Posts Tagged Stadtplanung

Vortrag und Diskussion: „Frischluft für Leipzig! Klimawandel in der wachsenden Stadt“

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lädt unter dem Titel „Frischluft für Leipzig! Klimawandel in der wachsenden Stadt“ am kommenden Mittwoch, 14.09., um 19 Uhr zu Vortrag und Diskussion in den Grünen Raum am Kanal (Zschochersche Str. 59, 04229 Leipzig) ein.

Der Klimawandel hat auch in Leipzig spürbare Konsequenzen. „Besonders im Sommer heizt sich unsere Innenstadt gegenüber dem Umland auf. Ein Stadtbummel wird zur Schweiß treibenden Angelegenheit in ‚dicker Luft’“, erklärt André Ludwig, Sprecher des Arbeitskreises Umwelt- und Klimaschutz der Leipziger Grünen.

Den Vortrag wird ein Vertreter von ThINK (Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz) halten. Das Institut greift dabei auf eine lange Erfahrung aus dem Bereich Stadtklimatologie zurück und nutzt die Stadt Jena als Modellstadt in der Klimawandelfolgenanpassung.

„Die Lebensqualität in Leipzig hängt auch in Zukunft davon ab, ob Frischluftversorgung und Anpassung an klimatische Herausforderungen in den städtischen Planungen Beachtung finden“, erklärt Ludwig weiter.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits fehlt es durch die bebauten Areale an Frischluftzufuhr. Andererseits führen auch gerade dunkle Flächen und eine Stadtentwicklung, die auf den Klimawandel nicht optimal vorbereitet ist, zu weiter steigenden Temperaturen. Das schnelle Wachstum der Stadt und die Gebäudenachverdichtung würden diesen Effekt noch verstärken, wenn das Thema Stadtklima nicht berücksichtigt wird.

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Leuschnerplatz: GRÜNE wollen vielfältige Nutzung und soziales Wohnen

Die Leipziger GRÜNEN treiben die Debatte um das künftige Quartier am Leuschnerplatz weiter voran. Mit dem Beschluss „Grüne Perspektiven für Leuschnerplatz und Markthallenviertel“ verabschiedete die Mitgliederversammlung am Montag ihre Leitlinien für die künftige Entwicklung einer der letzten innerstädtischen Brachflächen.

„Wir wünschen uns im Areal zwischen City und Südvorstadt ein öffentliches und lebendiges Quartier mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für alle Bürger. Unser Fokus liegt dabei auf der Markthalle als Herzstück des Quartiers sowie einer ausreichenden Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum“, erklärt Lorenz Bücklein, Vorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig. „Mit dem Beschluss wollen wir eine öffentliche Diskussion darüber anregen, wie dieses wichtige innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt gestaltet werden soll.“

Um eine vielfältige Nutzung zu ermöglichen, spricht sich der Beschluss für eine kleinteilige Parzellierung der zu vergebenden Bauflächen und eine konzeptgebundene Vergabe der Liegenschaften durch die Stadt aus. „Die Entwicklung des Markthallenviertels bietet die Chance, aus einigen Fehlern der letzten 25 Jahre zu lernen. Wir wollen, dass bei der Flächenveräußerung nicht einfach das finanziell höchste Angebot den Zuschlag erhält, sondern die besten und tragfähigsten Ideen gewinnen“, so Tobias Peter, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Stadtentwicklung und Mobilität des GRÜNEN Kreisverbands. Nach dem Willen der Partei sollen so unterschiedliche Bauträger – einschließlich Baugruppen sowie Selbstnutzerinnen und Selbstnutzer – zum Zuge kommen.

Im gesamten Quartier wollen die GRÜNEN einen Wohnanteil von mindestens 30 Prozent statt der bisher vorgesehen 20 Prozent erreichen. In den nördlichen und südlichen Blöcken des Markthallenviertels sind dem GRÜNEN Beschluss zufolge alle Instrumente für ein sozial gemischtes Wohnen auszuschöpfen. „Mit dem Markthallenviertel haben wir nicht nur die Chance, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Durch Berücksichtigung unterschiedlicher Wohnmodelle könnten wir zudem eine neue urbane Qualität durch vielfältige soziale Mischung ermöglichen“, so Tobias Peter. Deshalb sollen neben der Leipziger Wohnungsbaugesellschaft (LWB) und Wohnungsgenossenschaften auch Baugruppen sowie Selbstnutzerinnen und Selbstnutzer eingebunden werden.

