GRÜNE, LINKE und SPD rufen gemeinsam zum Protest gegen Querdenker-Demo am Samstag auf

Das Verhalten der so genannten Querdenker, der Menschen, die das Coronavirus für eine Verschwörung halten und der reaktionären Kräfte, die bereitwillig auf diesen Zug aufspringen, ist unverantwortlich. Sie gefährden mit ihrer Ignoranz der einfachsten Infektionsschutzmaßnahmen nicht nur sich selbst, sondern alle Bürger*innen. Am 7.11. brachten sie nicht zuletzt die polizeilichen Einsatzkräfte und auch alle Demonstrierenden in Gefahr, die sich in der Pandemie verantwortungsvoll verhalten. 

Nach #Le0711, #Be1811 und weiteren Aufmärschen in der Bundesrepublik soll Leipzig am Samstag erneut Schauplatz dieser gefährlichen Ignoranz werden. Zudem haben extreme, rechte Kräfte erneut aufgerufen, in Leipzig auf dem Innenstadtring zu marschieren und damit die Symbolik der Friedlichen Revolution von 1989 zu missbrauchen. 

Dem werden wir uns erneut entgegenstellen. Im Bündnis mit dem Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz werden wir als Kreisverbände der Parteien BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, LINKE und SPD mit Abstand, Anstand und Masken gegen den Versuch der Aushöhlung der Demokratie, gegen kaum verhohlene Umsturzforderungen und gegen Neonazis protestieren. Wir wollen nicht zulassen, dass eine zahlenmäßig so kleine Gruppe so viel Raum einnimmt und unwidersprochen bleibt. Die Feinde der Demokratie dürfen nicht erneut Auftrieb bekommen – so, wie vor zwei Wochen hier in unserer Stadt unter den Augen der Polizei. 

Start der Kundgebung von Leipzig nimmt Platz ist am Samstag , den 21.11. um 14 Uhr auf dem Augustusplatz.

Wir erwarten, dass diesmal eine angemessene Gegenreaktion der Exekutive gegen die massenhaften Rechtsverstöße der „Corona-Leugner*innen” und erst recht der gewaltbereiten Neonazis erfolgt. Wir erwarten, dass die Gegendemonstrant*innen und die Journalist*innen von der Polizei respektiert und geschützt werden. Das geltende Recht muss gegenüber den Unvernünftigen durchgesetzt werden, denn wie soll man sonst weiterhin eine so große Akzeptanz der staatlichen Maßnahmen, ein so großes Maß an Eigenverantwortung der Menschen erwarten können?

Wir rufen alle demokratischen Kräfte zum verantwortungsvollen Gegenprotest auf! Alle, die aus Sorge vor Ansteckung oder aus Verantwortung für ihre Mitmenschen zuhause bleiben, bitten wir um stillen Protest und um eine Beteiligung auf den verschiedenen social media Plattformen. Posten Sie ihre Beiträge, lassen sie Verschwörungstheorien nicht unkommentiert oder zeigen Sie ihren Protest mit Plakaten oder Kerzen auf der Fensterbank und teilen sie diese Bilder auf den Plattformen.

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Corona-Demo #le0711: Nichthandeln von Polizeipräsident und Innenminister nicht tragbar

Das Nicht-Durchsetzen der Demoauflagen durch die Polizei bei der Kundgebung von Coronaleugner*innen am 07.11.2020 ist inaktzeptabel und muss Kosequenzen bei der hiesigen polizeilichen Einsatzleitung und in der sächsischen Landespolitik haben. Durch das unverantwortliche Handeln der Polizeidirektion Leipzig wurde das Vertrauen in die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus in der Bevölkerung erschüttert. Die Exekutive hat vor dem braunen Mob kapituliert, der Demokratie ist ein schwerer Schlag versetzt worden. 

