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Nach Tweet von „Wir für Leipzig“: Grüne erstatten Anzeige.

Im Nachgang des Christopher Street Days am 16.Juli in Leipziger twitterte der Account “Wir für Leipzig“, hinter dem vermutlich Enrico Böhm steckt, ein mehrfach vorbestrafter Ex-NPD-Stadtrat und ehemaliger Anführer der neonazistischen Hooligan-Gruppierung „Blue Caps“, einen menschenverachtenden Tweet.

Christin Melcher, Vorstandssprecherin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig dazu: „Wir werden Anzeige wegen Beleidigung stellen. Solche menschenverachtenden Äußerungen sind nicht hinnehmbar und müssen strafrechtlich verfolgt werden.“

Böhm ist mehrfach vorbestraft, zuletzt wurde er im Dezember 2015 wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. „Dass ein solcher Straftäter auf freiem Fuss ist, der offensichtlich die Regeln des Rechtsstaates wiederholt missachtet, ist ein Skandal.“ so Christin Melcher

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen für eine offene und tolerante Gesellschaft. Christin Melcher abschließend: „Wie wichtig es ist, tagtäglich für Toleranz und Vielfalt und gegen die Ideologien der Ungleichwertigkeit einzutreten, zeigen nicht nur solche menschenverachtenden Äußerungen, sondern auch das gesamtgesellschaftliche Klima. Dass Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung immer noch diskriminiert werden, ist auch in Deutschland allgegenwärtig. Solche Tweets sind nur die Spitze des Eisberges, wir brauchen einen gesellschaftlichen Wandeln für mehr Toleranz. Dafür treten wir ein, nicht nur beim alljährlichen Chrisopher Street Day, sondern immer und überall.“

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Equal Pay Day: GRÜNE machen auf Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern aufmerksam

Der Leipziger Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beteiligt sich am Samstag, den 19.03.2016, an den bundesweiten Aktionen zum „Equal Pay Day“. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen im Jahr 2014 durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als Männer. Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, vom 1. Januar bis zum 19. März 2016, dem „Equal Pay Day“, umsonst.

Mit einer Aktion am grünen Lastenfahrrad in der Petersstraße (Höhe Buchhandlung „Hugendubel“) wird auf diese Einkommensungleichheit aufmerksam gemacht. Um 13.00 Uhr schneiden dazu die grünen Abgeordneten Monika Lazar (MdB), die Claudia Maicher (MdL) und Stadträtin Gesine Märtens symbolisch ein Stück Lohnunterschied aus einem Kuchen.

Claudia Maicher (MdL) lädt zudem am Samstag von 10.00 bis 12.00 Uhr zum Frauenfrühstück mit der langjährigen Vorsitzenden der GEW Sachsen, Sabine Gerold, in den GRÜNEN Raum am Kanal (Zschochersche Str. 59) ein, um mit Interessierten über die Situation von Frauen am sächsischen Arbeitsmarkt zu diskutieren.

Die gute Nachricht, das Datum des Equal Pay Day ist in den letzten fünf Jahren jährlich einen Tag nach vorne gerutscht. Fand der „Equal Pay Day“ im Jahr 2010 noch am 26. März statt, ist es in diesem Jahr schon der 19. März. Das bedeutet, dass jedes Jahr die Entgeltlücke ein Stück weit geschlossen wurde.

Die schlechte Nachricht – erklärt Stadträtin Gesine Märtens – sei, dass sich die Entgeltlücke in den letzten fünf Jahren jährich nur um einen Tag bewegt hat. „Wenn wir in diesem skandalösen Schneckentempo weiter machen, dann ist die Entgeltlücke erst im Jahr 2094 Geschichte. Daher ist das Entgeltgleichheitsgesetz mit klaren Regelungen, Überprüfungsmechanismen und Sanktionen längst überfällig. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit gilt für alle Geschlechter!“, so die Stadträtin der GRÜNEN.