Um die Urbanität der künftigen Bebauung zu sichern, fordert der GRÜNE Kreisverband im Rahmen der Bebauungsplanung eine differenzierte Binnengliederung, die den Bau von kleineren Platzlösungen und Passagen ermöglichen soll. Die architektonische Qualität soll durch Architektenwettbewerbe gesichert werden. Der Wilhelm-Leuschner-Platz selbst – das Areal westlich der Markthallenstraße – soll, wie bereits durch die GRÜNE Stadtratsfraktion angestoßen, als Markt der Möglichkeiten im Rahmen einer aktiven Zwischennutzung erschlossen werden. „Wir freuen uns darauf, die sich bietenden Freiräume in den kommenden Jahren erleben zu können. Als Partei der Bürgerbeteiligung setzen wir uns für eine ergebnisoffene Diskussion über die künftige Größe, Fassung und Gestaltung dieses wichtigen Platzes ein“, so Bücklein abschließend.

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„Zurück zum Beton?“ – Zum Umbau der Georg-Schwarz-Straße

Zum Umbau der Georg-Schwarz-Straße. erklärt Daniel von der Heide, Spitzenkandidat der Grünen im Wahlkreis 7 Altwest:

„Es verwundert doch sehr, dass die Verwaltung sich in Programmen und Entwicklungskonzepten wie zuletzt dem Energie- und Klimaschutzprogramm hohe Ziele für die Steigerung des Radverkehrsanteils setzt, wenn es aber ernst wird, doch eine Variante bevorzugt, die noch nicht einmal Schutzstreifen für Radfahrerinnen und Radfahrer vorsieht. Das Bemühen um einen Ausgleich der verschiedenen Verkehrsträger wird deutlich, aber eben keine Priorisierung des Umweltverbundes.“

„Das Problem mangelnder Stellplätze, dass mit zunehmender Attraktivität an der gesamten Georg-Schwarz-Str. bevorsteht, wird man am ehesten durch attraktive Bedingungen für all die Verkehrsteilnehmer lösen, die gar keine oder viel kleinere Stellflächen brauchen: Radfahrer, Fußgänger und Fahrgäste des ÖPNV. Davon profitieren am Ende alle: Jeder Verkehrsteilnehmer, der vom Auto auf Fahrrad oder ÖPNV umsteigt, schafft mehr Platz auf der Straße für diejenigen, die auf ihr Auto wirklich nicht verzichten können.“

„Gerade weil die Straßenquerschnitte nach Sanierungen für Jahrzehnte bestehen bleiben, muss bei diesen Projekten die Förderung umweltfreundlicher Mobilität nicht nur im Konzept stehen, sondern auch tatsächlich umgesetzt werden. Sonst erreicht Leipzig seine Ziele aus dem Radverkehrsentwicklungsplan, dem Arbeitsprogramm 2020 (Zitat S.70: „Verbesserung der Radverkehrsführung an Hauptstraßen (z. B. durch den konsequenten Einsatz von Radverkehrsstreifen“) oder dem Energie- und Klimaschutzprogramm nie.“

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Herzlichen Glückwunsch Frau Dubrau

Zu dem Ergebnis der Wahl von Frau Dorothee Dubrau zur Beigeordneten für das Dezernat Stadtentwicklung und Bau erklärt der Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Wolfram Leuze Folgendes:

Mein herzlicher Glückwunsch gilt Frau Dubrau zu Ihrer Wahl als Beigeordnete des Dezernates Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig. Mit ihrer Wahl hat der Stadtrat das Amt für die nächsten 7 Jahre in kompetente Hände gelegt. Frau Dubrau hat die Mehrheit des Stadtrates  durch ihre profunde Sachkenntnis, ihre offene Gesprächsführung und ihren Humor überzeugt. Sie wird mit Sicherheit einen neuen, frischen Ton in die Verwaltungsspitze des Rathauses bringen und in dem ihr nun anvertrauten Dezernat innovative Akzente setzen. Frau Dubrau wird dabei zu gute kommen, dass sie, obwohl von unserer Fraktion zur Kandidatur ermuntert, als parteilose Fachfrau mit allen Stadtratsfraktionen des Rathauses und den Bürgern und Bürgerinnen in ein gutes und offenes, aber auch zielführendes Gespräch kommen wird. Dabei wird Frau Dubrau ihre lange Dienstzeit als Bezirksstadträtin für Planung und Bau und hier insbesondere Im Bezirk Mitte in Berlin hilfreich sein. In ihrer nahezu 16-jährigen Amtszeit hatte Frau Dubrau hier jährlich zwischen 3 – 5000 Baugenehmigungen zu erteilen.

