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Fotovortrag und Diskussion „Fluchtroute Syrien → Deutschland: ein Bericht in Bildern“ mit Monika Lazar MdB und Erik Marquardt

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12.02.2016, 19.30 Uhr, Cafe im Haus der Demokratie, Bernhard-Göring-Straße 152 in Leipzig
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Auf Einladung des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen Leipzig und der Leipziger Bundestagsabgeordneten Monika Lazar, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, wird Erik Marquardt, freier Fotojournalist, am kommenden Freitag in Leipzig zu Gast sein.

Er wird von seinen Erlebnissen berichten, die er bei der Begleitung von Flüchtlingen auf der so genannten „Balkanroute“ von der Türkei bis nach Deutschland gemacht hat. Auf diesem so beschwerlichen Weg hat er die Menschen begleitet und nach ihrem persönlichen Schicksal befragt. Aber auch die Gespräche mit Schleppern in der Türkei machen diesen Erlebnisbericht so spannend wie nachdenklich.

Nach diesem Vortrag in Bildern wird es Gelegenheit geben über die aktuelle Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und die geplanten verschärften Bedingungen der Asylpolitik zu diskutieren.

Wir laden dazu alle Interessierten BürgerInnen am Freitag, den 12. Februar, 19.30 Uhr, in das Cafe im Haus der Demokratie, ein. Selbstverständlich ist der Eintritt frei.

Weitere Informationen finden Sie >>hier.

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Angriffe auf Unterkünfte für Zufluchtsuchende: Grüne fordern Sicherheitskonzept

Die Leipziger GRÜNEN fordern Konsequenzen aus den zunehmenden rechtsextremen Tendenzen und rassistischen Gewaltakten. Nachdem am Wochenende zwei geplante Asylunterkünfte angegriffen wurden sagt Christin Melcher, Vorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Wir sind momentan konfrontiert mit einer Bedrohungslage für Zufluchtsuchende. Wir fordern die Stadt Leipzig in Anbetracht der steigenden Übergriffe auf, ein Sicherheitskonzept zum Schutz von Asylsuchenden zu erarbeiten. Ausreichend Feuerlöscher und Sicherheitsglas in den Unterkünften können ein Anfang sein. Darüber hinaus sollten die Betreuer in den Unterkünften und die Polizeikräfte für Übergriffe stärker geschult und sensibilisiert werden. Auch die Asylsuchenden selbst sollten für den Notfall vorbereitet werden.“

„Die Stadt Leipzig darf nicht warten bis es zu spät ist. Denn leider zeigt sich in der Praxis, dass einige Unterkünfte für den Notfall nicht ausgestattet sind. Sicherheitsmaßnahmen für den Schutz von Zufluchtsuchenden müssen gemeinsam mit Sicherheitskräften und Branschutz erarbeitet und konsequent durchgesetzt werden.“ so Melcher weiter.

Als wirkungsvollste Präventionsmaßnahme betrachten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN jedoch die Stärkung antirassistischer und Flüchtlingsinitiativen. Christin Melcher abschließend: „Nur eine starke anti-rassistische und weltoffene Zivilgesellschaft trägt dazu bei, dass Rassismus kein Nährboden bereitet wird.“

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Leipziger GRÜNE spenden 500 „Schlüppies“ für Geflüchtete

Am 22.01.2015 um 15 Uhr laden wir Sie ein, über die Übergabe von 500mal neuer Unterwäsche für Geflüchtete durch die Leipziger GRÜNEN an die Sachspendenzentrale Leipzig (Rathenaustr. 23A, 04179 Leipzig / Hinterhaus, rechte Tramhalle) zu berichten. Bei dieser Gelegenheit werden sich die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar, die Landtagsabgeordnete Claudia Maicher und der Leipziger Vorstandssprecher, Lorenz Bücklein, über die Arbeit der Sachspendenzentrale informieren. Dieser Termin ist besonders zur Bildberichterstattung geeignet.

