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Anti-Atom-Aktion am Samstag in Leipzig: Atomkraftgegner üben für große Anti-Atom-Menschenkette am 12. März

Anti-Atom-Aktion am Samstag in Leipzig:

Atomkraftgegner üben für große Anti-Atom-Menschenkette am 12. März

Menschenkette in der Leipziger Innenstadt / Auftakt-Aktion zur Mobilisierung für die große Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und Stuttgart am 12. März / Zur Großaktion im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-Württemberg werden zehntausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet

Leipzig, 24.02.11.

Atomkraftgegner bilden am Samstag, den 26. Februar, in der Innenstadt von Leipzig eine Menschenkette zwischen einer Attrappe eines Atomkraftwerks und einem Ortsschild von Stuttgart. Mit der Aktion werben sie für die Beteiligung an der 45 Kilometer langen Menschenkette zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und der baden-württembergischen Landeshauptstadt am 12. März.

Zu der Aktion am 12. März werden zehntausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet. Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg will ein breites Bündnis von Organisationen den Protest gegen die Atompolitik der Bundesregierung auf die Straße tragen, die von der Regierung Mappus massiv unterstützt wurde. Von einer künftigen Landesregierung verlangen die Atomkraftgegner, den Stromkonzern EnBW mit harten Sicherheitsauflagen zur Abschaltung seiner Atommeiler zu zwingen. Als oberste Atomaufsichtsbehörde und Miteigentümerin von EnBW kann die Landesregierung über den Weiterbetrieb der vier baden-württembergischen AKWs entscheiden. Baden-Württemberg kommt damit für die künftige Atompolitik in Deutschland eine Schlüsselrolle zu.

Die Aktion am 26. Februar wird in Leipzig vom Bündnis gegen Atomkraft Leipzig organisiert und ist Teil eines bundesweiten Aktionstages in über 30 Städten, zu dem der Trägerkreis der Anti-Atom-Kette aufgerufen hat.

 

Zeit: Samstag, den 26. Februar um 14 Uhr

Ort: Marktplatz

Interessierte Bürger eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen.

Der Termin eignet sich auch für die Bildberichterstattung.

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Hintergrundinformationen zur Aktions- und Menschenkette am 24. April: www.anti-atom-kette.de

Übersicht zu den bundesweit über 30 Auftakt-Menschenketten: http://www.anti-atom-kette.de/start/mobilisieren/auftakt-menschenketten/

Übersicht zu Leipziger Aktionen. www.antiatom.wordpress.com

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Pressekontakt:

Vor- und Nachname der örtlichen Ansprechperson, Telefonnummer Jürgen Kasek, 0176-61705466

Bundesweiter Pressekontakt:

Christoph Bautz, Campact-Geschäftsführer, mobil: 0163 – 59 57 593

Jochen Stay, .ausgestrahlt-Sprecher, mobil: 0170 – 93 58 759

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PM BÜNDNIS GEGEN ATOMKRAFT LEIPZIG, 09.02.2011- Wir haben euch nicht vergessen- der nächste Castor, der nächste Protest

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig erklärt in einer aktuellen Pressemitteilung, dass die Proteste weitegeführt werden. Bereits am kommenden Wochenende, am Sonnabend den 12.02.2011, finden in Leipzigs Nachbarstadt Halle die ersten Protestaktionen statt. Diese richten sich gegen den neuerlichen Castor-Transport nach Lubmin. Eine der möglichen Transport-Strecken führt dabei durch Halle. Deswegen ruft das Bündnis in einem unlängst verteilten Aufruf dazu auf, sich an den Protesten zu beteiligen, um weiterhin deutlich zu machen, dass die Menschen in diesem Land keinen Strom aus Atomkraft wollen und sich gegen die Risikopolitik der Bundesregierung wenden.