Landtagsabgeordnete Claudia Maicher ergänzt: „Gerade Sorgearbeit wird mehrheitlich von Frauen erbracht und zu gering entlohnt. Dies ist ein Grund für die strukturelle Entgeltdiskriminierung, auch in Leipzig. Die bessere finanzielle Anerkennung von Betreuungs- und Pflegearbeit würde einen großen Schritt zu mehr Entgeltgerechtigkeit bedeuten. Infolge besserer finanzieller und gesellschaftlicher Anerkennung würde zudem die geschlechtergerechte Verteilung unbezahlter Sorgearbeit, etwa der Pflege von Familienangehörigen, befördert.“

Wir würden uns über die Ankündigung in Ihrem Medium freuen. Selbstverständlich sind Sie eingeladen über die Aktionen zu berichten.

***

Frauenfrühstück zum Equal Pay Day
10.00 – 12.00 Uhr
GRÜNER Raum am Kanal
Zschochersche Str. 59, 04229 Leipzig
mit Sabine Gerold, ehem. GEW Sachsen-Vorsitzende und Claudia Maicher, MdL

GRÜNER Infostand zum Equal Pay Day
13.00 – 15.00 Uhr
Petersstraße 12, 04109 Leipzig (bei der Buchhandlung „Hugendubel“)
mit Monika Lazar, MdB, Claudia Maicher, MdL und Gesine Märtens, Stadträtin
(Termin zur Bildbericherstattung geeignet)

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Einladung CSD-Woche: „Sexualpädagogik der Vielfalt“ darf keine Schule machen?

Das Referat Gleichstellung für Mann & Frau der Stadt Leipzig und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig laden am 14.07.2015, um 19.00 Uhr herzlich zur Podiumsdiskussion:
„Sexualpädagogik der Vielfalt“ darf keine Schule machen?
im Neuen Rathaus Leipzig, Martin-Luther-Ring 4-6, Turmzimmer 270, ein. Diese Veranstaltung ist Teil des Programms der im Moment stattfindenden Leipziger CSD-Woche 2015. Selbstverständlich sind Sie gern eingeladen über unsere Veranstaltung zu diesem strittigen Thema zu berichten.

Auf dem Podium diskutieren:

  • Eva Jähnigen, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Sachsen,
  • Herr Marcus Felix, Mitglied der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft Thüringen und
  • Herr Dr. Klemens Ketelhut von der Philosophischen Fakultät III, Erziehungswissenschaften der Universität Halle-Wittenberg.

Moderation: Martin Biederstedt (KV Leipzig von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Mitglied im Gleichstellungsbeirat der Stadt Leipzig)

+++ Hintergrund: +++
Soll in Schulen stärker für mehr Toleranz in Liebes- und Lebensfragen geworben werden? Entsprechende Pläne der grün-roten Landesregierung Baden-Württembergs haben bundesweit eine kontroverse Debatte entfacht.

Der Begriff Sexuelle Vielfalt steht für die Vielfalt von Lebensformen, sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Geschlechtsinszenierungen. Er bezieht sich also nicht auf Sexualitäten oder Sexualpraktiken, sondern auf Identitäten und Lebensformen.

Aktuell gibt es Empfehlungen für die Bildungspläne der Bundesländer, sexuelle Vielfalt fächerübergreifend an Schulen zu behandeln. Auch die Sächsische Staatsregierung überarbeitet momentan den Orientierungsrahmen für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen. Der Begriff „Sexuelle Vielfalt“ kommt aber weder im „alten Orientierungsrahmen“ noch in den Lehrplänen vor. Hat sich dessen Tatbestand hier in Sachsen überhaupt schon herumgesprochen?

Welche fachlichen Standards werden somit der neuen Handlungsanweisung für PädagogInnen hierzulande zu Grunde gelegt und wie werden praxiserprobte Projekte der Aufklärungs- und Bildungsarbeit in die Erarbeitung einbezogen?

Eine Diskussion mit VertreterInnen aus Praxis, Forschung und Lehre sowie des Sächsischen Landtags.