Hintergrund:
Unterwäsche für Geflüchtete steht ganz oben auf der Wunschliste der Sachspendenzentrale Leipzig. Da gespendete Unterwäsche neu sein muss, riefen die Leipziger GRÜNEN ihre Mitglieder im Dezember unter dem Motto „Schlüppies für Geflüchtete“ zu Geldspenden auf, deren Erlös für die Anschaffung von Unterwäsche für Geflüchtete eingesetzt wurde.

Insgesamt wurden knapp 1000,- € gespendet, von denen etwa 500 mal Unterwäsche für Herren, Damen und Kinder eingekauft wurde. Die jeweiligen Mengen in verschiedenen Größen wurden nach Rücksprache mit der Sachspendenzentrale Leipzig festgelegt und geordert.

Ein erheblicher Teil der Spendensumme wurde mit einem Spendenbuffet zur Weihnachtsfeier des Kreisverbandes im Dezember erzielt.

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Leipzig will eine weltoffene und tolerante Stadt sein! – Dies muss sich erst beweisen.

„Die Situation in Schönefeld war für viele in den letzten Wochen besorgniserregend“, so Petra Cagalj Sejdi, Sprecherin der Leipziger Grünen.
„Die NPD hat mit ihrer menschenverachtenden Propaganda keinen Halt gemacht und weiterhin versucht, Schönefelder Eltern und Anwohner gegen die vorübergehende Unterkunft von Flüchtlingen im ehemaligen Fechner-Gymnasium aufzuhetzen“.
Die nationalistische Partei versuche, so die Grünen-Politikerin, sich auf dem Rücken hilfloser und sich in größter Not befindlicher Menschen zu profilieren und argumentiert dabei mit angeblichem Kinderschutz. Dass die Kinder, die fern von ihrer Heimat traumatisiert in der Notunterkunft leben müssen mit der Hetze der NPD zusätzlich in Gefahr gebracht werden, spielt für die rassistische Partei keine Rolle.

„Um so schöner“, so Sejdi „ist es, dass es in Leipzig immer noch Weltoffenheit und Toleranz gibt.“ In den letzten Tagen hatten sich mehrere Initiativen zusammengeschlossen und ein breites Bündnis für Hilfe und Unterstützung gegründet. „Dieses gesellschaftliche Engagement ist die richtige Antwort auf Fremdenfeindlichkeit und geschürten Hass.“, bekräftigt auch Carolin Waegner, Vorstandsmitglied der Leipziger Grünen. Ob Leipzig wirklich eine weltoffene und tolerante Stadt ist müsse sich aber erst noch beweisen.

„Asyl ist ein Menschenrecht“, so die Politikerin, „das durch unser Grundgesetz garantiert wird. Die Unterbringung von Flüchtlingen ist daher eine Selbstverständlichkeit.
Wir können nur davor warnen, dass sich Bürger der NPD anschließen. Denjenigen, die sich der NPD anschließen, muss klar sein, dass sie den Boden der Demokratie verlassen und somit unseren Rechtsstaat ablehnen. “
An erster Stelle stehen die Menschen, denen in Leipzig ein Dach über dem Kopf und ein Leben in Sicherheit gewährt werden muss, betonen beide grüne Politikerinnen.

Schönefeld geht alle Leipziger an. Jeder von uns kann irgendwann Flüchtling sein. Es ist nicht angebracht, mit den Fingern auf andere Menschen zu zeigen und auf dem Rücken der Geflüchteten die Stadtverwaltung zu beschimpfen. Dieser vorgezogene Wahlkampf ist vor allem: menschenverachtend, populistisch und empathiefrei.

„Wir rufen alle Leipzigerinnen und Leipziger dazu auf, gerade in der Weihnachtszeit ein Zeichen für Menschlichkeit zu setzen und die Willkommensinitiative Schönefeld bei ihren Hilfs- und Sammelaktionen für die Bewohner der Unterkunft, sowie bei ihrer Mahnwache gegen die geplante NPD-Demonstration am Samstag zu unterstützen.“

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