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„Wasser, Wind und Sonne – Kohle in die Tonne!“ – Die Grüne Jugend Sachsen kritisiert den Beschluss der sächsischen SPD zum Braunkohleausstieg

Mit ihrem Leitantrag hat die SPD Sachsen auf ihrem Parteitag am Wochenende ihren Fahrplan zu 100% Erneuerbaren Energien vorgestellt. Mit dem geradezu dreisten Titel „Neue Energie für Sachsen“ wollen die Sozialdemokraten erst 2050 komplett auf Erneuerbare Energien umgestiegen sein. Dazu Silvia Kunz, Sprecherin der Grünen Jugend Sachsen: „Die Pläne der SPD sind wenig ambitioniert und ungeeignet die Zukunft Sachsens zu sichern. Mit Braunkohle als Energieträger für die nächsten 40 Jahre wird Sachsen weit hinter der technologischen Entwicklung zurückbleiben und die Energiewende in ganz Deutschland behindern. Auch mit dem Ziel bis 2020 den Anteil der Erneuerbaren Energien auf 25% anzuheben bleiben die Ziele der SPD Sachsen weit hinter dem Bund zurück, in dem der Anteil schon heute 23% beträgt. Hier nähert sich die SPD der CDU an, statt sich von ihr zu distanzieren.“ Die Grüne Jugend Sachsen kritisiert außerdem die zunehmenden Kosten für Tagebausanierungen, da ständig weitere Felder erschlossen werden. Diese werden nicht etwa von der MIBRAG getragen, sondern vom Land Sachsen selbst. „Dabei wäre das Geld in den Bereichen Bildung und ÖPNV besser aufgehoben.“, erklärt Tommy Penk, junggrüner Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den Landkreis Leipzig: „Um die Braunkohle bis 2050 zu sichern, werden weitere Erschließungen von Tagebaufeldern notwendig sein. Dies wird Umsiedlungen, Lärm und Zerstörungen der Umwelt, wie derzeit in Pödelwitz geplant, zur Folge haben und das auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Wir brauchen eine Energiepolitik, die den Wirtschaftsstandort Sachsen nachhaltig fördert und auch für zukünftige Generationen attraktiv macht. Daher sollte angestrebt werden das Ziel 100% Erneuerbare bereits bis 2030 zu verwirklichen.“ Die Grüne Jugend Sachsen fordert daher den Ausbau der Erneubaren Energien zu forcieren um den Schaden für Mensch und Umwelt durch Tagebau und Umsiedlungen zukünftig einzudämmen und die staatlichen Subventionen für eine bessere Bezahlung von Lehrern, bessere Finanzierung des ÖPNV und die Entlastung der Kommunen zu nutzen.

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VNG-Verkauf: „Unsolidarisch, ernergiepolitisch unverantwortlich und finanzpolitisch dumm!“

Gemeinsame Erklärung der Kreisverbände BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig und Dresden zum geplanten Verkauf der VGN-Anteile durch die Landeshauptstadt Dresden:

Die Kreisverbände Leipzig und Dresden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen einen Verkauf der Anteile am Leipziger Erdgasgroßhändler VNG AG durch die Landeshauptstadt Dresden strikt ab. Nach Ansicht der GRÜNEN könnte der Verkauf des 6,5% Anteils Dresdens „verheerende Auswirkungen haben,“ weil er die Sperrminorität der kommunalen Anteilseigner in dem Unternehmen gefährdet. Um das zu verhindern, müssten die anderen Kommunen, z.B. Leipzig, die Anteile übernehmen und einen Betrag, der zwischen 40 und 150 Mio € liegen könnte, aufbringen. „Das übersteigt gerade angesichts der extrem angespannten Haushaltslage bei weitem unsere Möglichkeiten,“ so der Sprecher des bündnisgrünen Kreisverbandes Jürgen Kasek. Würden die Anteile auf dem freien Markt verkauft werden, würden die ostdeutschen Kommunen ihre Vetomöglichkeiten einbüßen, was auch die Arbeitsplätze der über 1.300 Mitarbeiter gefährden könnte. Nicht auszuschließen wäre in diesem Fall, dass der Firmensitz durch den Einfluss des russischen Energiegiganten Gazprom und der EEW AG, nach Moskau oder Oldenburg verlegt würde.