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Zur geplanten „Compact-Konferenz für Souveränität“ am 23.11.2013 in Schkeuditz erklären BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig:

Wir Grüne unterstützen die zivilgesellschaftlichen Kräfte, die gegen diese unwürdige Konferenz protestieren und rufen mit vielen anderen zusammen dazu auf, friedlich an diesem Tag zu zeigen, dass Leipzig tolerant ist und deutlich die Ablehnung der Veranstaltung zu artikulieren.

„Diese Veranstaltung ist der Gipfel des Zynismus“, so Petra Cagalj Sejdi, Sprecherin des Kreisverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, „die Liste der geladenen Gäste zeigt deutlich, dass es hier nicht um Souveränität sondern um Diskriminierung geht! Homophobe aus Russland, die für die Antipropaganda Gesetzgebung verantwortlich sind und Gleichstellungsgegner aus Frankreich, die den Widerstand gegen die Eheöffnung für alle Paare voran getragen haben, werden gemeinsam mit Thilo Sarrazin, Frauke Petry (AfD Sachsen) und dem Compact-Herausgeber Jürgen Elsässer Vorurteile schüren und Diskriminierung rechtfertigen. Wir Grünen kämpfen seit vielen Jahren gegen den erbitterten Widerstand der CDU/CSU für volle Gleichstellung nach dem Grundsatz „gleiche Rechte, gleiche Pflichten“,so die grüne Politikerin.

„Im Mittelpunkt grüner Lesben- und Schwulenpolitik stehen gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz, wie zum Beispiel ein Diskriminierungsverbot im Grundgesetz, das volle Adoptionsrecht oder auch die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Ohne volle Gleichberechtigung bleibt jedes Reden über Toleranz heiße Luft.“, so Cagalj Sejdi weiter.
„Die Teilnehmer der Compact-Konferenz sprechen allen Familienkonstellationen jenseits der klassischen Ehe die Fähigkeit ab, Kindern einen stabilen Rahmen zu bieten und sie zu selbstbewussten, starken Erwachsenen zu erziehen und unterscheidet Menschen nach ihrer Herkunft. Sie gehen sogar so weit, von der ‚biologischen Fortexistenz der europäischen Völker‘, wodurch sich Assoziationen mit der Zeit des Nationalsozialismus regelrecht provoziert werden.“, ergänzt Carolin Waegner, grünes Vorstandsmitglied und Sprecherin des Arbeitskreises ‚Demokratie und Zivilcourage‘.

Dass bei dieser Veranstaltung vor allem rechter Populismus und keine wirkliche Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Entwicklungen im Vordergrund stehen, zeigt sich unter anderem an der absurden Auffassung, Männer wären Opfer der Emanzipation. Viele Familien leben nicht mehr nach vorgegebenen Rollenbildern: Männern sehen sich heute genauso für Kindererziehung und –betreuung zuständig wie Frauen und Frauen können Karriere machen. Diese Entwicklung ist für alle Mitglieder einer Familie besonders für die Kinder, die gleichberechtigt von Vater und Mutter erzogen werden von Vorteil. Wer dies leugnet verschließt bewusst die Augen, um weiter einer rechten, lebensfremden Ideologie nachhängen zu können!

Neben der klaren Diskreditierung homosexueller Lebenspartnerschaften wird allen weiteren Lebensweisen, die nicht einem tradierten, konservativen Familienbild entsprechen, die Existenzberechtigung abgesprochen. Es ist wesentlich, sich endlich von den tradierten und konservativen Vorstellungen einer Idealfamilie zu lösen und die gesellschaftlichen Entwicklungen anzuerkennen.

Aus diesem Grund unterstützt der Kreisverband Leipzig die Aktionen des Aktionsbündnisses NoCompact und appelliert an alle Leipziger ein Zeichen zu setzen und das Bündnis am Samstag bei seinen Aktionen um 8.00 in Schkeuditz Nähe des Globana Trade Centers oder um 13.00 auf dem Augustusplatz zu unterstützen.

