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Nach Tweet von „Wir für Leipzig“: Grüne erstatten Anzeige.

Im Nachgang des Christopher Street Days am 16.Juli in Leipziger twitterte der Account “Wir für Leipzig“, hinter dem vermutlich Enrico Böhm steckt, ein mehrfach vorbestrafter Ex-NPD-Stadtrat und ehemaliger Anführer der neonazistischen Hooligan-Gruppierung „Blue Caps“, einen menschenverachtenden Tweet.

Christin Melcher, Vorstandssprecherin, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig dazu: „Wir werden Anzeige wegen Beleidigung stellen. Solche menschenverachtenden Äußerungen sind nicht hinnehmbar und müssen strafrechtlich verfolgt werden.“

Böhm ist mehrfach vorbestraft, zuletzt wurde er im Dezember 2015 wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. „Dass ein solcher Straftäter auf freiem Fuss ist, der offensichtlich die Regeln des Rechtsstaates wiederholt missachtet, ist ein Skandal.“ so Christin Melcher

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen für eine offene und tolerante Gesellschaft. Christin Melcher abschließend: „Wie wichtig es ist, tagtäglich für Toleranz und Vielfalt und gegen die Ideologien der Ungleichwertigkeit einzutreten, zeigen nicht nur solche menschenverachtenden Äußerungen, sondern auch das gesamtgesellschaftliche Klima. Dass Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung immer noch diskriminiert werden, ist auch in Deutschland allgegenwärtig. Solche Tweets sind nur die Spitze des Eisberges, wir brauchen einen gesellschaftlichen Wandeln für mehr Toleranz. Dafür treten wir ein, nicht nur beim alljährlichen Chrisopher Street Day, sondern immer und überall.“

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Einladung CSD-Woche: „Sexualpädagogik der Vielfalt“ darf keine Schule machen?

Das Referat Gleichstellung für Mann & Frau der Stadt Leipzig und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig laden am 14.07.2015, um 19.00 Uhr herzlich zur Podiumsdiskussion:
„Sexualpädagogik der Vielfalt“ darf keine Schule machen?
im Neuen Rathaus Leipzig, Martin-Luther-Ring 4-6, Turmzimmer 270, ein. Diese Veranstaltung ist Teil des Programms der im Moment stattfindenden Leipziger CSD-Woche 2015. Selbstverständlich sind Sie gern eingeladen über unsere Veranstaltung zu diesem strittigen Thema zu berichten.

Auf dem Podium diskutieren:

  • Eva Jähnigen, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Sachsen,
  • Herr Marcus Felix, Mitglied der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft Thüringen und
  • Herr Dr. Klemens Ketelhut von der Philosophischen Fakultät III, Erziehungswissenschaften der Universität Halle-Wittenberg.

Moderation: Martin Biederstedt (KV Leipzig von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Mitglied im Gleichstellungsbeirat der Stadt Leipzig)

+++ Hintergrund: +++
Soll in Schulen stärker für mehr Toleranz in Liebes- und Lebensfragen geworben werden? Entsprechende Pläne der grün-roten Landesregierung Baden-Württembergs haben bundesweit eine kontroverse Debatte entfacht.

Der Begriff Sexuelle Vielfalt steht für die Vielfalt von Lebensformen, sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Geschlechtsinszenierungen. Er bezieht sich also nicht auf Sexualitäten oder Sexualpraktiken, sondern auf Identitäten und Lebensformen.

Aktuell gibt es Empfehlungen für die Bildungspläne der Bundesländer, sexuelle Vielfalt fächerübergreifend an Schulen zu behandeln. Auch die Sächsische Staatsregierung überarbeitet momentan den Orientierungsrahmen für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen. Der Begriff „Sexuelle Vielfalt“ kommt aber weder im „alten Orientierungsrahmen“ noch in den Lehrplänen vor. Hat sich dessen Tatbestand hier in Sachsen überhaupt schon herumgesprochen?

Welche fachlichen Standards werden somit der neuen Handlungsanweisung für PädagogInnen hierzulande zu Grunde gelegt und wie werden praxiserprobte Projekte der Aufklärungs- und Bildungsarbeit in die Erarbeitung einbezogen?

Eine Diskussion mit VertreterInnen aus Praxis, Forschung und Lehre sowie des Sächsischen Landtags.

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„Adopt a Hardliner“ – Mit Konfrontation Ängste überwinden

Anlässlich des Straßenfestes zum CSD in Leipzig am 20.07. starten die Leipziger Grünen die Aktion „Adopt a Hardliner“.