Ferner hätte aus Sicht der GRÜNEN ein solcher Verkauf auch Folgen für die Verbraucher. „Jede öffentliche Kontrolle auch bei der Gas-Preisgestaltung ginge verloren,“ so Kasek. Außerdem könnte nach Ansicht der GRÜNEN das Unternehmen auch eine gute Rolle bei der Energiewende spielen, z.B. bei der Entwicklung innovativer Konzepte der Gas-Wind-Koppelung.

Aus Sicht der GRÜNEN ist die geplante Veräußerung der Dresdner Anteile nicht nur ein Affront gegenüber den anderen sächsischen Kommunen, die „Ankündigung des Verkaufes ist auch haushaltspolitisch dumm,“ so der Sprecher des Dresdner Kreisverbandes Michael Schmelich. „Angesichts der gegenwärtigen Verluste des Energieversorgers würden die Anteile deutlich unter dem Marktwert verhökert werden, das Tafelsilber würde praktisch auf dem Flohmarkt verramscht. Außerdem würde die Stadt Dresden mit dem Verkauf praktische Beihilfe zur weiteren Konzentration des Energiemarktes leisten. Das ist inakzeptabel.“

Die beiden GRÜNEN Kreisverbände fordern die Landeshauptstadt Dresden auf, umgehend von den Plänen abzurücken. Zumindest erwarten sie, dass unverzüglich Gespräche mit den anderen Kommunen und dem Freistaat, der auch ein vitales Interesse am Erhalt des öffentlichen Einflusses bei der VGN hat, aufgenommen werden. Diese Gespräche sollen mit dem Ziel geführt werden, den Verkauf abzuwenden.

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Die Energiewende ist dringender denn je! – Seminar zum Thema, 30.05.

Seminar mit Christian Breyer am 30. Mai 2011 an der Universität Leipzig

Die Energiewende ist dringender denn je. Die fossilen Brennstoffe verteuern sich knappheitsbedingt immer schneller und ihre Emissionen führen zu erheblichen ökologischen und zusätzlichen finanziellen Schäden, die erhebliche gesellschaftliche Subventionen darstellen. Die Kernschmelze in Fukushima hat diesen Aspekt allen wieder klar vor Augen geführt. Erneuerbare Energien bieten hierzu eine hervorragende Alternative. Doch deren Kosten und Nutzen sind aktuell heiß diskutiert und umstritten.

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Kommunale Energieversorgung in Leipzig – energetisch korrekt in die Zukunft?

Herr Dr. Winfried Damm zu Gast beim AK Umwelt und Klimaschutz am 11. Mai 2011

Im Rahmen Ihrer Energiereihe lädt der Arbeitskreis Umwelt und Klimaschutz von Bündnis 90/Die Grünen Leipzig Interessierte zum Kurzvortrag und zur offenen Diskussion am Mittwoch, 11. Mai 2011 ab 19.30 Uhr in die Geschäftsstelle ein. Als Referent und Experte eingeladen ist Herr Dr. Winfried Damm – Generalbevollmächtigter der Stadtwerke Leipzig – der bereits auf der Leipziger Klimakonferenz im März 2011 – organisiert von Bündnis 90 / Die Grünen im Sächsischen Landtag sowie dem AK Umwelt- und Klimaschutz – für den Ausbau zentraler und dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung auf Biomasse- und Gasbasis als Regelenergie zur Ergänzung der Erneuerbaren Energien plädierte. Angesichts der tagespolitischen Diskussion um die Finanzierung des Ausbaus Erneuerbarer Energien sowie des Moratoriums der Bundesregierung zu AKW-Laufzeiten, erhofft sich der AK Umwelt und Klimaschutz vor allem Antworten auf drängende Fragen wie:

aktueller Stand des Braunkohlekraftwerks Profen / Sachsen-Anhalt

         Teilnahme an der Klimaradtour am 15.05., Treffpunkt 11 Uhr Marktplatz

·         19.05. Kulturcafe          30.05. Universität Leipzig / Seminargebäude S204: Seminar mit Christian Breyer „Die Energiewende“, 19-21Uhr

Interessierte und Gäste sind herzlich willkommen!