„Es ist absolut unverständlich, warum die Kundgebung auf dem Leipziger Augustusplatz nicht umgehend durch die Polizei geräumt wurde, nachdem die behördlichen Auflagen durch die Demonstrant*innen konsequent nicht beachtet wurden. Die Gesundheit tausender Menschen wurde wider besseres Wissen gefährdet, darüber hinaus muss man sich nicht wundern, wenn die Maßnahmen der Sächsischen Corona-Verordnung durch die Leipziger*innen nun möglicherweise infrage gestellt wird. Der Leipziger Polizeipräsident muss sich fragen lassen, warum er nicht vorbereitet war. Es war bekannt, dass tausende Menschen nach Leipzig kommen würden, es war bekannt, dass diese sich nicht um die Corona-Verordnung scheren würden. Es war bekannt, dass sich im Schlepptau der Corona-Leugner*innen auch tausende Neonazis befanden. Die Polizeibeamten waren nicht nur auf die Situation nicht vorbereitet, sondern sympathisierten vereinzellt sogar mit dem rechten Mob. Dieser revanchierte sich mit Angriffen auf Journalisten und Beamte. Das ist nicht hinnehmbar.“  sagt Matthias Jobke, Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig.

„Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut in unserer Demokratie. Wir sind stolz, dass die Versammlungsfreiheit in Sachsen dank GRÜNER Regierungsbeteiligung auch in Zeiten von Corona gewahrt bleiben kann. Es ist bitter, dass dieses hohe Rechtsgut nun dank verantwortungslosen Polizeihandelns gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit ausgespielt wird.Wir Leipziger GRÜNEN danken allen Demokrat*innen, die sich in einem breiten Bündnis, mit Abstand und Anstand, der Gegenkundgebung angeschlossen haben. Es ist nicht hinnehmbar, dass sie ihre eigene Gesundheit riskieren mussten. Wir danken auch all jenen, die aus Infektionsschutzgründen daheim blieben und uns in Gedanken, per social media und mit Herz unterstützten“, so Ulrike Böhm, Sprecherin des GRÜNEN Kreisverbandes. „Der sächsische Innenminister hätte dafür Sorge tragen müssen, dass die Auflagen der sächsischen Corona-Verordnung durchgesetzt werden. Er ist aus unserer Sicht für die Folgen, die diese rücksichtslose Demonstration für den Verlauf der Pandemie in Leipzig haben wird, und für die zu erwartenden schweren gesundheitlichen Schäden der Leipziger*innen direkt verantwortlich. Wir fordern jetzt konsequentes Handeln des sächsischen Innenministeriums. Das, was gestern geschah, hätte nie passieren dürfen!“

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GRÜNE kritisieren respektlosen Umgang lokaler Verwaltungen und Parlamente mit Petitionen

Artikel 17 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland verbrieft das „Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden“. So geschehen zuletzt hier in Leipzig am 14.10.2020, als die NABU-Petition „Bauen und Natur erhalten! Artensterben stoppen! Grünflächen erhalten!“ (Bebauung des Leuschnerplatzes) an den Stadtrat übergeben wurde. So geschehen am 19.10.2020, als die Petition „Andere Wege gehen – kein Wegebau für KFZ“ (umfangreiche Flächenversiegelung und Straßenbau am Ufer des Störmthaler Sees) an den Gemeindrat Großpösna im Landkreis Leipziger Land übergeben wurde. Beide Petitionen wurden von Tausenden Bürger*innen mitgetragen, beiden Petitionen vermitteln die Bitte dieser Menschen, bei Bauprojekten die Belange der Natur zu beachten, Tiere und Pflanzen, insbesondere auch Bäume, zu schützen.
Rechtsfolge einer Petition ist, dass sie von der Behörde oder der Volksvertretung, an die sie gerichtet ist, bearbeitet und beantwortet werden muss.

