Posts Tagged schule

Schulhausausbau weiter denken und mehr Beteiligung ermöglichen

Grüne begrüßen Investitionen für den Schulausbau
Grünen Stadträtin Krefft: „Die Beteiligung der Schulen und Stadtbezirksbeiräte darf nicht vergessen werden!“

Die Stadt Leipzig will mit Investitionen von 165 Mio. Euro den Schulausbau bis 2016 vorantreiben. „Wir begrüßen ausdrücklich das Vorhaben der Stadt. Der Investitionsstau der letzten Jahre hat großen Schaden bei den Schulen angerichtet. Es ist daher höchste Zeit, das Geld da einzusetzen wo es gebraucht wird.“ so Katharina Krefft, Stadträtin Bündnis 90/ Die Grünen. „Die Liste der Schulbauvorhaben ist lang – ein ehrgeiziger Plan. Es wird deutlich, wie stark die Instandhaltung und Bauordnung vernachlässigt wurde. Bei den neuen Projekten hingegen kommt es darauf an, die Gelder intelligent und nachhaltig auszugeben und nicht in der Kürze Planungsfehler zu machen, die später noch teurer werden.“ so Krefft weiter.

Bündnis 90/ Die Grünen fordern daher die Beteiligung der Schulen und der Stadtbezirksbeiräte. „Für die Stadtbezirksbeiräte gibt es morgen, Dienstag, 18.September, immerhin eine Informationsveranstaltung. Wir haben die Verwaltung aufgefordert, auch die Schulen einzuladen. Wie wir erfahren, wissen die noch gar nicht vom ihrem Glück – und auch nicht von Festlegungen für die Neueinrichtung von Schulen, die noch nicht abschließend diskutiert sind,“ verweist Katharina Krefft auf die Sanierung der Schule im Opferweg, wo Grundschüler der Paul-Robeson und der Schule Stahmeln zukünftig unterrichtet werden sollen.

Das Vorgehen zeigt, wie nötig eine Schulbaurichtlinie ist. Der aktuelle Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sieht eine solche zur Festlegung von Leitlinien zur Gestaltung und Umsetzung von lernfördernden und ökologischen Schulbauten vor. „Wir konnten es in der Vergangenheit mit dem Konjunkturpaket 2 erleben, dass der Stadt auf einmal Gelder zur Verfügung standen, die sie kurzfristig ausgegeben hat. Wir wollen aber den Schulausbau planvoller gestalten. Dazu gehört neben der Einbeziehung aller NutzerInnen des Schulgebäudes auch die Beteiligung der BürgerInnnen bei der Planung.

Krefft weiter: „Besonders bei den Schulen, die bereits bestehen und für welche Neubauten bzw. neue Standorte geplant werden, wie Sport-Mittelschule und Käthe-Kollwitz-Sprachheilschule, halten wir die Beteiligung für unabdinglich.“ Den Grünen ist es darüber hinaus wichtig, dass lernfördernde Atmosphären geschaffen werden und nachhaltige Aspekte beim Bau berücksichtigt werden. „Wem nützt eine neue Schule, wenn die Nebenkosten so hoch sind, dass keine anderen Investitionen mehr möglich sind?“

„Schulen sind Orte des Lernens. Um diese Lernatmosphäre auch baulich zu ermöglichen fordern wir daher ein klares Bekenntnis der Stadt, folgende Ideen in einer Richtlinie festzuhalten: Barrierefreiheit und inklusive Aspekte beim Bau zu berücksichtigen, eine gesunde Lernumgebung, höhere Flexibilität in der räumlichen Gestaltung, neben klassischen Klassenräumen auch Raum für Selbstlernphasen sowie andere Unterrichtsformen. Darüber hinaus sind auch ökologische Aspekte bei der Auswahl der Baustoffe und der energetischen Versorgung zu beachten.“ so Krefft abschließend.

Kommentar verfassen

„Bildungsnotstand“ – Grüne verabschieden Forderungskatalog

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig hat auf der vergangenen Mitgliederversammlung ein umfassenden Forderungskatalog zum aktuellen Bildungsnotstand in Sachsen[1] beschlossen.

In dem Katalog, der von der bildungspolitischen Koordinatorin des Kreisverbandes Christin Melcher erarbeitet wurde, konstatieren die Grünen, dass die Situation im Sächsischen Bildungssystem eine Gefährdung für den Bildungs- und Lebensweg der SchülerInnen auch und gerade in Leipzig darstellt.

„Die Umsetzung der Schulnetzplanung droht angesichts steigender Schülerzahlen nur noch eine Mängelverwaltung darzustellen, die den zunehmenden Lehrermangel vertuscht.“, so Melcher.
Ebenso sei zu kritisieren, dass das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht-behinderten Schülern weder durch die Staatsregierung umgesetzt noch von der Stadt unterstützt werden.
Im Ergebnis sei daher zu befürchten, dass jeglicher pädagogischer Anspruch dem Diktat des Finanzministers und der Unfähigkeit der sächsischen Staatsregierung, angemessen auf die Situation zu reagieren, zum Opfer fällt.

