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„Clubkultur stärken“ – Distillery wurde erneut ausgezeichnet

BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig setzen sich für den Erhalt der Distillery am jetzigen Standort ein und fordern die Erstellung eines Gutachtens zur Nacht- und Veranstaltungsökonomie und deren Bedeutung für Leipzig.

Die Distillery Leipzig ist erneut zu einem der beliebtesten Clubs deutschlandweit gewählt worden. Die Distillery und auch das Conne Island zählen seit dem letzten Jahr in der Zeitung De:Bug – Zeitschrift für elektronische Lebensaspekte – zu den wichtigsten Clubs deutschlandweit. Die Distillery wurde in der Leserabstimmung der Zeitung Groove (Auflage ca. 25.000) – Elektronische Musik und Lebenskultur – im Jahr 2013 auf Platz 5 der beliebtesten Clubs gewählt.

„Wir gratulieren der Distillery zur dieser erneuten Auszeichnung. Abermals wird dadurch die Bedeutung der Clubkultur für Leipzig deutlich.“, so Jürgen Kasek, Vorstandssprecher des Kreisverbandes.

„Der Kulturraum Distillery ist nicht zuletzt deswegen erhaltenswert, weil er ein Ort für die Jungen Leute in dieser Stadt ist und für sie ein Lebensgefühl darstellt. Für uns gilt: Die Distillery muss am jetzigen Standort erhalten werden.“, so Kasek weiter, in Hinblick auf die Abstimmung des Stadtrates über einen gleich lautenden Antrag am 22.01.2014.

Deswegen fordert der Kreisverband BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN auch im Bereich des Stadtmarketing die Clubkultur ausreichend zu würdigen und zur Geltung zu bringen. Darüber hinaus muss dafür Sorge getragen werden, dass neben die Aufwertung der Stadtteile und der wirtschaftliche Erfolg von Leipzig nicht zulasten der subkulturellen Attraktivität ausgeht.

Die Distillery ist nicht nur der älteste Club für elektronische Musik in Ostdeutschland, sondern wahrscheinlich sogar einzigartig in der deutschen Elektroclublandschaft, da sie seit 1995 am selben Standort besteht.

Es ist nicht die Distillery allein, die den Ruf Leipzig in diesem Bereich mehrt, auch Clubs wie die Alte Damenhandschuhfabrik, der Sweat Club, das Conne Island und das Zoro oder selbst verwaltete Radios wie MOTTT.FM und DETEKTOR.FM; Labels wie Analogsoul oder die vielen bekannten Djs aus Leipzig tragen wesentlich zur Attraktivität der Stadt gerade bei jungen Leuten bei.

Die Nacht- und Veranstaltungsökonomie trägt maßgeblich zur Wertschöpfung in der Stadt bei, belebt die Kultur und hat sich zu einem Aushängeschild entwickelt. Das sollte die Stadt auch würdigen und in Verfahren berücksichtigen. Allerdings fehlt es bislang an verlässlichen Zahlen in diesen Bereich. Die Forderung ein entsprechendes Gutachten aufzulegen, wie sie etwa auch vom Branchenverband Kreatives Leipzig immer wieder aufgeworfen wird verhallte bislang ungehört.

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Clubkultur wertschätzen und unterstützen

Gerade erst sind zwei Leipziger Clubs fast unbemerkt von der Öffentlichkeit in die Top Ten der beliebtesten Clubs Deutschlands gewählt worden, das Conne Island und die Distillery. Das Ranking der Zeitschrift De:Bug, die führende Zeitschrift für elektronische Lebensaspekte in Deutschland, gibt viel Grund zur Freude. Denn neben den Clubs gibt es gerade in Leipzig eine ungeheuer aktive Szene mit vielen bekannten Künstlern und Labels.
„Wenn in Leipzig über Kultur gesprochen wird, verengt sich die Debatte oft auf die kommunalen Eigenbetriebe und die freie Szene, dass daneben gerade im Bereich der vielen privatwirtschaftlich geführten Clubs, die man zur Kreativwirtschaft zählen kann, viel für die Kulturlandschaft in der Stadt getan wird, wird oftmals übersehen.“, so Felix Ekardt.

