den Bau von kleineren Platzlösungen und Passagen ermöglichen soll. Die architektonische Qualität soll durch Architektenwettbewerbe gesichert werden. Der Wilhelm-Leuschner-Platz selbst – das Areal westlich der Markthallenstraße – soll, wie bereits durch die GRÜNE Stadtratsfraktion angestoßen, als Markt der Möglichkeiten im Rahmen einer aktiven Zwischennutzung erschlossen werden. „Wir freuen uns darauf, die sich bietenden Freiräume in den kommenden Jahren erleben zu können. Als Partei der Bürgerbeteiligung setzen wir uns für eine ergebnisoffene Diskussion über die künftige Größe, Fassung und Gestaltung dieses wichtigen Platzes ein“, so Bücklein abschließend.

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