Es war bitter, mit anzusehen, wie die NABU-Petition (6.176 Unterschriften) einfach zu den Akten gelegt wurde. Karsten Peterlein, GRÜNES Mitglied, ehrenamtlich aktiv beim NABU hier in Leipzig und Initiator der Petition: „Wir sind noch immer schockiert. Es war ein schwarzer Tag für die Bürgerbeteiligung in Leipzig! Wir waren auf der Besuchertribüne anwesend, als unsere Petition im Stadtrat innerhalb von 30 Sekunden „behandelt“ wurde. Ganz schnell wurde die von der Stadt als Antwort auf unsere Petition formulierte Beschlussvorlage, welche nicht in Ansätzen auf die acht Forderungen unserer Petition eingeht, beschlossen. Bei der Entscheidung befanden sich einige Stadträte noch in der Essenspause, und es gab keine Wortmeldungen.“

Auch die Bürgermeisterin von Großpösna zeigte sich angesichts der Petition der Bürgerinitiative Dreiskau-Muckern (4.789 Unterschriften) nicht sonderlich beeindruckt. Natürlich habe man da jetzt auf die Schnelle keine Antwort. Ulrike Böhm, Sprecherin der Leipziger GRÜNEN, war bei der Übergabe der Petition im Landkreis dabei. „Wir dürfen nicht vergessen, dass Demokratie nicht nur bedeutet, dass man eine Petition einreichen darf, ohne dass einem selbst dabei Nachteile entstehen. Wir müssen auch dafür sorgen, dass die Verwaltungen und erst recht die gewählten Volksvertreter*innen die Meinungen und Vorschläge der Menschen ernst nehmen, sich mit den Themen der Petitionen auseinandersetzen und eine öffentliche Diskussion zulassen. Die Auswirkungen der drohenden Klimakatastrophe machen die Bürger*innen in der Stadt und auf dem Land sensibel. Jeder Erwachsene und auch Kinder spüren, dass noch mehr Flächenversiegelung und noch weniger Bäume keine Lösung, sondern Teil des Problems sind. Natürlich gibt es die klassischen Zielkonflikte zwischen Bauen und Natur erhalten oder zwischen touristischer Nutzung und der Schönheit unberührter Natur. Diese müssen augehandelt werden.“

„Als Politiker*innen sind wir verpflichtet, den Menschen, die uns gewählt haben, diese Konflikte zu erklären. Streng formale Verhaltensweisen fördern die Politikverdrossenheit. Wir aber brauchen Bürgerinnen und Bürger, die uns vertrauen und dabei helfen, Beschlossenes umzusetzen. Allein in den Rathäusern und den Gemeindesälen werden wir die Probleme nicht lösen können.“ so Ulrike Böhm

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Aufstellungsbeschluss zum WTNK: Wie weiter mit Leipzigs Fließgewässern?

Leipzig. Die GRÜNEN fordern seit zwei Jahren ein Moratorium des WTNK (Wassertouristisches Nutzungskonzept), weil der Ausbau der touristischen Nutzung der Leipziger Fließgewässer angesichts der Klimakrise nachrangig sein sollte. Leipzigs Gewässer sind in einem unbefriedigendem bis schlechtem Zustand, nicht nur wegen der vergangenen schweren Dürreperioden. 

„Am 14.10.2020 wurde im Rathaus die Fortschreibung des WTNK, welches wir GRÜNEN nach wie vor kritisch sehen, beschlossen“, so Matthias Jobke, Sprecher des Leipziger Stadtverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Wir betrachten es als großen Erfolg für die Leipziger Klima- und Umweltpolitik, dass der gemeinsame Änderungsantrag von Jürgen Kasek und Michael Neuhaus vom Stadtrat mit großer Mehrheit angenommen wurde.“

Der gemeinsame Änderungsantrag der umweltpolitischen Sprecher der GRÜNEN und der LINKEN zielte darauf ab, das WTNK bis zur Verabschiedung des Auenentwicklungskonzeptes unter Vorbehalt zu beschließen. Ziel des Auenentwicklungskonzeptes ist die Renaturierung der Auenlandschaft mit Wiederherstellung der natürlichen Gewässerdynamik. 

