Posts Tagged schule

Einladung CSD-Woche: „Sexualpädagogik der Vielfalt“ darf keine Schule machen?

Das Referat Gleichstellung für Mann & Frau der Stadt Leipzig und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig laden am 14.07.2015, um 19.00 Uhr herzlich zur Podiumsdiskussion:
„Sexualpädagogik der Vielfalt“ darf keine Schule machen?
im Neuen Rathaus Leipzig, Martin-Luther-Ring 4-6, Turmzimmer 270, ein. Diese Veranstaltung ist Teil des Programms der im Moment stattfindenden Leipziger CSD-Woche 2015. Selbstverständlich sind Sie gern eingeladen über unsere Veranstaltung zu diesem strittigen Thema zu berichten.

Auf dem Podium diskutieren:

  • Eva Jähnigen, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Sachsen,
  • Herr Marcus Felix, Mitglied der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft Thüringen und
  • Herr Dr. Klemens Ketelhut von der Philosophischen Fakultät III, Erziehungswissenschaften der Universität Halle-Wittenberg.

Moderation: Martin Biederstedt (KV Leipzig von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Mitglied im Gleichstellungsbeirat der Stadt Leipzig)

+++ Hintergrund: +++
Soll in Schulen stärker für mehr Toleranz in Liebes- und Lebensfragen geworben werden? Entsprechende Pläne der grün-roten Landesregierung Baden-Württembergs haben bundesweit eine kontroverse Debatte entfacht.

Der Begriff Sexuelle Vielfalt steht für die Vielfalt von Lebensformen, sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Geschlechtsinszenierungen. Er bezieht sich also nicht auf Sexualitäten oder Sexualpraktiken, sondern auf Identitäten und Lebensformen.

Aktuell gibt es Empfehlungen für die Bildungspläne der Bundesländer, sexuelle Vielfalt fächerübergreifend an Schulen zu behandeln. Auch die Sächsische Staatsregierung überarbeitet momentan den Orientierungsrahmen für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen. Der Begriff „Sexuelle Vielfalt“ kommt aber weder im „alten Orientierungsrahmen“ noch in den Lehrplänen vor. Hat sich dessen Tatbestand hier in Sachsen überhaupt schon herumgesprochen?

Welche fachlichen Standards werden somit der neuen Handlungsanweisung für PädagogInnen hierzulande zu Grunde gelegt und wie werden praxiserprobte Projekte der Aufklärungs- und Bildungsarbeit in die Erarbeitung einbezogen?

Eine Diskussion mit VertreterInnen aus Praxis, Forschung und Lehre sowie des Sächsischen Landtags.

Kommentar verfassen

Für eine Neuausrichtung der strategischen Liegenschaftspolitik – städtebauliche Gestaltung statt Ausverkauf!

Die Vergabe und Entwicklung von kommunalen Flächen ist eines der zentralen Instrumente der Steuerung und Gestaltung von Stadtentwicklung. Liegenschaftspolitik ist die Grundlage nicht nur von Wohnungsbau-, sondern auch von Kita- und Schulentwicklungspolitik. Auch aus kultur-, sport- und wirtschaftspolitischer Sicht braucht Leipzig Freiräume, um sich durch experimentelle Nutzungen neuzuerfinden. Die Liegenschaftspolitik der Stadtverwaltung behindert in den letzten Jahren in zunehmenden Maße eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik.

Hierzu Tim Elschner, Stadtrat und stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN:

„Die Politik des Ausverkaufs kommt uns heute teuer zu stehen. Angesichts des Bevölkerungswachstums und den dadurch bedingten Wandlungsprozessen braucht unsere Stadt wieder Flächen und Gebäude insbesondere zur Sicherung der sozialen Daseinsvorsorge, auch um gesetzliche Pflichtaufgaben erfüllen zu können. Gerade deshalb brauchen wir endlich eine strategische und vorausschauende Flächenvorhaltung und -bevorratung. Gleichzeitig fordern wir eine Abkehr von der bisherigen Liegenschaftspolitik, die immer noch auf Grundlage einer „schrumpfenden Stadt“, sich vor allem auf den Verkauf kommunaler Flächen und Gebäude konzentriert, um so einen Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushalts zu erbringen.“

Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat vor diesem Hintergrund einen entsprechenden Haushaltsantrag eingereicht. Dieser sieht vor, dass einerseits keine Liegenschaften der Stadt Leipzig, ihrer Eigenbetriebe und Beteiligungsunternehmen mehr verkauft werden sollen, die insbesondere jetzt oder perspektivisch für die soziale Daseinsvorsorge und andere fachpolitische Zwecke geeignet sein könnten und andererseits sich die Liegenschaftspolitik verstärkt der Flächenbevorratung aus denselben Gründen zuwenden soll. Hierfür soll zusätzlich 1 Mio. Euro in den Doppelhaushalt 2015/2016 eingestellt werden.