Es besteht aller Grund, der im Juli beginnenden Amtszeit von Frau Dubrau mit erwartungsvoller Spannung entgegenzusehen.

Gleichzeitig möchte ich mich bei Martin zur Nedden für die von ihm im Dezernat Stadtentwicklung und Bau in den vergangenen 7 Jahren geleistete Arbeit sehr herzlich bedanken. Die Niederlage in der heutigen Abstimmung mag zunächst für ihn bitter sein. Es ist aber gerade die zeitliche Begrenzung eines Wahlamtes, welche durch den personellen Wandel, die positive Entwicklung einer Stadt langfristig sichert.

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Grüne Stadtratsfraktion unterstützt Dorothee Dubrau als Bürgermeisterin

Die Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützt die Bewerbung von Dorothee Dubrau als Bürgermeisterin und Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bau. Bei Dorothee Dubrau handelt es sich um eine hervorragende Fachfrau, die als langjährige (1990 – Oktober 2006) Bezirksstadträtin  für Stadtentwicklung, Bau- und Wohnungswesen u.a. in den Bezirken Berlin-Mitte, Wedding  und Prenzlauer Berg hervorragende und international anerkannte Arbeit geleistet hat. Die in Berlin (Ost) geborene, parteilose Architektin hat zuletzt als Gastprofessorin für Städtebau an der TU Darmstadt und der Hochschule für Technik in Berlin gelehrt und arbeitet selbstständig  als Architektin und Stadtplanerin.

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Lützner Straße am 20.03. im Stadtrat: Appell Streichung von der Tagesordnung

Auf der morgigen Stadtratssitzung soll der Bau- und Finanzierungsbeschluss für die umfassende Umgestaltung der Lützner Straße zwischen Plautstraße und Henriettenstraße zur Abstimmung gestellt werden (Stadtrats-Drucksache Nr. V/2805).
Die vorgelegten Planungen müssen jedoch dringend umfassend überarbeitet werden. Diese Vorlage sollte deshalb zunächst unbedingt wieder von der Tagesordnung genommen werden.

Vergangenes Jahr hatten die Umbaupläne der Verwaltung für die Karl-Liebknecht-Straße für höchste Aufregung bei den Anliegern und der Bürgerschaft insgesamt gesorgt. Runde Tische mussten veranstaltet und die Planungen umfassend überarbeitet werden. Dieselben Punkte, die damals allgemein kritisiert wurden, finden sich nun auch in der neuen Vorlage für die Lützner Straße wieder, so als hätte es die breiten Diskussionen zur KarLi nie gegeben. Die aktuelle Vorlage erscheint wie aus der verkehrsplanerischen Mottenkiste.

Ganz wesentliche städtebauliche Qualitäten, die für das dank zahlreicher engagierter Akteure langsam wieder erwachende Lindenau von zentraler Bedeutung sind, sollen nun ohne erkennbare Not dauerhaft zerstört werden. Damit würden nicht zuletzt die vielfachen Anstrengungen der Stadt selbst zur Entwicklung des Stadtteils Lindenau sowie zur stadtweiten Entwicklung der historischen Magistralen an dieser Stelle zunichte gemacht.
Entgegen der allgemeinden Verlautbarungen, Fußgängern (und Gewerbetreibenden für Auslagen etc.) mehr öffentlichen Raum einzuräumen, sollen hier die Gehwegflächen empfindlich reduziert werden. Die für das Stadtbild und die Stadtökologie (Thema Luftqualität) so wichtigen Vorgärten sollen gänzlich verschwinden, genauso zahlreiche Bäume. Entstehen sollen dafür überbreite Fahrspuren für den Kfz-Verkehr, die damit auch den fachlichen Vorgaben für Fahrbahnbreiten widersprechen.
Auch wenn im Vorgriff auf die geplanten Arbeiten hier schon zahlreiche alte Bäume gefällt wurden, könnten diese oftmals bereits überalterten Bäume nun bei einer veränderten Planung problemlos durch Neupflanzungen ersetzt werden.

Eine Vorstellung der Detailplanungen in der Öffentlichkeit und damit eine breite öffentliche Diskussion sind bislang nicht erfolgt. Das muss nachgeholt werden.