Wann:

11. Mai 2011, 19.30Uhr

Wo:

Bündnis 90 / Die Grünen

Kreisverband Leipzig

Geschäftsstelle

Hohe Straße 58

04107 Leipzig

Link:

http://gruene-leipzig.de/

http://www.wir-sind-klima.de/leipziger-klimakonferenz.html

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„Solarenergie ist Energieversorgung mit Zukunft – Grüne laden zu Infoabend ein“

Am kommenden Montag, den 09.05. lädt der Kreisverband von BÜNDNIS90 / DIE GRÜNEN Leipzig in Kooperation mit dem Sachwertbüro zum Infoabend ein unter dem Motto „Zukunftssicherung mit Hilfe der Sonne“.  Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Geschäftstelle Hohe Straße 58.  In einem Fachvortrag sollen die Möglichkeiten eines Bürger Solar Konzeptes erläutert werden.

„Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse wird der Wunsch in der Bevölkerung nach einer gesunden Umwelt immer größer. Die Bedeutung des Klimaschutzes hat beständig zugenommen. Die Perspektive ist die postfossile Zukunft. Dabei kann jeder einzelne zum Energiewandel beitragen. Eine Möglichkeit ist die Beteiligung am Bürger- Solar – Konzept.“, erklärt Jürgen Kasek, Vorstandssprecher des Kreisverbandes den Hintergrund der Veranstaltung.

 

„Das Bürger- Solar- Konzept kommt dann zum Tragen, wenn die geeigneten Dächer fehlen um eine Photovoltaikanlage umzusetzen“; erklärt Rüdiger Zodrow vom Sachwertbüro, Kooperationspartner der Veranstaltung.


„Wir wollen vorstellen, welche Möglichkeiten bestehen sich an einem Bürgersolarkraftwerk zu beteiligen und wie die Voraussetzungen sind. Insbesondere sollen die Funktion des Bürgersolarkonzepts erläutert werden, die Förderung nach dem EEG soll dargestellt werden und Fragen zu Finanzanlage und deren Sicherheit soll beantwortet werden.“, so Zodrow.

Interessierte sind herzlich eingeladen.

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Ausstellung „Klimawandel in Sachsen“ zu sehen im Uni Hörsaalgebäude

„Klimawandel in Sachsen – Ausstellung ab 02. Mai 2011 im neuen Hörsaalgebäude der Universität Leipzig“

Hochwasser? Überschwemmungen? Trockene Sommer? Milde Winter und Hagelstürme? Der globale Klimawandel betrifft auch uns. In den letzten Jahren sind sehr präzise Analysen und Prognosen für unterschiedliche Regionen Sachsens entstanden, denn der Klimawandel macht vor regionalen Grenzen keinen Halt. So hat das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie bereits 2005 auf die regionalen Auswirkungen aufmerksam gemacht. In Sachsen macht sich der Klimawandel vor allem durch eine Zunahme extremer Wetterereignisse wie das Elbehochwasser 2002 und 2006, die Dürreperiode 2003, der Tornado im Erzgebirgskreis 2005 und in Großenhain 2010 sowie die jüngsten Überschwemmungen im August 2010 bemerkbar. Damit verbunden sind immer immense Kosten zur Beseitigung der Schäden und zur Prävention. Die Ausstellung vom Bildungswerk Weiterdenken e.V.  listet jedoch nicht allein Auswirkungen des Klimawandels im Freistaat Sachsen auf, sondern zeigt auch, welchen Anteil Kommunen zum Klimaschutz beitragen können.

Organisiert wird die Ausstellung vom Arbeitskreis Umwelt und Klimaschutz von Bündnis 90/Die Grünen Leipzig, die im Rahmen Ihrer Energiereihe 2011 bereits Anfang April zu einem Seminar zum Thema „Braunkohleverstromung“ mit Christian Breyer einluden. Denn wer in Sachsen über Klimawandel redet, kommt am Thema Braunkohleverstromung nicht vorbei. Nach Stationen in Chemnitz, Freiberg, Bautzen und Berlin gastiert die Ausstellung erneut in Leipzig. Im Zeitraum vom 02. Mai bis 27. Mai 2011 kann die Ausstellung nun im Neuen Hörsaalgebäude der Universität Leipzig im ersten Obergeschoss besichtigt werden.