Bei einem Verkauf von Liegenschaften sollen ferner folgende Kernziele Berücksichtigung finden: die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen, die Förderung gemeinschaftlichen, familiengerechten und generationsübergreifenden Wohnens, der Wohnungsbau und die Förderung Klima verbessernder Maßnahmen. Bei einem beabsichtigten Verkauf soll außerdem ein entsprechender Nachweis der Überprüfung dieser Vorgaben erbracht werden.

Elschner: „Die Stadtverwaltung soll dazu die Instrumente der Liegenschaftspolitik so anpassen, dass diese Vorgaben und Ziele besser und in einem transparenten Verfahren umgesetzt werden können. Denn in der Vergangenheit blieb dem Stadtrat häufig nichts anderes übrig, als Versäumnisse der Verwaltung nur noch zu kommentieren.“

Kommentar verfassen

Fremdsprachenlotterie und Schulplatzverlosung – Aktion zur Schulpolitik am 14.08

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN machen am Donnerstag, dem 14.08., ab 14 Uhr, mit einer Aktion in der Leipziger Innenstadt auf Lehrermangel, Schulplatz- und Fremdsprachenverlosung in Leipzig aufmerksam. Zugleich stellen die grünen Direktkandidaten das Programm gegen Lehrermangel vor.

„In drei Wochen beginnt die Schule und damit für viele Leipziger Schülerinnen und Schüler das schlimme Erwachen. Das Schulchaos ist nicht beseitigt. Es drohen übervolle Klassen, fehlende Lehrer, verloste Fremdsprachen und lange Schulwege. Freie Schulwahl war einmal. Schullaufbahnen, die mit Enttäuschung, Klagen und kurzfristigen Schulwechseln beginnen, sind frustrierend für Eltern, Kinder und Schuldirektoren. Wir brauchen endlich ein Personalentwicklungskonzept für Sachsens größte Angestelltengruppe. Das wurde in den vergangenen Jahren sowohl von der CDU/SPD-Koalition als auch CDU/FDP-Staatsregierung verschlafen.“, so die GRÜNE Landessprecherin Claudia Maicher.

Laut Zahlen der Regionalstelle Leipzig der Sächsische Bildungsagentur mussten im kommenden Schuljahr 2014/15 1644 Gymnasiasten auf 61 Klassen verteilt werden. Resultat sind bis zum Rand gefüllte Klassen. Im Durchschnitt besuchen 27 Kinder eine Klasse. Laut sächsischem Schulgesetz liegt das Maximum bei 28 Schülern. Zusätzlich sind im kommenden Schuljahr 2014/15 viele Schülerinnen und Schüler von der Schulplatzverlosung in Leipzig betroffen. Nachdem die Elterninformationen eine Woche verspätet versendet wurden, haben mehr als 200 Fünftklässler keinen Platz an ihrer Wunsch-Schule bekommen.

„Wir erleben in Leipzig unmittelbar die Betroffenheit der Schülerinnen und Schüler von einer verfehlten Bildungspolitik im Land. Den Kommunen muss eine wohnungsnahe Schule auch für weiterführende Schulen ermöglicht werden. Für uns sind die Gemeinschaftsschule und längeres gemeinsames Lernen Wege zu mehr Bildungsgerechtigkeit, besseren Schulabschlüssen und mehr Freiheit für die Schulen. Die Mittel für den Schulbau und gerade die Rahmen für zeitgemäßes Lernen sind unsere Antworten auf Talenteförderung, Inklusion und Freude am Lernen. Fakt ist: wir brauchen nicht nur mehr Kitas, sondern natürlich auch die Schulen, in die unsere Kindergartenkinder sehr bald kommen.“, ergänzt Katharina Krefft, Fraktionsvorsitzende im Leipziger Stadtrat.

