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„Die wunderbare Welt des Stanislaw T.: Wahlversprechen statt seriöser Bildungspolitik“

Der Kreisverband von BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN ruft zur Unterstützung der Bildungsdemo am 08.07. um 17 Uhr vor der Bildungsagentur Nonnenstraße 17 a und zur Teilnahme an den Sternmärschen, die vorher stattfinden, auf. Aufgrund der alarmierenden Situation und der desaströsen Zustände an vielen Schulen ist es notwendig ein deutliches Zeichen zu setzen.

„Seit Jahren sind zu wenig Lehrerstellen vorhanden, um eine gute Bildung für alle Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten oder wenigstens den Lehrplan vollständig umsetzen zu können.“, stellt Katharina Krefft, Fraktionsvorsitzende im Leipziger Stadtrat fest.

Zu wenig neue Lehrer und Klassengrößen von 28 Kindern ohne Rücksicht auf Kinder mit besonderem Förderbedarf gehen zu Lasten aller. Individuelle Förderung von Kindern mit Lernschwächen, sozialen Problemlagen oder von leistungsstarken Kindern ist kaum möglich. Zehn Prozent Schulabbrecher ohne Abschluss müssen später in teuren Programmen betreut werden, um zu korrigieren, was in den ersten Schuljahren versäumt wurde. Lehrerinnen oder Lehrerer können unter den derzeitigen Bedingungen kaum gesund das Rentenalter erreichen.

„Diese Zustände verantwortet die CDU-Staatsregierung, die die Probleme immer noch aussitzt oder sich mit billigen Wahlversprechen aus der Verantwortung stehlen will. Die Proteste zeigen wie dringend Sachsen eine andere Politik für Kitas und Schulen braucht. Das Schulchaos im neuen Schuljahr ist absehbar.“, so die GRÜNE Landessprecherin Claudia Maicher.

Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zählen die Lehrerinnen und Lehrer erst, wenn sie tatsächlich vor den Klassen stehen. Wir fordern daher ein langfristiges Personalkonzept und ein Konzept um junge Lehrkräfte in Sachsen zu halten und zurück zu gewinnen.

„Mit befristeten Stellen, stundenweisen Abordnungen quer durch die Schulen, maroden Schulgebäuden und schlechter Ausstattung wird das nicht funktionieren“; so Maicher.

Geschickt hat die CDU-Regierung die Landtagswahlen auf den Tag vor dem ersten Schultag gelegt. Wir sind überzeugt, dass sich Lehrer, Schüler, Eltern und Großeltern keinen Sand in die Augen streuen lassen.

Claudia Maicher, GRÜNE Landessprecherin wird zusammen mit Katharina Krefft, Vorsitzende GRÜNE Stadtratsfraktion und weiteren GRÜNEN am Sternmarsch ab Clara-Zetkin-Park teilnehmen.

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Sternmarsch zur Regionalstelle Leipzig, Sächsische Bildungsagentur, Nonnenstraße 17 A
Termin: 08.07.2014
Demozug 1: ab 16 Uhr
Clara-Zetkin-Park: Ecke Ferdinand-Lasalle-Straße/Max-Reger-Allee

Demozug 2: ab 16 Uhr
Am Felsenkeller

Demozug 3: ab 16 Uhr
Am Adler

Weitere Informationen: http://www.ser-leipzig.de/

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Zum heutigen Schüleraktionstag gegen Lehrermangel erklärt die schulpolitische Sprecherin der Grünen Stadtratsfraktion:

Katharina Krefft: „Meine Fraktion unterstützt den Aktionstag der Schüler und Schülerinnen in Sachsen gegen den massiven LehrerInnenmangel, Stundenausfälle und die viel zu langsame Reaktion des sächsischen Kultusministeriums auf diese Situation. Hierdurch wird Bildung dumm gespart. SchülerInnen und LehrerInnen sind die Leidtragenden dieser kalten Sparwut aus dem sächsischen Kabinett!“

Aus städtischer Sicht sind die unzureichenden Wiederbestellungen von Lehrkräften und die mangelnde Erhöhung der Lehramtausbildung an den sächsischen Hochschulen fatal – hat sich doch die Stadt aufgemacht, mehr für Bildung zu tun. Beginnend bei der Koordination von Ganztagesangeboten für mehr Qualität in den Angeboten, über Umweltwettbewerbe und Schule der Toleranz engagiert sich die Stadt seit einigen Jahren außerdem mit „Lernen vor Ort“ ganz elementar für die Bildung in Leipzig. Der Bildungsreport verdeutlicht anschaulich, wo die Stärken und Schwächen liegen – um Bildungsgerechtigkeit zu schaffen brauchen wir aber die Lehrer und Lehrerinnen. Weiterhin ist Sachsen das Land mit den höchsten Rate am Aussortieren von Kindern die nicht mitkommen, und es ist mit das Land mit den höchsten Abgängen ohne Abschluss. In Leipzig werden 77,3 % (2009/10, Quelle: Bildungsreport Leipzig) der Förderschüler mit sozialpädagogischem Förderbedarf in Förderschulen beschult, ihre Integration in Regelschulen liegt bei etwa 20 %. Um nach der Charta für die Rechte der Menschen mit Behinderung die Inklusion in den Schulen zu erreichen, wie es die Fraktionen des sächsischen Landtages sich zum Ziel gemacht haben, brauchen wir LehrerInnen, die ausreichend zeitliche Ressourcen haben und sich nicht bei Schulhopping und Vertretungsnotfällen ausbrennen.
Für die inklusive Schule und für mehr Lernfreude und damit für die Schaffung von Bildungsgerechtigkeit ist die ausreichende Anzahl der LehrerInnen wesentliche und entscheidende Grundbedingung, fasst Katharina Krefft zusammen.

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