Ulrike Böhm, die Sprecherin des Leipziger Stadtverbandes Bündnis90/Die GRÜNEN, nimmt Bezug auf den Änderungsantrag der gesamten GRÜNEN Stadtratsfraktion: „Statt des WTNK fordert die Partei schon lange ein Gewässerentwicklungsprogramm, um die Ziele der WRRL (Europäische Wasserrahmenrichtlinie) zu erreichen. Da aber nun der Aufstellungsbeschluss offenbar unbedingt her musste, hat unsere Fraktion beantragt, die Maßnahmen des WTNK dem Auenentwicklungskonzept zu unterstellen UND die ökologischen Auswirkungen eines schiffbaren Gewässerneubaus oder -ausbaus unter Beachtung des Verbesserungsgebotes der WRRL zu betrachten.“

Im Änderungsantrag heißt es, das Verfahren zur Aufstellung müsse so ausgerichtet werden, dass alle Maßnahmen des WTNK dem Auenentwicklungskonzept zeitlich nachgeordnet sind und nicht von vornherein zu einer faktischen Vereitelung der Schritte führen, die für einen guten Gewässerzustand erforderlich sind. 

„Diese Präjudizierung schränke aber das Verwaltungshandeln zu sehr ein, und so wurde eine Einzelabstimmung der verschiedenen Punkte des GRÜNEN Änderungsantrages durchgeführt. Ich weiß nicht, was mich mehr erschüttert: dass im Stadtrat keine Mehrheit dafür zustande kam, die Entwicklung und Erhaltung des Auwaldes dem weiteren Aufblähen des Wassertourismus vorzuziehen oder dass durch diese Abstimmung hohe Strafzahlungen an die EU billigend in Kauf genommen werden, was aus meiner Sicht das Vertrauen in die Politik weiter schmälert. Wir werden hier in Zukunft auch als Partei noch genauer hinschauen“, so Ulrike Böhm abschließend.

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GRÜNER Kreisverband wählt neuen Vorstand

Am Freitag Abend wählte der GRÜNE Kreisverband im Täubchental einen neuen Vorstand. Ulrike Böhm und Matthias Jobke wurden mit großer Mehrheit als Vorstandssprecher*innen bestätigt und bekleiden damit weiterhin die traditionelle Doppelspitze der Partei. Als Schatzmeister wurde Jonathan Wiencke gewählt. Komplettiert wird der Vorstand durch die Beisitzer*innen Claire Carlson, Ulrike Gebhardt, Paula Piechotta, Nicole Schreyer, Sebastian Richter und Daniel Tiedtke.

„Mit diesen neuen Vorstand gehen wir gestärkt in die bevorstehende Bundestagswahl. Auch diesmal wollen wir ganz vorne mitspielen und in Leipzig stärkste politische Kraft werden.“ so Ulrike Böhm, Vorstandssprecherin.

„In den letzten Jahren haben wir ein beispielloses Mitgliederwachstum erlebt. Ziel für die nächsten zwei Jahre muss es nun sein, den Mitgliedern noch mehr Angebote zur persönlichen und politischen Entwicklung zu machen. Für die kommenden Wahlen werden wir mehr GRÜNE Kandidat*innen brauchen und auch Menschen, die verantwortliche Positionen in der Stadt übernehmen können.“ ergänzt ihr Sprecherkollege Matthias Jobke.

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Gewalttätige Ausschreitungen in Connewitz verurteilen GRÜNE scharf

Zu den gestrigen Ausschreitungen in Connewitz in Rahmen einer Kundgebung zu den Hausbesetzungen in Leipzig sagt Matthias Jobke, Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig:

„Die Steinwürfe und die brennenden Barrikaden, die wir gestern Abend in Connewitz und vorgestern im Leipziger Osten erlebt haben, verurteilen wir GRÜNEN scharf. Ein Teil der Demonstrant*innen erwiesen den wichtigen Forderungen der Aktivist*innen der Ludwigstraße – wirksam gegen den Leerstand in der Stadt vorzugehen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen sowie soziale und kulturelle Freiräume zu organisieren – damit einen Bärendienst. Aber auch die Entscheidung der Polizei, Tränengaskartuschen in dicht besiedelten Gebiet einzusetzen, wirft Fragen zur Einsatztaktik auf.“

„Wir müssen uns dringend mit der konkreten Ursache auseinandersetzen: Leerstehende Häuser dürfen keine Spekulationsobjekte sein. Wer der Gemeinwohlverpflichtung seines Eigentums nicht nachkommt, gefährdet letztlich den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hier sind Politik und Verwaltung gefordert, ihre rechtlichen Handlungsspielräume vollumfänglich auszunutzen, um Hauseigentümer*innen zu verpflichten, Wohnraum zu schaffen und zu vermieten. Mit der sozialen Erhaltungssatzung hat der Stadtrat dieses Jahr ein wirksames Mittel auf den Weg gebracht, bezahlbare Wohnungen zu schaffen oder zu erhalten und Verdrängung zu verhindern. Diesen eingeschlagenen Weg werden wir weitergehen.“ ergänzt Ulrike Böhm, Vorstandssprecherin der BÜNDNISGrünen.