Jürgen Kasek, Vorstandssprecher des Kreisverbandes kündigte an, dass Thema Bildungsnotstand auch zu einem zentralen Thema in den kommenden Wahlkämpfen machen zu wollen. „Wir müssen vor allen Dingen die Brisanz der Situation deutlich machen. Die Lehrereinstellung dauert einfach zu lange in Sachsen. In einigen Grundschulen Leipzigs findet kein geordneter Unterricht mehr statt, weil nicht ausreichend Lehrerinnen und Lehrer vorhanden sind. Gymnasiallehrern werden Stellen in Grundschulen angeboten und Bewerbungsfristen nicht eingehalten. Eine junge Gymnasiallehrerin aus Niedersachen hat sich etwa in Sachsen beworben und bekommt weder eine Antwort noch eine Stelle. Hier müssen wir ansetzen und endlich handeln.“
Der Kreisverband Leipzig fordert deshalb

  1. dass im kommenden Haushalt 2013/14 sowie in der mittelfristigen Finanzplanung die notwendigen Mittel bereitgestellt werden, um dem derzeit vorhandenen Stellenumfang zu sichern und ein Schulbauinvestitionsprogramm im Umfang von mindestens 500 Mio. € Fördermittel in den kommenden zehn Jahren aufgelegt wird
  2. zur kurz- und mittelfristigen Gewinnung von Lehrernachwuchs in Mangelfächern gezielt Lehramtsabsolventen aus Bundesländern mit Absolventenüberhang geworben und ein Seiteneinsteigerprogramm aufgelegt wird,
  3. zur Steigerung der Attraktivität der Lehrerstellen in Sachsen die Vergütung für Berufseinsteiger in allen Schularten einheitlich auf gymnasialem Niveau (Entgeltgruppe E 13) erfolgt,
  4. dass eine verantwortliche Umsetzung der Schulnetzplanung für die Stadt Leipzig erfolgt, die Wohnortnähe, angemessene Klassengrößen sowie Ganztagsschulen erlaubt,
  5. dass die Stadt Leipzig ein Schulbauinvestitionsprogramm im Umfang von 500 Millionen Euro in den kommenden zehn Jahren auflegt, dass unter maximaler Nutzung der vorhandenen Landesmittel sowohl dem Anstieg der Schülerzahlen als auch dem Abbau des Investitionsstaus gerecht wird,
  6. dass aus klimapolitischen, finanzpolitischen und umweltbildungspolitischen Gründen dabei für Neu- und Altbauten energetische Standards verbindlich gelten, die über die Energieeinsparverordnung deutlich hinausgehen
  7. dass die Stadtverwaltung einen Aktionsplan schulische Inklusion erarbeitet, der sowohl im Rahmen von Schulnetz- und Schulbauplanung die notwendige Schaffung der Barrierefreiheit berücksichtigt, die Bereitstellung der notwendigen Fachkräfte in kommunaler Verantwortung absichert, und die Vernetzung der zuständigen Akteure für die Integration von SchülerInnen mit sonderpädagogischen Förderbedarf vorantreibt,
  8. dass die Stadtverwaltung eine Planung vorlegt, um bis 2020 ein bedarfsgerechtes Angebot an SchulpsychologInnen und SchulsozialarbeiterInnen zu gewährleisten, dass den steigenden Schülerzahlen und den zunehmenden sozialen und psychologischen Problemlagen in einzelnen Stadtteilen und Schulen gerecht wird.

[1] >> (PDF) Forderungskatalog zum aktuellen Bildungsnotstand in Sachsen

Kommentar verfassen

Grüne im Stadtrat fordern: Schulbibliotheken erhalten!

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen unterstützt die Petition des Stadtschülerrates zur Erhaltung der Schulbibliotheken in ihrer bisherigen Form. Die Stadt soll den Erhalt von Stellen in den Schulbibliotheken unterstützen. Der Kommunale Eigenbetrieb Engelsdorf soll damit beauftragt werden, die Schulbibliotheken mit gefördertem Personal auszustatten. „Dadurch soll der weitere Betrieb auf mindestens demselben Niveau wie bisher gesichert werden.“, erklärt Grünen-Stadtrat Michael Schmidt.

Dazu soll die Stadt insbesondere die Verantwortung dafür übernehmen, die umfänglichen Anträge zur Arbeitsstellenförderung zu stellen, über welche die Stellen in den Schulbibliotheken finanziert werden. „Die Stadt sollte ihre Möglichkeiten nach Kräften nutzen, den Schulbibliotheken auch zukünftig personelle Sicherheit zu geben und somit ihren weiteren Betrieb zu gewährleisten. In diesem Fall dürfen die unterschiedlich ausgestatteten Schulfördervereine bei der Antragstellung zur Arbeitsstellenförderung nicht zunehmend in die Verantwortung genommen werden.“ erklärt Schmidt, der auch Mitglied im Jugendhilfeausschuss ist.

Wir fordern daher mittels Änderungsantrag, dass die Stadt die Bedeutung der Schulbibliotheken als Kultur- und Lernorte und daher auch die Petition als abhilfefähig anerkennt!

„Die Bedeutung der Bibliotheken als Kultur- und Lernorte im Lebensumfeld der Schüler und Schülerinnen ist immens.“, so Schmidt weiter. Aber: „Zwölf Schulbibliotheken in Leipzig sind bereits heute aufgrund fehlenden Personals geschlossen.“

Um die Situation auch langfristig zu verbessern, soll die Stadt sich außerdem dafür einsetzen, dass das Land die Schulbibliotheksstellen ausreichend und dauerhaft finanziert.

Antrag [PDF]

Petition 079/10 (eRIS]

Kommentar verfassen

« Newer Posts