Hinzu kommt, dass eine offene und ehrliche Debatte über die Kultur in Leipzig vermieden wird. So hatte Jung bereits 2006 angekündigt, bei der Oper kürzen zu wollen und eine Strukturdebatte zu führen. Geschehen ist bis heute nicht viel. Die offene Diskussion über die Ergebnisse des Actori Gutachtens ist ins Stocken geraten. Dabei ist klar, dass gerade weil die Mittel der Stadt begrenzt sind und der Kulturetat nicht beliebig erhöht werden kann, dieses Thema keinen Aufschub erlaubt.
„Wer also die Substanz der Kultur in Leipzig erhalten will, muss sich über Strukturveränderungen Gedanken machen. , ergänzt Kornelius Unckell, Koordinator der AG Kultur des Kreisverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Leipzig.
„Abseits von diesen Fragestellungen scheint die Clubkultur komplett außen vor gelassen. Dabei trägt gerade dieser Bereich maßgeblich für die Attraktivität Leipzigs bei jungen Menschen bei.“, so Jürgen Kasek, Vorstandssprecher des Kreisverbandes.
Es entsteht der Eindruck, dass die Wertschätzung der Subkultur und damit der vielen kleinen Clubs in der Leipziger Stadtverwaltung nicht vorhanden ist. So wird seit Jahren von den Akteuren ein Freiflächenkonzept gefordert, um legale Möglichkeiten zu haben, im Sommer draußen Veranstaltungen durchführen zu können. Die Diskussion dazu ist bisher nicht wirklich voran gekommen .
Der Stadtverwaltung fehlt bislang noch das Wissen, was die Kreativwirtschaft für die Stadt bedeutet und ihr bringt. Ein avisiertes Gutachten zur Umwegrentabilität wurde bisher aus Kostengründen nicht durchgeführt. Dabei wäre eine exakte Abbildung der Zahlen in diesem Bereich mehr als hilfreich und Leipzig könnte sich national und international vergleichen.
Ebenso beklagen viele Veranstalter und Clubbesitzer, dass die Zusammenarbeit mit der Verwaltung oft nicht vorankommt und nicht genug Verständnis für die geleistete Arbeit herrscht. Genehmigungsverfahren dauern lange und der Ermessensspielraum der Verwaltung wird selten ausgeschöpft.
„Leipzig ist daher dringend aufgefordert, die Bedürfnisse von Veranstaltern und Interessenvertretern, wie die Global Space Oddysey ernster zu nehmen und die Clubkultur als wichtigen Teil der Leipziger Kulturlandschaft anzuerkennen. Ein Freiflächenkonzept ist dabei ebenso notwendig, wie die Unterstützung dieser Szene bei Genehmigungsverfahren. Die Stadtverwaltung muss begreifen, welchen Schatz Leipzig in diesem Bereich birgt.“, fordert Ekardt abschließend.

Am 24.01. findet passend zum Thema die Wahlkampfabschlussparty der Grünen in der Leipziger Distillery ab 21:30 Uhr statt. Dabei werden namenhafte Leipziger DJs und auch Felix Ekardt selbst Musik auflegen. Der Eintritt ist kostenfrei.
Musikalisch wird sich der Abend vor allem im Bereich Elektro und Drum ’n Bass bewegen.

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„GEMA = GEMAin; Podiumsdiskussion zur GEMA Tarifreform“

Am 25.10.2012 veranstalten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die Distillery  eine Podiumsdiskussion zur GEMA Tarifreform. Diese findet in der Distillery statt. Teilnehmen werden Steffen Kache (Distillery); Daniel Stefanik (DJ); Markus Rennhack (Musiker und GEMA Mitglied); Uwe Dorn (GEMA Bezirksdirektion Sachsen) und eventuell Michael Faber (Kulturbürgermeister Leipzig, angefragt). Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wird es noch die Möglichkeit geben, bei elektronischer Musik die Gespräche zu vertiefen oder einfach zu tanzen.

„Bereits auf der Demonstration gegen die GEMA Tariferhöhung Anfang September hatten wir angekündigt das Thema weiterhin aktiv zu bearbeiten und die Diskussion weiterzuführen. Mit der Podiumsdiskussion wollen wir vor allen Dingen auch miteinander in den Austausch kommen und die Positionen verdeutlichen und Vergleichschancen ausloten“, so Jürgen Kasek, Vorstandssprecher des Grünen Kreisverbandes in Leipzig und Mitorganisator der vergangenen GEMA Demo, zu den Hintergründen der Veranstaltung.

Auf der Demo, die im Rahmen des bundesweiten GEMA Aktionstages stattfand, hatten sich am 06.09.2012 über 800 Menschen auch in Leipzig beteiligt um ein Zeichen zu setzen und ihre Ablehnung gegen die GEMA Tarifreform auf die Straße gebracht.

„Es geht ja nicht nur isoliert um die jetzt anstehende Tarifreform der GEMA sondern insgesamt um eine Reform der GEMA. Bereits am 06.09. haben wir dazu einen kompletten Forderungskatalog mit Vorschlägen an die Bezirksdirektion übergeben.“, so Steffen Kache von der Distillery.

Nach Berechnungen der Distillery würden sich die Abgaben für die GEMA verzehnfachen, was zu Einschränkungen im Angebot führen würde. Doch auch andere Betriebe würden von der Tariferhöhung betroffen. So hatte eine Anfrage der Grünen im Stadtrat ergeben, dass etwa auch das Conne Island sehr stark von der Tariferhöhung betroffen wäre und gegebenenfalls deutliche Kürzungen im Programm vornehmen müsste, ebenso wie der Anker.

„Das ist keine Diskussion gegen die Urheber und Künstler“, stellt Kache klar. „Es geht auch nicht um die Fragestellung wer den Schwarzen Peter hat, sondern ganz nüchtern um die Fragestellung ob die bislang von der GEMA vorgegebenen Regeln in der Endkonsequenz vernünftig sind.“

Besonders stark von der GEMA Tarifreform ist der Bereich der elektronischen Musik betroffen, wie sie etwa durch Clubs wie die Distillery präsentiert wird.
Daher wird es analog zur GEMA Demonstration am 06.09. nach der Diskussion die Möglichkeit geben, noch ein wenig zu bleiben und die Musik auch zu feiern.

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