 „In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit der Problematik in Lubmin auseinandergesetzt“, erklärt Sandra Post vom Bündnis. „Dabei ist zu beachten, dass der Atommüll bis 2080 in Lubmin stehen könnte. An einem Ort, der nicht die Kriterien für ein sicheres Zwischenlager erfüllt. Hier ist Protest angesagt. Wenn man sich vorstellt, dass bei diesem Transport 140 Glaskokillen mit in Salpetersäure aufgelösten 500 Kilogramm Uran und 16 Kilogramm Plutonium durch Deutschland transportiert werden sollen, dann ist auch klar, welche Gefahr hier rollt. Die hier transportierte Strahlung entspricht ungefähr der Hälfte der freigesetzten Strahlung des Reaktorunglücks von Tschernobyl.“

Wie bekannt wurde, wird im Zeitraum vom 15.02. bis zum 17.02. Atommüll von der Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe nach Lubmin transportiert. Dazu findet am 12.02. ein deutschlandweiter Streckenaktionstag statt, bei dem Antiatom-Initiativen aus ganz Deutschland auf die Problematik aufmerksam machen wollen.

 „Was die Transporte angeht, hat sich an der grundlegenden Problematik nichts geändert“, bemängelte Mike Nagler von Attac die Situation. „Immer noch sind keine Schritte eingeleitet wurden um sich international an der Suche nach einem sicheren Endlager zu beteiligen und die Verschiebepolitik in diesem Bereich zu beenden. Weiterhin werden auch keine Bemühungen von Seiten der Bundesregierung deutlich, sich mit dieser Problematik intensiv auseinanderzusetzen.“

„Gerade in Sachsen scheint es dazu kein Problembewusstsein zu geben“, ergänzt Jürgen Kasek, vom Bund für Umwelt und Naturschutz Leipzig. „Wenn man die Ende des vergangenen Jahres geführte Debatte im sächsischen Landtag betrachtet, wird deutlich, dass die Transporte nicht dazu dienen, die Problematik endgültig zu lösen, sondern in erster Linie Geld zu sparen. Die Gefährdung von Mensch und Umwelt, wird dabei billigend in Kauf genommen.“

Alexander John, Sprecher der Klima-Allianz Leipzig, verwies auf die anhängigen Klagen beim Bundesverfassungsgericht: “Wir haben die Hoffnung, dass das Bundesverfassungsgericht nach der von Greenpeace eingereichten Klage die Novellierung des Atomgesetzes wieder kippt. Bis dahin liegt es an jedem einzelnen Menschen, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und etwa bei der eigenen Stromversorgung sehr genau darauf zu achten, woher der Strom bezogen wird. Aus unserer Sicht ist ganz klar, dass auch die Stadtwerke Leipzig hier einen Auftrag haben.“

Das Bündnis ruft daher dazu auf, sich an den Protesten in Halle am 12.02. zu beteiligen. Treffpunkt ist um 9:45 Uhr am Infostand im Hauptbahnhof.

Das Bündnis kündigte darüber hinaus weitere Aktionen in Leipzig an, um die hiesige Bevölkerung über die Gefahren der Atomkraft und das unverantwortliche Treiben der Politiker aufzuklären. So werde man sich im Frühjahr intensiv mit der Tschernobylkatastrophe auseinandersetzen, die sich am 26.04. zum 25. mal jährt.

Koordinatoren: Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John, Sandra Post

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig, B.U.N.D. Leipzig, Naturschutzbund Leipzig, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig, DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig, Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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Auswirkungen der Atomkraftlaufzeitverlängerung auf den deutschen Strommarkt – eine Leipziger Perspektive – Fachvortrag

Als Auftakt ihrer Energiereihe lädt der AK Umwelt und Klimaschutz der Grünen Leipzig mit einem Fachvortrag am kommenden Mittwoch, 19.01.2011 ab 19Uhr in die Geschäftsstelle ein. Hendrik Kondziella – wissenschaftlicher Mitarbeiter am Vattenfall Europe Lehrstuhl für Energiemanagement und Nachhaltigkeit und Co-Autor der Studie „Auswirkung einer Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke auf die Preise und die Wettbewerbsstruktur im deutschen Strommarkt“ – spricht über Auswirkungen einer Laufzeitverlängerung auf die Strom- und CO2-Preise und die Stromerzeugung und Handlungsoptionen seitens der Politik. Die Studie wurde im Auftrag der 8KU im Frühjahr 2010 von der Universität Leipzig / Vattenfall Europe Professur für Energiemanagement und Nachhaltigkeit sowie dem arrhenius Institut für Energie- und Klimapolitik veröffentlicht. Darüber hinaus wird Herr Kondziella auf aktuelle Forschungsergebnisse im Rahmen des im Herbst 2010 publizierten Energiekonzeptes der Bundesregierung eingehen.