Mit einem großen grünen Lehrerstuhl und überdimensionierten Losen wird die falsche Schulpolitik der bisherigen Staatsregierung symbolisiert. Die überdimensionierten Lose symbolisieren „Fremdsprachenverlosung“, „Gymnasialplatzverlosung“, Los für „volle Schulklassen“ etc.. Dagegen werden GRÜNE Lösungen an die Passanten verteilt.

Aktion zum Lehrermangel in Sachsen mit Claudia Maicher und Katharina Krefft sowie Leipziger Direktkandidaten zur Landtagswahl von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ort: Petersstraße (Thomaswiese), Leipzig
Zeit: 14 Uhr

Die Aktion ist für Bildaufnahmen gut geeignet. Wir laden Sie herzlich zur Vorstellung des GRÜNEN Bildungsprogramms gegen Lehrermangel ein und würden uns über Ihre Berichterstattung freuen.

Kommentar verfassen

Spardiktat beenden! – Verantwortungsvolle Bildungspolitik statt Rotstift.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN rufen zur Bildungsdemonstration am 25.06., 13 Uhr auf dem Augustusplatz auf und unterstützen das Netzwerk „Kürzer gehts nicht“

Die Hochschulen stehen erst am Anfang einer Kürzungswelle, schon jetzt sind die Kürzungen spürbar. Jürgen Kasek, Vorstandssprecher und Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen im Leipziger Süden dazu: „Wo nichts ist, kann auch nichts mehr weggenommen werden. Jede Kürzung bedeutet einen massiven Einschnitt in die Qualität von Lehre und Forschung und macht sie zunichte.“

Zu Recht demonstrieren daher Studierende und Lehrende gegen das Spardiktat der CDU geführten Landesregierung, zu Recht reihen sich Gewerkschaften und Elternverbände ein, denn der Rotstift regiert in Sachsen in allen Bildungsbereichen. Daher rufen BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN am 25.06. zur Großdemonstration „Kürzer geht´s nicht“ auf.

Es war im Jahre 2008, als die CDU Kanzlerin Merkel in Dresden die Bildungsrepublik Deutschland ausrief. „Eine Farce, die CDU spart uns dumm. Die Bildungsausgaben liegen im Verhältnis zur Wirtschaftskraft weit unter dem OECD- Durchschnitt. Bildung muss mehr weit sein.“ so Jürgen Kasek weiter.

„Die Aussagen der CDU sind nichts als Lippenbekenntnisse. Man kann nicht exzellente Lehre und Forschung wollen und gleichzeitig den Rotstift ansetzen. Intelligente Bildungspolitik sieht anders aus.“ so Kasek. Ob in der Krippe oder im Kindergarten mit dem schlechtesten Betreuungsschlüssel deutschlandweit, den meisten Schulabbrechern, ein massiver Lehrermangel, Unterrichtsausfall oder einer chronisch unterfinanzierten Hochschullandschaft, Sachsen braucht endlich eine verantwortungsvolle Bildungspolitik.

„Viele Bildungsinstitutionen kriechen auf dem Zahnfleisch, doch statt jetzt das Problem anzupacken, wird weiter gekürzt, wo nichts mehr ist – das ist Sachsen unter der Führung der CDU. Deshalb müssen alle Bürgerinnen und Bürger am 31.08. verantwortungsvolle Bildungspolitik wählen und der CDU eine klare Absage erteilen. Sachsen kann mehr tun, als sparen.“ so Jürgen Kasek abschließend.

Kommentar verfassen

Tempo 30 vor allen Schulen, Kitas und Horten – stadtweite Aktion am 10.03.2014

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden am Montag, den 10. März,  zwischen 07:00 und 08:00 Uhr in allen Stadtbezirken Leipzigs auf das Anliegen, Tempo 30 vor allen Schulen, Kitas und Horteinrichtungen einzurichten, aufmerksam machen.

Dazu werden alle Spitzenkandidaten der anstehenden Kommunalwahl an ausgewählten Standorten vor Schulen und Kitas über das Anliegen informieren und mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.