„Aber auch die Leipziger SPD ist aufgerufen, sich klar von Sarrazin zu distanzieren und klarzustellen, dass in Leipzig für jedwede Diskriminierung kein Raum ist,“ so Petra Cagalj Sejdi „Wir erwarten auch vom Oberbürgermeister dazu ein Statement, damit der Ruf Leipzigs keinen Schaden nimmt.“

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Compact-Konferenz für Souveränität – „Gipfel des Zynismus“

Anlässlich der „Compact-Konferenz für Souveränität“ am 23.11.2013 in Leipzig erklären Monika Lazar, Direktkandidatin für Leipzig-Süd und sächsische Spitzenkandidatin und Stefanie Gruner, Direktkandidatin für Leipzig-Nord:

Es wird ein Gipfel des Zynismus sein, wenn deutsche PolitikerInnen und Prominente zusammen mit Initiatorinnen des absurden Anti-Homosexuellen-Propaganda-Gesetzes u.a. über Familienpolitik sprechen werden. Wir Grüne unterstützen die zivilgesellschaftlichen Kräfte, die gegen diese unwürdige Konferenz protestieren und rufen mit vielen anderen zusammen dazu auf, friedlich an diesem Tag zu zeigen, dass Leipzig toleranter ist und deutlich die Ablehnung der Veranstaltung zu artikulieren.

Die Liste der geladenen Gäste zeigt deutlich: hier geht es nicht um Souveränität sondern um Diskriminierung! Gemeinsam mit Homophoben aus Russland, die für die Antipropaganda Gesetzgebung verantwortlich sind und Gleichstellungsgegner aus Frankreich, die den Widerstand gegen die Eheöffnung für alle Paare voran getragen haben, werden Eva Hermann, Thilo Sarrazin und Norbert Geis Vorurteile schüren und Diskriminierung rechtfertigen. Wir haben genug von ihren populistischen und homophoben Vorträgen! Wir Grünen kämpfen seit vielen Jahren gegen den erbitterten Widerstand der CDU/CSU für volle Gleichstellung nach dem Grundsatz „gleiche Rechte, gleiche Pflichten“.

Norbert Geis repräsentiert im Bundestag wie kein anderer die diskriminierende Politik der CDU/ CSU. Doch auch in Sachsen hat die CDU den Kontakt zu den BürgerInnen verloren und erkennt nicht, wie vielfältig die Familienkonstellationen im Freistaat sind.

Die CDU-Direktkandidatin in Leipzig-Nord Bettina Kudla sprach unlängst allen anderen Familienformen jenseits der klassischen Ehe die Fähigkeit ab, einen stabilen Rahmen für Kinder zu bilden. Das Glück und Wohl von Kinder hängt von vielen Faktoren ab, aber bestimmt nicht vom Trauschein der Eltern. Ebenso teilt Frau Kudla mit, dass sie ein komisches Gefühl empfinde wenn sie Homosexuelle mit Kindern sehe. Das Verhalten und die Äußerungen von Frau Kudla sind nicht nur diskriminierend sondern sind auch der Nährboden für Vorurteile in der Gesellschaft.

Im Mittelpunkt grüner Lesben- und Schwulenpolitik stehen gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz, wie zum Beispiel ein Diskriminierungsverbot im Grundgesetz, das volle Adoptionsrecht oder auch die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Ohne volle Gleichberechtigung bleibt jedes Reden über Toleranz heiße Luft.

Allerdings ist auch die SPD in Leipzig aufgerufen sich klar von Sarrazin zu distanzieren und klarzustellen, dass in Leipzig für jedwede Diskriminierung kein Raum ist. Wir erwarten auch vom Oberbürgermeister dazu ein Statement, damit der Ruf Leipzigs keinen Schaden trägt.

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„Adopt a Hardliner“ – Mit Konfrontation Ängste überwinden

Anlässlich des Straßenfestes zum CSD in Leipzig am 20.07. starten die Leipziger Grünen die Aktion „Adopt a Hardliner“.