Die Studie ist in ihrer Art die einzige, die die Auswirkungen einer Laufzeitverlängerung auf die Erzeugungsstruktur bisher untersucht hat. So würden bei einer Laufzeitverlängerung von acht Jahren – bei einer Revision des Ausstiegsbeschlusses und ohne Berücksichtigung des Zubaus z. B. die Marktanteile der Stadtwerke um bis zu 30 % sinken würden.

Interessenten sind Herzlich Willkommen!


Weitere Informationen zum Thema: http://www.arrhenius.de/uploads/media/8KU_Uni_Leipzig_Studie_final.pdf

http://www.arrhenius.de/uploads/media/Bode_et_al_2010__KE_Vorteilsausgleich_et.pdf

www.gruene-leipzig.de

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Bündnis gegen Atomkraft Leipzig: „Strahlentanz am Zwischenlager – Keine ruhige Minute im Winterchaos“

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig kündigt für heute 16:30 einen sogenannten Strahlentanz am Zwischenlager in Leipzig auf dem Richard-Wagner-Platz an. Ab 16:30 wird dort eine Sambagruppe südamerikanische Rhythmen spielen und damit mittels Klang und Kunst auf die ungelöste Atommüllfrage hinweisen.

Von der Unterschreibung der Atomgesetze durch den Bundespräsidenten zeigte sich das Bündnis hingegen enttäuscht, die Motivation sei dadurch aber ungebrochen.

„Wenn wir ehrlich sind, sind wir schon ein wenig traurig, dass der Bundespräsident die Gesetze unterzeichnet hat, auch wenn wir es eigentlich nicht anders erwartet haben“, zeigte sich Sandra Post vom Bündnis nur minimal konsterniert. „Dennoch werden wir unverdrossen weiter Protest anmelden und auf die vielen ungelösten Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Atommüll hinweisen.“

 „Der Bundespräsident hat zwar nur eine eingeschränkte Prüfungskompetenz bei der Ausfertigung von Gesetzen, die auf wesentliche Fehler beschränkt ist, beim Atomgesetz liegt aber ein solcher evidenter Fehler vor“; erklärte der Leipziger Rechtsanwalt Jürgen Kasek, der den BUND im Bündnis vertritt, die Rechtslage. „Wenn selbst der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, der selber CDU-Mitglied ist, zum Schluss kommt, dass die Länder beim Atomgesetz zwingend hätten beteiligt werden müssen, hätte das dem Juristen Wulff auffallen müssen.“

„Es ist bedauerlich, dass wieder einmal das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung in ihre Schranken weisen muss, das lässt begründete Zweifel an der Kompetenz der Regierung wachsen“, sekundierte Mike Nagler von Attac.

Von der Idee, die verschiedentlich diskutiert wird, den Leipziger City-Tunnel bis zu dessen Fertigstellung zumindest temporär als Zwischenlager zu nutzen um den sächsischen Atommüll kostensparend einzulagern, hält das Bündnis nichts. Die sächsische Landesregierung wird aufgefordert, von diesem gefährlichen Blödsinn Abstand zu nehmen.

Alexander John von der Klima-Allianz Leipzig kündigte für das Bündnis weitere Aktionen an. Bereits am Sonnabend werde eine Abordnung des Leipziger Bündnisses nach Greifswald aufbrechen, um dort die Proteste mit zu unterstützen. Weitere Aktionen in Leipzig sollen am Montag und am kommenden Donnerstag folgen.

„Schwerpunkt unserer Arbeit ist nach Absage des sächsischen Castortransports der Transport von Cadarache nach Lubmin. Wie unsere Recherchen ergeben haben, soll der Transport nächste Woche durch Sachsen-Anhalt geführt werden, möglicherweise auch durch Halle.“, so Alexander John.