Hierzu Petra Cagalj Sejdi, Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen: „Die Sicherheit von Kindern und jungen Erwachsenen ist allen ein hohes Gut. Doch gerade vor Kindertagesstätten und Schulen ist die Unfallgefahr für unsere Jüngsten besonders hoch. Unvorsichtiges Verhalten von Kindern sowie Schülerinnen und Schülern ist alltäglich zu beobachten. Gerade zu den Bringe- und Abholzeiten ist das Verkehrsaufkommen besonders hoch. Neben der Wegesicherheit ist es aber ebenso wichtig, die Lernorte Kita und Schule als Orte der Ruhe zu begreifen und vor übermäßigem Lärm zu schützen! In diesem Sinne unterstützen wir den aktuellen Stadtratsantrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und SPD und fordern dessen schleunige Umsetzung durch die Verwaltung!“

+++++

Nachfolgend eine Liste der Standorte, vor denen die Aktion durchgeführt werden wird.

Wahlkreis 0 (Team Katharina Krefft): 0172/9364081
Lessing-Grundschule – Jahnallee, Frau Schöbel: 30868890, Beginn 7:30 Uhr – Tel. 91046021, Frau Thiele – Schule ist informiert
(Katharina Krefft, Tim Elschner)

Wahlkreis 1 (Team Christin Melcher): 0176/21938857
August Bebel Grundschule, Beginn 7:45 Uhr – Tel. 68706332, Nancy Kallenbach – Schule ist informiert
(Christin Melcher etc.)

Wahlkreis 2 (Team Stephan Stach): 0160/5336187
Hans-Christian-Andersen GS in Sellerhausen, Louis-Fürnbergstr. 2 (Ecke Leonard-Frank-Str.), Beginn 7:45 Uhr, Frau Adolph – Tel. 2323229 – Schule ist informiert
(Stephan Stach etc.)

Wahlkreis 3 (Team Nicole Lakowa): 0177/2722099
Nikolaigymnasium Schönbachstraße, Beginn: 07:45 Uhr – Herr Wulfert, Tel. 8603890 – Schule ist informiert
(Nicole Lakowa etc.)

Wahlkreis 4 (Team Norman Volger & Gesine Märtens): 0179/2934553
3. Grundschule, Beginn 7:30 Uhr, bitte Eltern auf Parkregelungen nahe Fußgängerüberweg informieren – Schule ist informiert
(Gesine Märtens etc.)

Wahlkreis 5 (Team Michael Schmidt & Petra Cagalj Sejdi): 0179/7858793
Erich-Zeigner-Grundschule – Beginn 7:30 Uhr, Tel. 87059390 Frau Schulz – Schule ist informiert / und
Kitas Hummelnest und … – Kita ist informiert
(Michael Schmidt, Petra Cagalj Sejdi, Benedikt Hoffmann, Christian Berg, Kai Schwarzbach)

Wahlkreis 6 (Team Jürgen Kasek) 0176/61705466:
Grundschule Miltitz – Tel. 22561770 Herr Weinhold – Beginn 07:30 – 8:00 Uhr – Schule ist informiert
(Jürgen und Leo Kasek)

Wahlkreis 7 (Team Daniel von der Heide): 0171/7585295
Nachbarschaftsschule, Frau Awischus, Tel. 4873650, Beginn: 07:30 Uhr – Schule ist informiert!
(Mareike Liebald, Kerstin Dittrich, Claudia Maicher, Volker, Gerd und Daniel v.d. Heide)

Wahlkreis 8 (Team Annette Körner): 0177/6590914
Erich-Kästner-Schule, Beginn 8:00 Uhr, Frau Wirth, Tel. 586145011)
Freie Mittelschule, Beginn 7:45 Uhr – Schule ist informiert!
(Annette Körner, Matthias Reichmuth, Sascha Rammler, evtl. noch Christine Nitschke)

Wahlkreis 9 (Team Alrun Tauché): 0163/5604588
Outlaw Kita Coppistraße, Kita öffnet 7:00 Uhr, Tel. 9120101, Herr Kemp – Kita ist informiert
(Alrun Tauché etc.)