„Es ist Zeit gegen die Homophobie in den politischen Köpfen anzukämpfen und Konfrontation ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung“, so Petra Čagalj Sejdi, Sprecherin des KV Leipzig Bündnis90/Die Grünen.  „Aus diesem Grund haben wir uns vorgenommen den politischen Hardlinern in Sachen Gleichstellung dabei zu helfen, ihre Ängste vor Lesben und Schwulen zu überwinden. Hierzu sammeln wir Angebote hilfsbereiter Menschen und leiten sie dann an die entsprechenden Personen weiter.“ Denkbar seien hier zum Beispiel Angebote wie gemeinsames Kochen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und einer lesbischen Familie, ein Abend in Leipzigs Schwulenclubs mit Bettina Kudla (CDU-Bundestagsabgeordnete aus Leipzig) oder ein Picknick mit Homo- und Transsexuellen und ihren Kindern für Alexander Krauß (CDU-Landtagsabgeordneter aus Sachsen). Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wichtig ist nur, dass auch die Hardliner der sächsischen CDU endlich Einblicke in die Lebenswirklichkeit gleichgeschlechtlicher Familien bekommen, denen sie die gleichen Rechte wie Heterosexuellen so beharrlich vorenthalten wollen“, so Čagalj Sejdi. Inspiriert wurden die Leipziger Grünen hierbei durch den Grünen Landesverband Hessen, der eine ähnliche Aktion bereits erfolgreich umgesetzt hat.

„Die schwarz-gelben Regierungen in Berlin und Dresden blockieren seit Jahren die Reformen“, so Monika Lazar, Leipziger Bundestagsabgeordnete für Bündnis90/Die Grünen. „Nur durch die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes konnte erreicht werden, dass die Bundesregierung kurz vor der Sommerpause des Parlamentes die steuerliche Gleichstellung für eingetragene Lebenspartnerschaften beschlossen hat. Aber auch da gab es Protest aus der sächsischen CDU: Der Dresdner Bundestagsabgeordnete Andreas Lämmel hat dieses Gesetz als überflüssig und schädlich bezeichnet. Die Bundesregierung betonte noch vor wenigen Wochen, dass eine Öffnung der Ehe und das volle Adoptionsrecht für Schwule und Lesben für sie weiterhin nicht in Frage kommt.“
Auch im Landtag haben erst kürzlich wieder Abgeordnete der Regierungskoalition gegen einen Antrag gestimmt, mit dem sich die Grüne Fraktion Sachsens für größere Akzeptanz von sexueller Vielfalt durch Aufklärung an Schulen eingesetzt hat. Im Mittelpunkt grüner Lesben- und Schwulenpolitik stehen gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz, wie zum Beispiel ein Diskriminierungsverbot im Grundgesetz, das volle Adoptionsrecht oder auch die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. „Ohne volle Gleichberechtigung bleibt jedes Reden über Toleranz heiße Luft. Wir kämpfen für volle Gleichstellung nach dem Grundsatz – gleiche Rechte, gleiche Pflichten.“, so Stefanie Gruner, Leipziger Direktkandidatin für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Leipzig I.

Der Kreisverband Leipzig von Bündnis 90/Die Grünen ist am Samstag, den 20.07., ab 13 Uhr mit einem Stand auf dem Marktplatz beim Straßenfest des Leipziger CSD u.a. mit der Bundestagsabgeordneten Monika Lazar, der Bundestagsdirektkandidatin Stefanie Gruner und Stadträtin Katharina Krefft präsent und sammelt erste „Adoptions-Ideen“.
Auch online kann man sein Angebot einreichen unter www.gruene-leipzig.de/adopt-a-hardliner/ .

Einen homophoben Hardliner adoptieren [PDF]

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„Intersexualität – Leben zwischen den Geschlechtern“ – Podiumsdiskussion am 16.07., 19 Uhr

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig  laden am 16. Juli 2013 um 19 Uhr zur Podiumsdiskussion mit CSD-Botschafter*in Lucie Veith ein

Im Rahmen des Leipziger CSD 2013 lädt am Dienstag, den 16. Juli 2013, das Referat für Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Leipzig in Kooperation mit dem Kreisverband Leipzig von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu einem Podiumsgespräch mit Diskussion zum Thema „Intersexualtität – Leben zwischen den Geschlechtern“ ein. Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr im Neuen Rathaus, Martin-Luther-Ring 4, 04109 Leipzig (Zimmer 270) statt.

Schätzungen zur Folge leben in Deutschland zwischen 80.0000 und 120.000 Menschen, die mehrdeutig geschlechtlich geboren wurden. Noch immer scheint das Thema „Intersexualität“ jedoch mit einem starken Tabu belegt zu sein, wenngleich in den letzten Jahren das Thema der Intersexualität durch das engagierte Auftreten von Selbsthilfeorganisationen, durch Medienberichte den Bereich des Leistungssports betreffend oder aber wie zuletzt durch eine ARD-Tatort-Folge stärker als früher wahrgenommen wird.

Was bedeutet eigentlich „Intersexualität“? Mit welchen Problemen, Vorurteilen und Diskrimnierungen sehen sich intersexuelle Menschen im Alltag konfrontiert? Wie sollen sich Eltern verhalten, wenn sie erfahren, dass ihr Baby intersexuell ist?

