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Asylsuchende: Grüne fordern menschenwürdige Unterbringung, Unterstützung und Beteiligung.

Massenunterkünfte, ob Turnhallen oder ausgediente Baummärkte sind weder in Leipzig noch in Heidenau, weder in Connewitz noch auf dem Campus Jahnallee menschenwürdige Unterkünfte.

„Die desolate Asylpolitik des Freistaates zwingt uns aber auch in Leipzig abzuwägen. Dabei bleiben gerade oft nur die Optionen Pest oder Cholera. Weder die Ernst-Grube-Halle, noch die Turnhalle der HTWK sind menschenwürdige Unterkünfte und es ist ein Armutszeugnis des Freistaates, dass er nur diese Alternativen sieht.“ Christin Melcher, Vorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/ Die Grünen Leipzig weiter: „Ziel muss es sein, Menschen so schnell wie möglich in dezentrale Wohnformen überzuleiten und den Aufenthalt in Turnhallen so gering wie möglich zu gestalten. Leipzig hat genügend Kapazitäten. Aber ein geordnetes Asylverfahren und eine schnelle Dezentralisierung kann in der Turnhalle HTWK nicht gewährleistet werden. Die Ernst-Grube-Halle ist nicht ideal, aber sie ist nicht baufällig und es gibt Warmwasser und eine gut funktionierende Unterstützerstruktur durch die Johanniter.“

Die Proteste der Zufluchtsuchenden in Connewitz zeigen deutlich, dass wir Sie bei ihrer Unterbringung mit einbeziehen müssen. „Es darf aber Keiner den Fehler machen, Zufluchtsuchende zu instrumentalisieren, weil er glaubt besser zu wissen was gut für Sie ist. Rechtlichen Konsequenzen müssen dabei auch für die Zufluchtsuchenden abgewogen werden. Friedlicher Protest ja aber im Sinne der Sache und im Interesse der Zufluchtssuchenden, dass sollte allen Menschen vor Ort klar sein.“ so Norman Volger, Fraktionsvorsitzender der Grünen Stadtratsfraktion.

Norman Volger abschließend: „Wir fordern menschenwürdige Unterbringung, Unterstützung und Beteiligung von Zufluchtsuchenden in allen Unterkünften. Es ist ein gutes Zeichen, dass OBM Jung die Unterbringung nunmehr zur Chefsache machen will“

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Asyl: Respekt und Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen

Das Thema Asyl beschäftigt uns Leipziger sehr. Viele Leipzigerinnen und Leipziger zeigen sich in Anbetracht der Situation rund um die Unterbringung von Zufluchtsuchenden als besonders hilfsbereit. „So viele Menschen leisten gerade so viel ein enormes Maß an Unterstützung – das macht Mut. Insbesondere der Flüchtlingsrat, die Malteser oder die Johanniter verdienen besonderen Respekt und Dank. Es ist Zeit, einmal Danke zu sagen an alle Ehrenamtlichen und Unterstützer.“ so Christin Melcher, Vorstandssprecherin, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig. Die provisorische Flüchtlingsunterkunft in der Ernst-Grube-Halle zeigt, wie wertvoll die Arbeit der Ehrenamtlichen ist. „Die komplette Unterhaltung mit allen Unterstützungsangeboten wird von   Ehrenamtlichen geleistet. Es gibt nur einen hauptberuflichen Angestellten vor Ort. Über 450 Zufluchtsuchende befinden sich derzeit in der Halle. Das ist und bleibt ein hoch emotionaler und logistischer Aufwand für alle Unterstützer.“
Christin Melcher weiter: „Es ist nicht selbstverständlich, was in Leipzig gerade geleistet wird. Insbesondere das Land Sachsen täte gut daran sich in einer Anerkennungskultur zu üben und all den Unterstützern zu danken, die gerade für sie in die Presche springen und die lückenhafte Kommunikation und unzureichende Infrastruktur ehrenamtlich auffangen.“

Politik und Gesellschaft dürfen sich aber nicht auf ehrenamtlichen Strukturen ausruhen. „Die jetzige Situation wird auch in den kommenden Monaten nicht an Herausforderungen verlieren. „Wir dürfen nicht zulassen, dass durch ausbleibende Kursänderungen in der Flüchtlingspolitik auf kommunaler und Landesebene das Ehrenamt ausgehöhlt wird. Wir brauchen tragfähige und infrastrukturelle Lösungen, die auf die Herausforderungen rund um die Unterbringung von Zufluchtsuchenden antworten. Nur mit langfristigen Konzepten und Strukturen schaffen wir es, eine weltoffene Gesellschaft hier unter uns zu etablieren.“ so Christin Melcher abschließend.

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