„Es ist Zeit gegen die Homophobie in den politischen Köpfen anzukämpfen und Konfrontation ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung“, so Petra Čagalj Sejdi, Sprecherin des KV Leipzig Bündnis90/Die Grünen.  „Aus diesem Grund haben wir uns vorgenommen den politischen Hardlinern in Sachen Gleichstellung dabei zu helfen, ihre Ängste vor Lesben und Schwulen zu überwinden. Hierzu sammeln wir Angebote hilfsbereiter Menschen und leiten sie dann an die entsprechenden Personen weiter.“ Denkbar seien hier zum Beispiel Angebote wie gemeinsames Kochen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und einer lesbischen Familie, ein Abend in Leipzigs Schwulenclubs mit Bettina Kudla (CDU-Bundestagsabgeordnete aus Leipzig) oder ein Picknick mit Homo- und Transsexuellen und ihren Kindern für Alexander Krauß (CDU-Landtagsabgeordneter aus Sachsen). Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wichtig ist nur, dass auch die Hardliner der sächsischen CDU endlich Einblicke in die Lebenswirklichkeit gleichgeschlechtlicher Familien bekommen, denen sie die gleichen Rechte wie Heterosexuellen so beharrlich vorenthalten wollen“, so Čagalj Sejdi. Inspiriert wurden die Leipziger Grünen hierbei durch den Grünen Landesverband Hessen, der eine ähnliche Aktion bereits erfolgreich umgesetzt hat.

„Die schwarz-gelben Regierungen in Berlin und Dresden blockieren seit Jahren die Reformen“, so Monika Lazar, Leipziger Bundestagsabgeordnete für Bündnis90/Die Grünen. „Nur durch die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes konnte erreicht werden, dass die Bundesregierung kurz vor der Sommerpause des Parlamentes die steuerliche Gleichstellung für eingetragene Lebenspartnerschaften beschlossen hat. Aber auch da gab es Protest aus der sächsischen CDU: Der Dresdner Bundestagsabgeordnete Andreas Lämmel hat dieses Gesetz als überflüssig und schädlich bezeichnet. Die Bundesregierung betonte noch vor wenigen Wochen, dass eine Öffnung der Ehe und das volle Adoptionsrecht für Schwule und Lesben für sie weiterhin nicht in Frage kommt.“
Auch im Landtag haben erst kürzlich wieder Abgeordnete der Regierungskoalition gegen einen Antrag gestimmt, mit dem sich die Grüne Fraktion Sachsens für größere Akzeptanz von sexueller Vielfalt durch Aufklärung an Schulen eingesetzt hat. Im Mittelpunkt grüner Lesben- und Schwulenpolitik stehen gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz, wie zum Beispiel ein Diskriminierungsverbot im Grundgesetz, das volle Adoptionsrecht oder auch die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. „Ohne volle Gleichberechtigung bleibt jedes Reden über Toleranz heiße Luft. Wir kämpfen für volle Gleichstellung nach dem Grundsatz – gleiche Rechte, gleiche Pflichten.“, so Stefanie Gruner, Leipziger Direktkandidatin für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Leipzig I.

Der Kreisverband Leipzig von Bündnis 90/Die Grünen ist am Samstag, den 20.07., ab 13 Uhr mit einem Stand auf dem Marktplatz beim Straßenfest des Leipziger CSD u.a. mit der Bundestagsabgeordneten Monika Lazar, der Bundestagsdirektkandidatin Stefanie Gruner und Stadträtin Katharina Krefft präsent und sammelt erste „Adoptions-Ideen“.
Auch online kann man sein Angebot einreichen unter www.gruene-leipzig.de/adopt-a-hardliner/ .

Einen homophoben Hardliner adoptieren [PDF]

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Aktion zum Equal Pay Day: „Frauen machen Umweg“

22 Meter – soviel müssen Frauen mehr laufen. Mit dieser Aktion zum Equal Pay Day am Donnerstag, den 21.03., zwischen 12 Uhr und 14 Uhr wollen die Frauen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern erfahrbar machen. Dazu lotsen wir Frauen über einen Umweg, wenn sie die Petersstraße am Markt entlang laufen.