Kommentar verfassen

Leipziger GRÜNEN Fraktion beantragt Haushaltsmittel für Fahrradabstellanlagen vor Kitas und Schulen

Fehlende Abstellmöglichkeiten vor Schulen, keine Berücksichtigung bei der Schulwegsicherheit, Ansagen der Schulleitungen, nicht mit dem Rad kommen zu dürfen – der Weg mit dem Rad zur Schule wird in Leipzig verunmöglicht. Auch bei den Kindertagesstätten sieht es misslich aus, nicht überall können Fahrradanhänger sicher geparkt, nicht überall Kinderräder abgestellt werden.

Stadträtin und Fraktionsvorsitzende Katharina Krefft dazu: „Radfahren ist für viele Leipziger Familien ein Thema – darum stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen diesen Haushaltsantrag. Wir wollen den Eltern, die mit dem Rad ihre Wege in der Stadt bestreiten, bessere Bedingungen bieten und wir wollen, dass die Kinder auch mit dem Rad in die Grundschule fahren können. Dazu braucht es viele Verbesserungen, unter anderen überhaupt die Möglichkeit, das Gefährt sicher abzustellen.“

Beschlussvorschlag

Für die Nachrüstung von Abstellanlagen für Fahrräder auf dem Gelände von Schulen sowie Kindertagesstätten in kommunaler Trägerschaft wird das entsprechende Produkt um 50.000 Euro erhöht.

Begründung:

Verkehrssicheres Verhalten und das Bewusstsein für umweltverträgliche Mobilität wird bestenfalls schon im Kindesalter geübt. Der tägliche Weg zur Kita und zur Schule wird in Leipzig von einer Vielzahl der Familien mit dem Fahrrad bewältigt. Diese persönlichen Entscheidungen, pro Weg mit dem Fahrrad, soll unbedingt verstärkte Unterstützung finden.

Auf Anfrage V/F 900 antwortet die Verwaltung im Juli 2013: “… laut Empfehlungen der Schulbaurichtlinie sei vorgesehen, den örtlichen Gegebenheiten entsprechend ausreichend gegen Regen geschützte Stellplätze für Fahrräder einzurichten. Die Verwaltungsvorschrift zur Sächsischen Bauordnung enthalte für allgemeinbildende Schulen einen Richtwert von einem Stellplatz für je drei Schüler. Ein für Grundschulen spezifischer Richtwert existiere nicht. Die genannte Zahl diene als Anhaltspunkt, von dem im Einzelfall mit besonderer Begründung abgewichen werden könne. Die Anzahl der Stellplätze werde vom Amt für Jugend, Familie und Bildung in Zusammenarbeit mit dem Amt für Gebäudemanagement unter Berücksichtigung der Gegebenheiten am jeweiligen Schulstandort in Abstimmung mit den Nutzern erarbeitet.“

Die Stadt Leipzig hat im Radverkehrsentwicklungsplan erklärt, den Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen durch flankierende Maßnahmen befördern zu wollen. Der Bedarf für die ca. 400.000 Fahrräder in Leipzig ist sehr hoch, diese sicher abschließen zu können. Als sichere Möglichkeit gegen Diebstahl und Vandalismus sollen auch vor öffentlichen Einrichtungen bzw. in der Nähe von öffentlichen Gebäuden und im sonstigen öffentlichen Raum Leipziger Bügel aufgestellt werden. Diese Regelung und der Bedarf betrifft ausnahmslos auch Kitas.

Kommentar verfassen

Pflichtaufgabe Lernmittel: 3 Fraktionen verständigen sich auf Erhöhung des Schulbudgets

Für Margitta Hollick, Ute Köhler-Siegel und Katharina Krefft, die alle drei im Fachausschuss Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule sitzen, ist klar: 29 Euro für Arbeitshefte und 1 Euro für Kopien pro Grundschüler/in sind eindeutig zu wenig, um den Unterricht in den Grundschulen sinnvoll gestalten zu können.

Die drei Stadträtinnen von Linke, SPD und Grünen verständigten sich auf eine Neufassung des von der Fraktion der Grünen eingebrachten Antrags 428, mit dem eine moderate Erhöhung der Lernmittelbudget erreicht werden sollte. Sie wollen so mehr Planungssicherheit für die Schulen erreicht werden, die mit einer angemessenen Anpassung der Budgets der Lernmittel für das kommende Schuljahr und einer bedarfsgerechten Ausstattung ab dem Haushaltsjahr 2014 einhergehen sollen.

