Equal Pay Day 2017: EIN TAG NACH VORN – EIN GRUND ZUM FEIERN, VIELE GRÜNDE ZU KÄMPFEN

Anlässlich des Equal Pay Days am 18. März 2017 erklären Martin Biederstedt, Andre Fehse-Klinke und Dr. Ulrike Böhm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Leipzig:

„Arbeitgeber schreiben sich Gleichbehandlung groß auf die Fahne. Aber beim Geld hört der Spaß dann auf. Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt nach wie vor rund 21 Prozent weniger als Männer. Das heißt konkret: Frauen müssten rund zweieinhalb Monate länger im Jahr arbeiten als Männer, um das gleiche Gehalt zu bekommen.

Das Datum des Equal Pay Day ist in den letzten vier Jahren jedes Jahr einen Tag nach vorne gerutscht: 21. März 2014, 20. März 2015, 19. März 2016, 18. März 2017. Das heißt, jedes Jahr wurde die Entgeltlücke ein stückweit kleiner. Wenn wir in diesem Schneckentempo weiter machen, dann hätten wir die Entgeltlücke erst im Jahr 2094 geschlossen!

Damit finden wir uns nicht ab!

Am Samstag, den 18. März, werden wir, analog zu vielen anderen Aktionen bundesweit, an unserem grünen Lastenrad in der Grimmaischen Straße Ecke Universitätsstraße ab 11 Uhr auf das Defizit bei der Bezahlung hinweisen und dazu aufklären.

Dass sich neben uns auch die Leipziger Stadträt*innen Katharina Krefft und Gesine Märtens, sowie Claudia Maicher (MdL) und Christin Melcher, Landessprecherin von Bündnis 89/Die Grünen Sachsen, am Stand im Rahmen eines Bürger*innen-Dialogs Zeit nehmen, unterstreicht die Wichtigkeit dieses Ungerechtigkeitsthemas für uns Grüne.

Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit – das ist nach wie vor nicht selbstverständlich. Um die Forderung nach gleichem Lohn und gleichwertiger Arbeit, unabhängig vom Geschlecht, durchzusetzen, brauchen wir gesetzliche Regelungen. Wir fordern ein Entgeltgleichheitsgesetz, das auch für kleine Betriebe gilt und Transparenz schafft. So können Tarifverträge und Vereinbarungen auf Diskriminierung hin überprüft und gegebenenfalls auch sanktioniert werden. Und wir brauchen ein Verbandsklagerecht, damit Frauen nicht alleine gegen ihre Arbeitgeber klagen müssen.

Schließlich setzen wir uns für die Aufwertung und bessere Bezahlung von typischen Frauenberufen, wie Kindererziehung oder Altenpflege, ein. Nur so kann Lohnungleichheit wirklich bekämpft werden.“

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