Am 21.März wird der Equal Pay Day begangen. Damit wird auf den Unterschied bei der Entlohnung von Männern und Frauen aufmerksam gemacht. In der Bundesrepublik macht der „kleine Unterschied“ 22 %. Soviel verdienen Frauen hierzulande weniger als Männer.

„Frauen sind 100% wert“, erklären die Kandidatin für die Bundestagswahl im Wahlkreis Nord, Stefanie Gruner und die Landesvorsitzende Dr. Claudia Maicher. Sie werden die Frauen vom Arbeitskreis „Gleichstellung & Frauen“ bei den Leipziger Grünen bei der Aktion unterstützen.

„Frauenspezifische Berufe müssen ihren tatsächlichen Anforderungen gemäß entlohnt werden. Gerade in den Sozialberufen ist hoher körperlicher Einsatz gefragt, im Gegensatz zum Industriearbeiter bedeutet das aber keine höhere Wertigkeit beim Lohn. Aber auch die vielfache Teilzeit- und Minijobbeschäftigung, die Frauen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf annehmen müssen, ist mitursächlich. Es braucht also Mindestlöhne, mehr tatsächliche Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen mit einer gezielten Förderung, Entlastung von Haushalts- und Familienaufgaben und nicht zuletzt auch ein anderes Berufswahlverhalten“, fassen die grünen Frauen die Hintergründe zusammen.

Wie das statistische Bundesamt am 19.93.2013 mitteilte, bleibt der durchschnittliche Bruttostundenverdienst weiterhin bei 15,21€ für Frauen gegenüber 19,60€ für Männer. Unverändert zu  den Vorjahren bedeutet das 22% Verdienstunterschied.

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Frauentag – Für eine gschlechtergerechte Gesellschaft

Seit beinahe 100 Jahren wird der 08. März weltweit als „Frauentag“ begangen, ein Tag der die Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann ganz besonders in den Vordergrund stellen soll.

„Trotz der Fortschritte, die die Frauenbewegungen in den vergangen Jahrzehnten erreicht haben, stehen wir leider immer noch vor ganz großen Baustellen oder besser gesagt Ungerechtigkeiten“, sagt Petra Cagalj Sejdi, Sprecherin der Leipziger Grünen. „Es gibt noch sehr viel zu tun“ so die grüne Politikerin. Ein Punkt sei z.B. die Gleichberechtigung im Beruf. „Es besteht leider immer noch eine große Ungleichbehandlung im Berufsleben“, so Sejdi „Frauen verdienen im Schnitt immer noch mindestens 21 Prozent weniger und sind in den Chefetagen bei weitem nicht so häufig vertreten wie die Männer.“
Doch die Diskriminierung von Frauen im alltäglichen Leben, tauche nicht nur im Berufsleben auf, sie sei leider immer noch an allen Ecken und Enden zu spüren, so die Leipziger Grünen Sprecherin. „Die Ungleichbehandlung von Frauen in unserer Gesellschaft, lässt den Sexismus leider auch weiterhin salonfähig bleiben!“

Dagegen müssen wir kämpfen, auf Bundesebene, auf Landesebene aber auch hier in Leipzig! Und dafür brauchen wir viele engagierte Frauen!“ Leider sähe es laut Sejdi auch in den meisten grünen Verbänden immer noch so aus, dass die Männer in der Mehrheit seien. „Um Erfolgreich für eine Gleichberechtigung von Frauen zu kämpfen brauchen wir mehr Frauen. Deshalb wollen wir allen Frauen in Deutschland Mut machen, sich besonders in diesem wichtigen Wahljahr politisch einzubringen und zu engagieren und gemeinsam für einen Wandel zu kämpfen!“

Die GRÜNE JUGEND Leipzig wird am 8.März von 14.15 – 15.15 Uhr mit einer Mitmach-Aktion auf dem Kleinen Willy-Brandt-Platz (zwischen Bahnhof und Zugang zur Innenstadt) Ideen, Meinungen, Gedanken sammeln, wie wir unser Miteinander und unsere Gesellschaft geschlechtergerechter gestalten können, denn: Eine andere Welt ist möglich!