Der Fachausschuss Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule fordert zudem von der Verwaltung eine Präzisierung, was unter dem Oberbegriff Lernmittel alles subsumiert wird. Gehören dazu Schulbücher, Arbeitshefte und Kopien oder nicht?

Mit der Grundsatzentscheidung des sächsischen Oberverwaltungsgerichtes in Bautzen wurde die Bereitstellung auch der Lernmittel Arbeitshefte und Kopien zur Pflichtaufgabe des Kommunen. Damit wurden die Kommunen vor ein deutliches finanzielles Problem gestellt, denn der Freistaat erstattet die Kosten hierfür nur anteilig. Die Stadt Leipzig sah sich deshalb gezwungen, eine Begrenzung der Mittel zu verfügen, womit jedoch den Schülerinnen und Schülern keineswegs geholfen ist.

Die Kernforderungen der Neufassung des Antrags im Überblick:

Noch 2013 sollen zusätzlich 15 Euro pro Grundschüler/in für Lernmittel – in diesem Fall für Arbeitshefte und Kopien zur Verfügung stehen, womit das Buget für Lernmittel an Grundschulen 45 Euro pro Grundschulkind betragen soll.
Ab dem Jahr 2014 sollen 65 Euro für Schüler/innen der Klassen 1-4, 75 Euro für Schüler/innen der Klassen 5-10 (Sekundarstufe) und 80 Euro für Schüler/innen der Klassen 11 und 12 (Oberstufe) pro Jahr zur Verfügung stehen.

Die Schulpolitikerinnen stimmen überein: Die Schulen brauchen dieses Geld, um den Unterricht zielführend gestalten zu können. Entgegen der Ergebnisse der Beratungen des diesjährigen Haushalts wurde es unterlassen, die notwendigen Gelder für die Lernmittel bereitzustellen. Der Antrag soll dies heilen und klare Regelungen für die kommenden Schuljahre schaffen.

Kommentar verfassen

Schulsozialarbeit ist unverzichtbar – Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verweist auf wegweisenden Beschluss des Stadtrats für flächendeckende Versorgung

Der Leipziger Stadtrat hat erklärt und beschlossen, dass es eine flächendeckende Implementierung von Schulsozialarbeit an Leipzigs Grundschulen geben soll. Diese Beschluss war eine Handlungsaufforderung an die Stadtverwaltung. Insofern ist es erfreulich, wenn sich der Bürgermeister für Jugend, Soziales und Schule gegenüber der Bundesregierung für eine dauerhafte und unbefristete Finanzierung einsetzt. Falls dies nicht erfolgreich ist, stehen wir dafür ein, dass übergangsweise Schulsozialarbeit aus unseren kommunalen Haushaltsmitteln abgesichert wird, weil sie tatsächlich unverzichtbar ist. Ein entsprechender Antrag „Schulsozialarbeit“ ist im Verfahren, die Stadtverwaltung hat sich noch nicht dazu positioniert.

Dazu Michael Schmidt, familienpolitischer Sprecher der Fraktion: „In unseren vielen Gesprächen die wir mit Schulsozialarbeitern, Lehrern und Kindern führen, bestätigt sich unsere Haltung immer wieder aufs Neue: Schulsozialarbeit spielt für alle Beteiligten im Schulbetrieb, zuerst natürlich für Schülerinnen und Schüler, aber eben auch für die Lehrerschaft und die Eltern eine unersetzbare entlastende Rolle. Zur Zeit beantworten wir über Hundert Karten von Kindern, die für ihre Schulsozialarbeiterin kämpfen. Unterschriftenlisten und viele Anschreiben an die Fraktionen, Landtags- und an Bundestagsabgeordnete machen die Bedeutung der anstehenden Entscheidung für oder gegen Schulsozialarbeit überdeutlich. Wir halten Schulsozialarbeit für unverzichtbar.“

Bei einer öffentlichen Anhörung am 25. Juni 2013 unserer Fraktion erklärten unsere Gäste aus Fachkreisen dazu:

  • 43 Sozialarbeiter und -arbeiterinnen haben sich ein Standing erarbeitet, das ihnen eine unabhängige und akzeptierte Arbeit ermöglicht. Ihr Ziel ist es Benachteiligung auszugleichen. Dazu werden u. a. niedrigschwellige Kontaktangebote, Einzelfallhilfe inklusive Krisenintervention und Vermittlung an spezialisierte Stellen, soziales Lernen und Verbesserung des Sozialverhaltens an der Schule und schulorientierte Gemeinwesenarbeit im Zusammenspiel mit den Partnern aus Schülerrat und Streitschlichtern genutzt. Auch Elternarbeit ist ein sehr wichtiges Element der sozialen Arbeit von Schulsozialarbeitern und -arbeiterinnen.
  • Schulsozialarbeit ist unverzichtbar. Dies belegen auch wissenschaftliche Studien. Schulsozialarbeit sei das meist beforschte Gebiet der Jugendhilfe. Dass Schulsozialarbeit wirkt, ist demnach unstrittig. Als relativ kostengünstiges Instrument ist es überaus effizient. Tatsächlich konnte in Karlsruhe dadurch ein signifikanter Rückgang von Hilfen zur Erziehung mit der Einführung der Schulsozialarbeit belegt werden.
  • Eine Lehrerein aus dem Publikum konnte das nur unterstreichen. Tatsächlich wage sie es nicht sich die Zukunft ohne Schulsozialarbeit vorzustellen. In der Stundenbemessung einer Beratungslehrerin seien 2 Stunden pro Woche vorgesehen – bei 500 Schülerinnen vollkommen illusionär, wirksam helfen zu können. Darüber hinaus habe Schulsozialarbeit einen ganz anderen Zugang zu einem Schüler als eine Lehrerin, die formal das Leistungsprinzip vertrete.

Comments (1)

Grüne fordern die mindestens benötigte Schülerpauschale für Lernmittel in Höhe von 40 € pro Schüler/Jahr!

Der Sächsische Städte- und Gemeindetag empfiehlt 50 €, der Stadtrat beschließt 40 € und die Stadt stellt nur 30 € pro Schüler und Jahr für Lernmittel (d. h. für Arbeitshefte und Kopien) in den Haushalt ein und das, obwohl der Fachausschuss Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule bereits bei den 40 € erhebliche Bedenken geäußert hat, dass die Summe zu gering angesetzt ist. K. Krefft, stellv. Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion fordert von der Verwaltung die dringende Korrektur dieser Ausgabenposition und Einstellung der beschlossenen realistischen Summe in den Stadthaushalt!

Am 17. April 2012 beschloss das Oberverwaltungsgericht Bautzen, dass die Kommunen als Schulträger in Auslegung des § 38 Sächs. SchulG „Schulgeld und Lernmittelfreiheit“ verpflichtet sind, den Schülerinnen und Schüler Arbeitshefte und Kopien kostenlos zur Verfügung zu stellen. Am 17. Oktober 2012 beschloss der Stadtrat daraufhin die überplanmäßigen Aufwendung gemäß § 79 (1) SächsGemO für das Haushaltsjahr 2012 in Höhe von 1.380.000 €, d. h. 40 € pro Schüler/Jahr. Für 2013 war zunächst die gleiche Summe vorgesehen.

Inzwischen ist bekannt, dass die Stadt ihrer kommunalen Pflichtaufgabe nur bedingt nachkommt, weil die zur Verfügung gestellten Mittel zu gering angesetzt und bei Weitem nicht ausreichend sind, um den Unterricht in der gewohnten und erforderlichen Qualität fortzusetzen.

Seit Jahren sparen wir an der Bildung unserer Kinder. Angefangen vom Sanierungsstau in Schulen bis hin zu fehlenden Lehrkräften und einem sich daraus ergebenden Unterrichtsausfall. Jetzt geht es bei den erforderlichen Lernmitteln weiter. Wir können nicht über Fachkräftemangel klagen, wenn wir schon zu Beginn der Schulausbildung unserer Kinder das Minimalprinzip anwenden. Wir wollen gut ausbildete Kinder, denn sie sind die Zukunft unserer Stadt. Um eine dramatische Reduzierung der Unterrichtsqualität zu vermeiden, müssen die Mittel für Arbeitshefte bedarfsgerecht bereitgestellt werden, so Krefft.

Die anderen Fraktionen folgen hoffentlich unserem Ansinnen, sodass der Antrag schnellstmöglich beschlossenen werden kann. Das nächste Schuljahr steht faktisch schon in den Startlöchern und die Schulen brauchen die Planungssicherheit!