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Grüne bedauern fehlgeschlagene Einigung zur Ludwigstraße 71

Am heutigen Mittwoch wurde das besetzte Haus in der Ludwigstraße geräumt. Dazu Matthias Jobke, Vorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig:

„Wir bedauern sehr, das keine Einigung zwischen Aktivist*innen und dem Besitzer des Hauses in der Ludwigstraße zustande gekommen ist. Von einer Nutzung des Hauses im Sinne des von den Aktivist*innen und den Anwohner*innen erarbeiteten Konzepts mit Räumen für Veranstaltungen, Wohnformen für alle Generationen und Schulgarten hätte die ganze Straße und der Stadtteil profitieren können.“

Ulrike Böhm, Sprecherin der Leipziger BÜNDNISGrünen ergänzt: „Von Leerstand in der Stadt profitiert dagegen niemand. Wir brauchen Konzepte, die den Leerstand bekämpfen und Häuser für die öffnen, die Wohnungen dringend benötigen. Vor allen Wächterhäuser und alternative Wohnkonzepte müssen stärker in der Stadtverwaltung bedacht werden. Wir bleiben weiter an dem Thema dran!“

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Sächsischer Umweltminister Wolfram Günther vor Ort in Leipzig

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Am 27.08.2020 fand unter Beteiligung von Entscheider*innen verschiedener Ebenen, Amtsträger*innen und Wissenschaftler*innen ein Pressetermin mit dem GRÜNEN sächsischen Umweltminister Wolfram Günther statt. Themen waren der aktuelle Zustand des Leipziger Auwaldes und eine konstruktive Debatte darüber, welche Zukunft der Auwald vor dem Hintergrund der Klimakrise hat.

Ulrike Böhm, Sprecherin des Leipziger GRÜNEN Kreisverbandes: „Wir Leipziger GRÜNEN freuen uns und sind stolz darauf, dass unser Auwald nun im Sächsischen Ministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft zur „Chefsache“ wird. Wir sind Wolfram Günther dankbar, dass er die Bürger*innen vor Ort informiert und sich in Sachen Auwald im konstruktiven Austausch sowohl mit der Bundes- als auch mit der Stadtebene befindet.“

Im Rahmen des Vor-Ort-Termins in der Nordwestaue wurde deutlich, wie wichtig eine Revitalisierung des Auwaldes ist, welche sich nur mit einer Anhebung des Grundwasserspiegels und regelmäßigen Überschwemmungen erreichen lässt. Dafür sind erhebliche Anstrengungen erforderlich, auch finanziell.

„Während des Pressetermins wurde von Prof. Wirth vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig sehr eindringlich geschildert, dass der Auwald in seinem derzeitigen Zustand seiner für uns Menschen so wichtigen Kühlungsfunktion praktisch nicht gerecht werden kann. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Hitze in der Stadt ist die Revitalisierung des Auwalds dringender denn je – nicht nur im Sinne des Naturschutzes, sondern auch für die Gesundheit der Menschen. Mit „unserem“ Staatsminister Wolfram Günther im Rücken sehen wir Leipziger GRÜNEN der Zukunft des Auwaldes nun optimistischer entgegen“, so Ulrike Böhm abschließend.


BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Kreisverband Leipzig

Geschäftsstelle
Hohe Straße 58
04107 Leipzig

VorstandssprecherInnen:
Ulrike Böhm
Matthias Jobke

Tel 0341 – 21 55 930
Fax 0341 – 21 55 928
E-Mail: info@gruene-leipzig.de
www.gruene-leipzig.de

Termine: www.gruene-leipzig.de/terminplan
Pressemitteilungen: presse.gruene-leipzig.info
Spenden: www.gruene-leipzig.de/spenden

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Aktionsbündnis und GRÜNE sammeln Unterschriften gegen geplanten Flughafenausbau

Ungeachtet der Klimakrise soll der Flughafen Leipzig/Halle weiter massiv ausgebaut werden. Am Frachtdrehkreuz DHL Hub soll die Anzahl der Stellplätze von 60 auf 96 Stellplätzen anwachsen, geplant sind 118.000 Starts und Landungen im Jahr 2032. Im Jahr 2019 fanden ca. 79.000 Starts und Landungen statt.

Dazu Anna Kaleri, GRÜNE Stadträtin: „Die Belastung durch nächtlichen Fluglärm ist für die Betroffenen schon jetzt nicht mehr hinnehmbar. Die gesundheitlichen Schäden, die Fluglärm verursacht, sind immens. Auch in Hinblick auf die Klimakrise, deren Auswirkungen wir nun auch in Mitteleuropa schmerzlich erfahren, ist ein weiterer Ausbau des Flughafens das absolut falsche Zeichen.“

Matthias Jobke, Vorstandssprecher der Leipziger BündnisGRÜNEN, erklärt: „Als Partei unterstützen wir das Aktionsbündnis, das unsere Stadträtin Anna Kaleri im April dieses Jahres ins Leben rief. Dem Bündnis gehören unter anderem die „Bürgerinitiative gegen die neue Flugroute“ sowie Umweltaktivisten von „Am Boden bleiben“ und „Extinction Rebellion“ an. Wir laden alle Leipziger*innen ein, sich an den Info-Stände zu informieren. Dort kann die zur Zeit laufende Petition gegen die geplante Erweiterung des Frachtflugverkehrs unterzeichnet werden.“

Mi. 26.8.2020 9.00 – 11.30 Uhr Schkeuditz, Markt

Do. 27.8.2020 15.00 – 18.00 Uhr Leipzig, Leutzsch Arkaden

Fr. 28.8.2020 8.00 – 12.00 Uhr Leipzig, Lindenauer Markt

Online ist die Petition unter folgenden Link erreichbar:

https://www.openpetition.de/petition/online/kein-weiterer-ausbau-des-frachtflughafens-leipzig-halle-2csm_Sharepic_25_08_2020_HP_bdf961e75b.jpg

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Besetzung der Ludwigstraße 71 ist ein Akt des zivilen Ungehorsams

Am letzten Freitag wurde von Aktivist*innen ein Haus in der Ludwigstraße im Leipziger Osten besetzt. Matthias Jobke, Vorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig sagt dazu:

„Die Besetzung der Ludwigstraße 71 ist ein Akt des zivilen Ungehorsams. Die Aktivist*innen möchten damit auf den vorhandenen Leerstand in der Stadt aufmerksam machen – was bei gleichzeitigem Wohnungsmangel und steigenden Mieten zweifelsohne Fragen aufwirft. Das von den Aktivist*innen vorgelegte Nutzungskonzept, bestehend aus selbstorganisierten Wohnformen für alle Generationen, Gemeinschaftsräumen und -gärten und Räumen für Bildungsarbeit begrüßen wir sehr.  Selbstverständlich stellt das Besetzen von Häusern einen Gesetzesverstoß dar, Eigentum verpflichtet jedoch auch und jahrelanger Leerstand von Wohnraum ist in der wachsenden Stadt nicht zu vermitteln. In unserer Gesellschaft muss immer Platz für politische Aktionen sein, die uns auf Missstände hinweisen.“

„Dass die oder der Eigentümer*in am Mittwoch nach Leipzig kommen will, begrüßen wir sehr. Wir hoffen auf einen fruchtbaren Dialog mit den Aktivist*innen und auf eine Einigung, die für alle Seiten zufriedenstellend ist. Wir BündnisGRÜNEN werden uns in den nächsten Tagen auch selbst um ein Treffen mit den Aktivist*innen bemühen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu überlegen, wie eine Win-Win-Lösung aussehen könnte“ ergänzt Ulrike Böhm, Vorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig.

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