Wann:

02.05 – 27.05.2011

Wo:

Universität Leipzig

Neues Hörsaalgebäude

1. Obergeschoss

Universitätsstr. 3

04109 Leipzig

Links:

http://klimawandel.weiterdenken.de/de/index.html

http://www.weiterdenken.de/web/ausstellungen-257.html

http://gruene-leipzig.de/

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Seminar Braunkohleverstromung – „Braunkohleverstromung – Brauchen wir das?“

"Braunkohleverstromung – Brauchen wir das?"

Seminar mit Christian Breyer am 06.04.2011

Sowohl regional wie auch international stellt die Braunkohle einen wichtigen Energieträger dar, welcher zur grundlegenden Energieversorgung herangezogen wird. Angesichts der Atomreaktorkatastrophe in Japan und der entschlossenen Forderung von deutschen Umweltverbänden, Initiativen und Parteien, alle Atomkraftwerke in Deutschland abzuschalten, wird von der Regierung das Argument einer Renaissance der Kohleverstromung hochgehalten, um die Energieversorgung Deutschlands zu sichern. Dabei ist Kohle der klimaschädlichste Energieträger. Aber er gilt als billig und ist weitreichend vorhanden.

In seinem Seminar stellt Christian Breyer die Braunkohleverstromung vor und geht hierbei besonders auf die (energie)-wirtschaftliche Bedeutung dieses umstrittenen Energieträgers ein. Neben der finanziellen Ökonomie werden auch die Emissionen der Braunkohleverstromung und deren Wirkung bedacht.

In den letzten Jahren wurden bereits viele Kraftwerke gebaut, so dass Deutschland derzeit Überkapazitäten von 13.000 Megawatt aufweist. Das ist weit mehr als die Leistung der seit letzter Woche acht abgeschalteten ältesten Atomkraftwerke in Deutschland. Bis 2015 ist geplant, dass deutschlandweit zehn neue Kohle- und Gaskraftwerke in Betrieb genommen werden. In Sachsen plant Vattenfall bis 2020 eine stetige Erhöhung seiner Förderplanung auf bis zu 30 Mio. t Braunkohle pro Jahr. Vattenfall betreibt hier die Braunkohletagebaustätten Nochten und Reichwalde (Lausitz), die MIBRAG das Vereinigte Schleenhain und Profen (sächsicher Teil). Nichtsdestotrotz wird sich ab 2013 auch die sächsische Braunkohle stetig verteuern, wenn die Stufe II im EU-Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten in Kraft tritt.

Braunkohle machte 2009 25 Prozent an der Bruttostromerzeugung Deutschlands aus. In Sachsen betrug dieser Anteil gut 80 Prozent und ersetzt somit – im Vergleich zu Gesamtdeutschland – den Anteil der Erzeugung von Strom aus Atomenergie und Steinkohle. Seit Jahren betont die sächsische Staatsregierung, dass Braunkohle unverzichtbar im Energiemix des Landes sei. Ein zukunftsfähiges Energieprogramm für Sachsen fehlt bis heute.

Christian Breyer wird in seinem Seminar auf Alternativen zur Braunkohleverstromung eingehen, sowohl im Hinblick auf die Energieversorgungssicherheit als auch auf die nachhaltige Wirtschaftlichkeit und die lokale Wertschöpfung. Die Belastbarkeit und die Potenziale dieser Alternativen werden mit der Braunkohleverstromung verglichen, um Möglichkeiten für die weitere Entwicklung der Braunkohle aufzuzeigen. Sachsen ist deutschlandweit Schlusslicht beim Ausbau erneuerbarer Energien.

Zur Person:

Christian Breyer beschäftigt sich bei Q-Cells, dem internationalen Photovoltaik- Unternehmen aus dem Solar Valley nördlich von Leipzig, mit den Konsequenzen einer vermehrten Elektrizitätsbereitstellung durch Photovoltaik auf die Energiemärkte. Dem Physiker und Ingenieur der Energiesystemtechnik ist dabei der Blick auf die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit besonders wichtig.

Wann: 06. April 2011, 18-20Uhr

Wo:

Universität Leipzig / Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Universitätsstraße (Seminargebäude)

Raum S203

Weitere Informationen: http://www.gruene-leipzig.de/

Leipziger Internetzeitung: Panik? Hysterie? Energiemix? – Auch Sachsen muss sich sputen beim Ausbau alternativer Energieversorgung, URL: http://www.l-iz.de/Wirtschaft/Metropolregion/2011/03/Sachsen-muss-sich-sputen-beim-Ausbau-alternativer-Energieversorgung.html, 29.03.2011.