Kommentar verfassen

„Angekommen?“ Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund

Einladung zur Podiumsveranstaltung

Die Fraktion im Sächsischen Landtag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lädt am Mittwoch, den 28. November, um 19 Uhr zur Podiumsdiskussion „Angekommen? Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund“ in den Offenen Freizeittreff Rabet (Eisenbahnstraße 54) ein. Auf dem Podium werden Cem Özdemir, Bundesvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN; Gabriele Weber, Referentin für Migrationsfragen im SMK; Siegfried Haller, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung Leipzig gemeinsam mit der Moderation Annekathrin Giegengack, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion, ins Gespräch kommen.

Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund gehören auch in Sachsen längst zur Realität des Bildungssystems. „Sie haben es an unseren Schulen oftmals schwerer als Schüler ohne Migrationshintergrund“, sagt Petra Cagalj Sejdi, Sprecherin des KV BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig. „Gerade in Bundesländern wie Sachsen, in denen der Gesamtanteil von Schülern mit Migrationshintergrund im Vergleich zum restlichen Bundesgebiet noch relativ gering ist, wurde in der Vergangenheit weniger Rücksicht auf die speziellen Belange solcher Kinder genommen.“ Während in den westdeutschen Bundesländern die Frage des Umgangs mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ein wichtiges bildungspolitisches Thema ist, spiele es in Sachsen bisher kaum eine Rolle, so die Leipziger Grünen-Sprecherin. Vor dem Hintergrund des wachsenden Anteils von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Schulbereich, aber auch der verstärkten Notwendigkeit, ausländische Fachkräfte und damit ihre Familien anzuziehen und zu integrieren, werde das Thema jedoch zukünftig an politischer Bedeutung gewinnen.

Der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der sächsischen Schülerschaft beträgt derzeit nur 5%. In Ballungszentren wie Dresden und Leipzig gibt es jedoch Schulstandorte, an denen mehr als ein Drittel der Schülerinnen und Schüler Wurzeln außerhalb Deutschlands haben. Ihre kulturelle und gesellschaftliche Einbindung, sowohl innerhalb der Schule als auch darüber hinaus, gelingt in unterschiedlichem Maße.

In Leipzig sind es vor allem die Schulen und Kindertagesstätten im Osten, die einen hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund haben. In einigen Leipziger Kitas gab es in der Vergangenheit bereits erfolgreiche Projekte, die die kulturelle und sprachliche Vielfalt dieser Kinder stärker einbinden und nutzen sollten. Doch kann hier noch weitaus mehr getan werden. „Vor allem in den Schulen ist es wichtig, dass noch mehr auf die Besonderheiten dieser Kinder geachtet wird“, so Cagalj Sejdi. Hierbei sei vor allem wichtig, so die Grünen-Sprecherin, dass unterschiedliche Faktoren beachtet werden, welche Zuwanderergeschichte die Schüler haben oder welche Sprachen und Kultur sie mitbringen. Neben der Geschichte der Kinder sei es aber in erster Linie wichtig, darauf zu schauen, inwiefern sich ein Migrationshintergrund auch in der Zusammensetzung der pädagogisch handelnden Personen abbilde, so Cagalj Sejdi. „Daneben müssen wir uns auch fragen, welches die richtigen Rahmenbedingungen für eine optimale und gelungene Förderung und Einbindung dieser Kinder sind. Hilfsmittel, wie der Einfluss auf die Zusammensetzung der Klassen, können ihre Vor- und Nachteile haben. Fest steht auf jeden Fall, dass das Ergebnis der Integration in die Schule Einfluss auf den Rest des Lebens eines jeden Schülers hat.“

Ausgehend von den Ergebnissen der Großen Landtagsanfrage „Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im sächsischen Bildungswesen“ veranstaltet die Grüne Landtagsfraktion am Mittwoch, den 28. November unter dem Titel „Angekommen? Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund“ ein moderiertes Gespräch.

Interessierte sind herzlich eingeladen.

Zeit: Mittwoch, 28. November 2012 19:00 – 21:00 Uhr

Ort: Leipzig, Offener Freizeittreff Rabet, Eisenbahnstraße 54

Kommentar verfassen

Older Posts »