Denn: Bis heute werden intersexuelle Menschen mit Medikamenten und mit geschlechtszuweisenden Operationen „behandelt“, ohne dass sie darum gebeten hätten.

In den letzten Jahren hat sich der Bundestag und auch der Deutsche Ethikrat mit dem Thema befasst und sich positioniert. Das wollen wir zum Anlass nehmen, gemeinsam mit Intersexuellen zu diskutieren.

Monika Lazar, Leipziger Bundestagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und in der Fraktion für das Thema zuständig: „Es ist endlich an der Zeit, dass wir intersexuellen Menschen  und deren Angehörigen helfen und der Bundestag erlittenes Unrecht und Leid, anerkennt und bedauert.“

„Mit der Veranstaltung wollen wir einen aufklärenden und informativen Beitrag zur Enttabuisierung von „Intersexualität“ leisten“, so Tim Elschner, Vorstandsmitglied des KV Leipzig von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

TeilnehmerInnen auf dem Podium sind:

  • Lucie G. Veith (Botschafter*in des diesjährigen Leipziger CSD. Als 1. Vorsitzende des Vereins „Intersexuelle Menschen“ berät sie ehrenamtlich intersexuelle Menschen und deren Eltern. Außerdem ist sie UN-Berichterstatterin sowie seit August 2012 Mitglied des Fachbeirates der Magnus-Hirschfeld-Stiftung),
  • Monika Lazar (Mitglied des Deutschen Bundestages für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN seit 2005),
  • Kathrin Darlatt (Gleichstellungspolitische Referentin – Beauftragte für Menschen gleichgeschlechtlicher Lebensweise – der Stadt Leipzig).

Moderation: Tim Elschner (KV Leipzig von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Mitglied des Vorstandes)

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„Homosexualität am Arbeitsplatz“ – Leipziger CSD 2012 – Grüne laden zur Podiumsdiskussion

Im Rahmen des Leipziger CSD 2012 lädt am Donnerstag, den 12. Juli 2012, das Referat für Gleichstellung von Frau und Mann in Kooperation mit dem Kreisverband Leipzig von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu einem Podiumsgespräch mit Diskussion zum Thema „Homosexualität am Arbeitsplatz“ ein. Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr im Neuen Rathaus, Martin-Luther-Ring 4, 04109 Leipzig (Zimmer 270) statt.

Ist Homosexualität am Arbeitsplatz immer noch ein Tabu? Viele Lesben, Schwule und Transgender verfahren im Kollegenkreis nach der Devise „Don‘t ask, don‘t tell“. Ein offener Umgang mit dem eigenen Lebensentwurf an dem Ort, der einen auch oft länger als acht Stunden am Tag bindet, ist für viele homosexuelle Erwerbstätige aber auch für Bisexuelle und Transgender allzu häufig Illusion. Wer dennoch offen mit seiner Homosexualität umgeht, macht sich angreifbar – immer noch. Hinzu kommt außerdem, dass Diskriminierung meist auf subtilen Wegen stattfindet. Sie verletzt, verunsichert und verängstigt die Betroffenen. Versteckspiele, Halbwahrheiten bis hin zum Doppelleben sind die Folge.

Wie lässt sich die Vielfalt der Belegschaften in Unternehmen fördern – und welcher Gewinn entsteht für die Firma, die Mitarbeiter oder die Gesellschaft? Was können Führungskräfte in Unternehmen oder im Öffentlichen Dienst tun, um Mobbing gegenüber Schwulen und Lesben zu verhindern? Wie lassen sich Kolleginnen und Kollegen für soziale Diskriminierung sensibilisieren?

Diesen und anderen Fragen wollen wir nachgehen und Antworten finden.

Außerdem: Während bei großen Unternehmen „Diversity Management“ auch für den Bereich der sexuellen Identität bereits großgeschrieben wird, spielt das Thema im Mittelstand bislang kaum eine Rolle. Deshalb wollen wir über „Diversity Management“ als Unternehmenskultur aufklären und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen.

TeilnehmerInnen auf dem Podium sind:

Kathrin Darlatt (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Leipzig),
Monika Lazar (Schirmherrin des Leipziger CSD 2012 und Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen),
Ulrike Franke (Krankenhauspfarrerin),
Roman Schulz (Sächsische Bildungsagentur) und
Christian Weis ( ARCO, schwul-lesbisches Mitarbeiternetzwerk der Commerzbank).

Moderation: Martin Biederstedt (KV Leipzig, Bündnis 90/Die Grünen)
Begrüßung/Einleitung: Tim Elschner (Vorstandsmitglied des KV Leipzig, Bündnis 90/Die Grünen)

Zur Information: Erst vor einigen Tagen erschienen zum Thema zwei Artikel in der TAZ – Außerdem: CSD Stuttgart 2012 – Motto: Gleichbeschäftigt – http://www.csd-stuttgart.de/2012/

http://www.taz.de/Diversity-am-Arbeitsplatz/!96736/
http://www.taz.de/Homosexualitaet-am-Arbeitsplatz/!96739/

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