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„Energetisch korrekt in die Zukunft? – auch Leipzig muss handeln!“

Vor der morgen stattfindenden Klimakonferenz in Leipzig unter dem Titel „Energetisch Korrekt in die Zukunft?“ forderte Jürgen Kasek, Vorstandssprecher von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig die Stadt zu einem entschiedeneren Handeln auf und forderte gleichzeitig, dass die Stadtwerke Leipzig aus dem Handeln mit Atomstrom aussteigen.

„Man muss nüchtern konstatieren, dass die Stadtwerke Leipzig nach wie vor 19 % Atomstrom im Angebot haben und 55 % Strom aus fossilen Energieträgern“, so Kasek. Angesichts der aktuellen Debatten sei dies deutlich zu viel. Insbesondere die 19 % Atomstrom seien hierbei zu kritisieren.

Gerade vor dem Hintergrund der Katastrophe in Fukushima und den Ereignissen am Wochenende in Deutschland muss Leipzig bei seinen kommunalen Unternehmen stärker darauf hinwirken, dass diese tatsächlich energetisch korrekt arbeiten.

„Wir haben uns damals auch gegen den Verkauf der Stadtwerke ausgesprochen, da die Stadt auf ein kommunales Unternehmen höhere Einflussmöglichkeiten hat und wir grüne Stadtwerke wollen“, erinnerte Kasek an den Bürgerentscheid im Jahre 2008, bei dem sich auch die Bündnisgrünen gegen einen Verkauf der Stadtwerke ausgesprochen hatten.

„In den letzten Jahren ist hier zu wenig passiert. Die Ökobilanz der Stadtwerke Leipzig ist insgesamt genau wie die Bilanz der Stadt ausbaufähig, vorsichtig formuliert“, kritisierte Kasek.

Die Stadt muss hier die Weichen stellen. Die Bürger haben am Wochenende deutlich gemacht, dass es keine Zukunft für die Atomenergie in Deutschland geben kann und dass das Ende dieser Hochrisikotechnologie besser heute als morgen stattfinden soll.

Davor kann sich auch die Stadt Leipzig nicht verschließen. Insbesondere muss die Stadt als Gesellschafter der Stadtwerke die Weichen stellen für eine atomstromfreie Zukunft der Stadtwerke. So haben unter anderem die Stadtwerke Jena sich inzwischen dafür entschieden auf Atomstrom zu verzichten.

BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig fordern daher, dass die Stadtwerke sich deutlich stärker im Bereich der Erneuerbaren Energien engagieren und dass so schnell wie möglich der Handel mit Atomstrom beendet wird. Die Einführung eines reinen Ökostromtarifs bei den Stadtwerken, mit attraktiven Preisen und entsprechender Vermarktung, kann auch Kunden, die inzwischen zu Ökostromanbietern gewechselt sind, wieder zu den Stadtwerken zurückholen.

„Die Mehrheit in der Ratsversammlung muss jetzt beweisen wie ernst es ihr tatsächlich mit einer ökologischen Zukunft für Leipzig ist. Wir werden das sehr genau beobachten!“, so Kasek.

Hintergrund: Am morgigen Dienstag findet um 17 Uhr die Klimakonferenz in der Aula der alten Nikolaischule statt. Auf dem Abschlusspodium diskutieren unter anderem Heiko Rosenthal, Umweltbürgermeister Leipzig, Prof. Dr. Felix Eckardt und Johannes Lichdi, MdL die Fragestellung wie eine energetisch korrekte Zukunft aussehen kann. Bereits vorher wird in einem Workshop thematisiert, welche Möglichkeiten die Stadtwerke als kommunales Unternehmen haben.

Jürgen Kasek, Vorstandssprecher BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN KV Leipzig

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Geschäftsführung
Bündnis 90/Die Grünen KV Leipzig

Hohe Straße 58, 04107 Leipzig
Fon 0341 - 215 59 30
Fax 0341 - 215 59 29
Email info@gruene-leipzig.de
Web www.gruene-leipzig.de

Öffnungszeiten:
Mo: 14.00 - 18.00 Uhr
Di: 17.00 - 19.00 Uhr
Mi: 09.00 - 13.00 Uhr und 15.00 - 17.00 Uhr
Do: 15.00 - 18.00 Uhr

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Leipziger Klimakonferenz am Dienstag, 29. März, 18-21 Uhr

Leipziger Klimakonferenz am Dienstag, 29. März, 18-21 Uhr

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Dienstag, 29.03., 18 Uhr, Leipzig, Alte Nikolaischule, Nikolaikirchhof 2

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Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

zu einer Leipziger Klimakonferenz lädt die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag am Dienstag, 29. März in die Alte Nikolaischule ein.