Wolfram Günther
(Sprecher)

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OBM-Kandidat Felix Ekardt: Kritik am Lindenauer Hafen – „Erst kommt der Blitz, dann kommt der Donner“

Nachdem im letzten Stadtrat die Entscheidung zur Entwicklung des Lindenauer Hafens fiel, ist bei vielen die Freude über das neue Projekt groß. Wesentliche Punkte wurden dabei jedoch nicht beachtet. OBM-Kandidat Felix Ekardt:
„Es ist schön, wenn die Verwaltungsspitze sich über die Erschließung eines neuen Areals freut; jedoch wird das Projekt bei realistischer Kalkulation wie jedes größere Bauvorhaben deutlich teurer werden als geplant – und dieses Geld wird etwa für Schulneubauten und Kita-Plätze fehlen. Außerdem ist die Bürgerbeteiligung beim Lindenauer Hafen völlig unzureichend.
In den Vorstellungen des Projekts zur Entwicklung Lindenauer Hafen ist von einem Verkaufswert des Bodens von 200 € pro Quadratmeter gesprochen worden. Nach der erfolgten Beschlussfassung werden plötzlich nur noch 170 € pro Quadratmeter angesetzt, und es wird festgestellt, dass Kostenrisiken bestehen, sofern nicht alles verkauft werden sollte. Das sind Fakten, die zwingend vorher hätten dargelegt werden müssen. Die vorab von der Stadtverwaltung zum Teil gezogenen Vergleiche mit Quartieren in der Südvorstadt und Plagwitz, wo ähnliche Bodenwerte erzielt wurden, erscheinen bei der Analyse der Gesamtsituation und der dezentralen Lage des Lindenauer Hafens wenig realistisch. Damit hat sich die Stadt ein neues finanzielles Risiko aufgebürdet. Dass der aufgenommene Kredit in zwei Jahren getilgt werden kann, ist angesichts der Planungen unwahrscheinlich. Damit sind weitere Kostensteigerungen bei diesem Projekt absehbar.
Die damit deutlich werdende Prioritätensetzung der Stadt ist scharf zu kritisieren. Ob Leipzig in der aktuellen Situation, bei Fehlen von Kindertagesstätten und Erziehern, bei maroden Schulen und Straßen, tatsächlich Geld in ein Prestigeprojekt investieren kann und muss, ist mehr als zweifelhaft. Es ist zu begrüßen, dass es innerhalb der Stadtverwaltung engagierte Mitarbeiter gibt, die mögliche Fördermittel im Auge haben. Aber dann wäre es zwingend notwendig gewesen, die Bürger auch darüber aufzuklären, dass die Realisierung vor allen Dingen mit Blick auf die Fördermittel durchgeführt wird und eben nicht, weil man jetzt ausreichend eigene finanzielle Mittel zur Verfügung stehen – einschließlich der damit verbundenen Risiken.

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Leipzigs Grüne laden zur Mitgliederversammlung am 20.09.2011 ein

Nach der Sommerpause lädt der Kreisverbandes Leipzig von Bündnis 90/Die Grünen am 20.09.2011 zur nächsten öffentlichen Mitgliederversammlung ein. Beginn ist 19.30 Uhr im „Plamengarten!“, in der Jahnallee 52.

Ein Schwerpunktthema wird dieses Mal die Stadtentwicklung Leipzigs 20 Jahre nach der Friedlichen Revolution sein. Diskutiert werden sollen in diesem Zusammenhang die Erfolge, Umbrüche, Chancen und Fehlentwicklungen dieser Zeit. Des Weiteren die künftigen stadtplanerischen Herausforderungen vor denen Leipzig auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten steht. Mit einem umfassenden Grundsatzbeschluss will der grüne Kreisverband eine breite innerparteiliche Diskussion auch mit dem gesellschaftlichen Umfeld für ein zu entwickelndes „Leitbild einer nachhaltigen Stadt Leipzig“ eröffnen und weiter vertiefen. Das Leitbild soll Bestandteil des bündnisgrünen Programms „Leipzig 2020 – eine grüne Perspektive“ sein.

Weitere Anträge werden unter anderem die programmatische Begleitung der im Jahr 2013 anstehenden Oberbürgermeister-Wahl und die Inklusion bei Mitglieder-Anträgen zum Gegenstand haben. Weiteres Schwerpunktthema ist ein Antrag des Kreisverbandes, der sich mit der kommunalen Energiewende auseinandersetzt und eine klare Weichenstellung hierfür fordert. Unter anderem wird die Stadt aufgefordert, dass die Stadtwerke stärker als bislang in die Pflicht genommen werden um eine weitgehend ökologisch-nachhaltige Stromversorgung zu bezahlbaren Preisen zu sichern.

 

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen.

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