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Eine andere Welt ist möglich – Aktion zum Weltfrauentag am 08.März

Am 8.März ist Weltfrauentag – seit über 100 Jahren wird diese Gelegenheit genutzt, um die vollkommene Gleichberechtigung aller Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität zu fordern, und sich gegen Sexismus, Gewalt gegen Frauen und jegliche Diskriminierung aufgrund von Geschlecht zu stellen. Denn eine formale Gleichberechtigung macht noch lange keine emanzipierte Gesellschaft.
Die GRÜNE JUGEND Leipzig wird deshalb am 8.März von 14.15 – 15.15 Uhr mit einer Mitmach-Aktion auf dem Kleinen Willy-Brandt-Platz (zwischen Bahnhof und Zugang zur Innenstadt) Ideen, Meinungen, Gedanken sammeln, wie wir unser Miteinander und unsere Gesellschaft geschlechtergerechter gestalten können, denn: Eine andere Welt ist möglich!

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Zu den Äußerungen von Frau Kudla (CDU) gegen die Gleichstellung homosexueller Paare

Zu den Äußerungen von Bettina Kudla (Bundestagsabgeordnete der CDU) erklärt Stefanie Gruner, Anwältin für Familienrecht und Bewerberin für das Direktmandat im Wahlkreis Leipzig 1 (152) von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Wenn Frau Kudla davon spricht, dass das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung zum Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche LebenspartnerInnen das Kindeswohl hätte stärker berücksichtigen müssen, verkennt sie, dass das Kindeswohl stets nur im Einzelfall bewertet werden kann. Es gibt kein abstraktes Kindeswohl. Jedes Kind, jede Familie, jede Lebenssituation ist verschieden und kann nur individuell bewertet werden. Einer bestimmten Familienkonstellation von vorn herein und ohne individuelle Betrachtung abzusprechen, dass sie einen guten Rahmen für das Wohlergehen eines Kindes bieten kann, ist überheblich und kann auch von keiner wissenschaftlichen Studie gedeckt sein.

Frau Kudla spricht zudem vom Wunsch nach Selbstverwirklichung gleichgeschlechtlicher Paare, der kein legitimer Grund sein darf, ein Kind zu bekommen und zu erziehen. Warum dieser Wunsch bei Schwulen und Lesben stärker ausgeprägt sein soll als bei allen anderen Menschen, erschließt sich nicht. Generell dürfte es dem Wohl der betroffenen Kinder selten förderlich sein, wenn sie der Selbstverwirklichung der Eltern dienen sollen. Dies betrifft jedoch gleichermaßen Kinder in allen Familienkonstellationen.

Das Wohl des Kindes kann immer nur individuell betrachtet werden. Es darf nicht als Argument gegen die Adoption in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften missbraucht werden.

Aber Frau Kudla geht in einem Radiointerview noch weiter: Nicht nur das Wohl eines Kindes in einer Regenbogenfamilie scheint das Vorstellungsvermögen von Frau Kudla zu sprengen, in einem Rundumschlag spricht sie auch allen anderen Familienformen jenseits der klassischen Ehe die Fähigkeit ab, einen stabilen Rahmen für Kinder zu bilden. Frau Kudla scheint schon lange nicht mehr mit den Menschen in ihrem Wahlkreis ins Gespräch gekommen zu sein, sonst hätte sie erleben können, wie vielfältig die Familienkonstellationen sind und dass das Glück und Wohl der Kinder von vielen Faktoren, jedenfalls aber nicht vom Trauschein der Eltern abhängt.

In einem kann ich Frau Kudla allerdings zustimmen: Das Ehegattensplitting sollte nicht auf die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft übertragen werden. Es gehört endlich ins familienpolitische Museum und muss durch eine Individualbesteuerung ersetzt werden. Auch ein wie auch immer ausgestaltetes Familiensplitting ist der falsche Weg. Die Förderung von Familien über die Steuer bevorzugt immer Allein- und Besserverdiener. Dem Staat sollte jedoch jedes Kind gleich viel wert sein, weshalb ich mich für eine Kindergrundsicherung einsetze.

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