"Reduktion der einwohnerbezogenen CO2-Emissionen der Stadt Leipzig von 1990 bis 2010 um 50 Prozent" – so steht es im Stadtratsbeschluss von 2005. Die Fraktion will sich exemplarisch mit dem Klimaschutz in Kommunen auseinandersetzen.

Leipzig hat seine Emissionen in den 90er Jahren durch neue Kraftwerke und die ökonomisch bedingte Stilllegung alter Industrieanlagen stark reduzieren können. 2008 lag der Pro-Kopf-Ausstoß knapp unter sechs Tonnen. Das sind aber immer noch 30 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt. Und wie geht es jetzt weiter?

In den Foren werden die Themen energetische Gebäudesanierung und kommunale Energieversorgung diskutiert. Die Moderation übernehmen Gisela Kallenbach, städtebaupolitische Sprecherin und Johannes Lichdi, energiepolitischer Sprecher der Fraktion GRÜNE.

Der Eintritt ist frei.

Ort: Leipzig, Alte Nikolaischule, Nikolaikirchhof 2

Zeit: Dienstag, 29.03., 18:00-21:00 Uhr

Leipziger Klimakonferenz: Energetisch korrekt in die Zukunft?

Information und Anmeldung unter:

http://www.gruene-fraktion-sachsen.de/d5311687.l

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„Erneuerbar oder Einweg- für den Strom der Zukunft- die Grüne Energiereihe- Teil 2 Uranium is it a country?“

 „Erneuerbar oder Einweg – für den Strom der Zukunft – die Grüne Energiereihe – Teil 2 Uranium – is it a country?“

Am kommenden Donnerstag, am 24.03.2011, wird in der grünen Energiereihe der nächste Film gezeigt. Um 19 Uhr im Kulturcafé Knicklicht in der Dresdner Straße 79 wird der Film „Uranium – is it a country gezeigt“.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Debatte um die Zukunft der Atomenergie in Deutschland möchten wir die Grundlagen der Verstromung aus Atomenergie näher beleuchten“, erklärt Jürgen Kasek, Vorstandssprecher des Grünen Kreisverbandes das Anliegen.

Dabei beschäftigt sich das Filmprojekt mit dem Weg des Urans von einer Mine in Australien bis hin zu einem Kernkraftwerk in Deutschland.

Es wird auf den gesamten Produktionsprozess eingegangen, auf den enormen Wasserverbrauch bei der Förderung, die Umweltzerstörungen, wie die Verseuchung ganzer Landstriche, den miserablen Arbeitsschutz der Minenarbeiter sowie Enteignungen der Eingeborenen in Australien hingewiesen, was bei der heutigen Diskussion um die Atomkraft völlig untergeht.

„Wir haben uns für diesen Film entschieden um zu zeigen, dass die Probleme mit der Atomkraft nicht erst bei der Endlagersuche in Deutschland oder im Betrieb beginnen, sondern bereits der Uranabbau ernsthafte Schäden verursacht. Gefahren, über die wir in Deutschland nur theoretische Debatten führen, sind in Australien bereits traurige Realität.“, so Kasek.

Ziel der grünen Energiereihe ist es eine breite Debatte über die zukünftige Energiegewinnung in der Gesellschaft anzustoßen. Nachdem im Februar bereits der Film „Heimat auf Zeit“ gezeigt wurde, der sich mit der Vertreibung durch Kohletagebaue auseinandersetzt, folgt nach "Uranium – is it a Country", der Film "Das Schönauer Gefühl" am 21. April.

Dazwischen wird am 29.03. auf der Leipziger Klimakonferenz unter dem Motto „Leipziger Klima – Energetisch korrekt in die Zukunft“ der Fragestellung nachgegangen, welche Mittel und Möglichkeiten Leipzig hat, auf die kommende Herausforderung in diesem Bereich zu reagieren.

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