Man werde das Geschehen weiter im Auge behalten.

Weitere Informationen: www.antiatom.wordpress.com

Koordinatoren: Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John, Sandra Post

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig, B.U.N.D. Leipzig, Naturschutzbund Leipzig, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig, DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig, Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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BÜNDNIS GEGEN ATOMKRAFT LEIPZIG : zum Nikolaus ein Zwischenlager

„Schwarz- Gelb gefährdet ihre Gesundheit oder zum Nikolaus ein Zwischenlager“

AtomkraftgegnerInnen in rund 50 deutschen Städten haben vielfältigen Protest gegen die geplanten Castor-Transporte angekündigt. Als Auftakt wollen am kommenden Nikolaus-Montag, den 6.12.2010, mehrere Tausend MontagsspaziergängerInnen unter dem Motto „Atommülltransporte? Non! Njet! NiX da!“ auf die Straße gehen.

In Leipzig werden Aktivisten des Bündnisses gegen Atomkraft ein Zwischenlager auf dem Richard-Wagner-Platz errichten. Abgesperrt durch einen Bauzaun befinden sich mehr als ein Dutzend kontaminierter Atommüllfässer in dem ausgewiesenen Sperrbereich. Mit dieser Aktion will das Bündnis auf die ungeklärte Endlagerfrage des Atommülls aufmerksam machen und gleichzeitig auf die weiteren Castor-Transporte hinweisen.

Nach dem öffentlichkeitswirksamen Gorleben-Castor sollen ohne großes Aufsehen schon Mitte Dezember zwei weitere Castor-Transporte quer durch Deutschland rollen. Sowohl der Transport aus dem südfranzösischen Cadarache ins vorpommersche Lubmin bei Greifswald, als auch der Transport von Ahaus ins russische Majak, sind für den 17. Dezember angesetzt.

„Mit uns wird es keine Castor-Transporte in ’stiller Nacht‘ geben. Wir wollen den Transporten zu trauriger Popularität verhelfen, damit die ständigen Gefahren von Atomtechnologien nicht in Vergessenheit geraten.“ kommentiert Sandra Post vom Bündnis den Hintergrund der Aktion.

Insbesondere der Transport ehemals sächsischen Atommülls ins russische Majak wird vom Bündnis hart kritisiert.

„Man darf nicht vergessen, dass Majak zu den am stärksten belasteten Gegenden der Welt gehört. Dass ausgerechnet dorthin deutscher Atommüll, der ursprünglich aus Rossendorf stammt, verbracht werden soll, zeigt die ganze Zynik, mit der die Regierung arbeitet“, so Mike Nagler, der ATTAC im Bündnis vertritt.

„Die sächsische Staatsregierung hat de facto eingeräumt, dass der Transport nach Majak vor allen Dingen aus Kostengründen stattfindet. Statt sich also ernsthaft und intensiv dem Problem in Deutschland zu widmen, wird der Müll internationalisiert – mit dramatischen Folgen für die Umwelt“, so Jürgen Kasek vom BUND. Dass die Transporte nach deutschem Recht zudem rechtswidrig seien, passe insgesamt ins Bild.

Insgesamt geht es den bundesweit vernetzten Montagsaktiven auch um die Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke und Lobbypolitik. „Als Umweltschützer blockieren wir den Kurs der schwarz-gelben Regierung und wenden uns gegen jegliche Atommülltransporte. Schließlich gibt es kein sicheres Endlager.“ konstatiert Alexander John von der Klima- Allianz Leipzig.

Aus diesem Grund wird die Installation des Bündnisses auch bis zu den geplanten Transporten in Leipzig stehen bleiben und für die Bevölkerung ein anschauliches Beispiel darstellen, wie Atommüll weltweit gelagert wird.

www.antiatom.wordpress.com

Koordinatoren: Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John, Sandra Post

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig, B.U.N.D. Leipzig, Naturschutzbund Leipzig, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig, DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig, Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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BÜNDNIS gegen Atomkraft Leipzig: Atomtransporte nach Majak ist rechtswidrig

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig setzt Arbeit fort // Proteste im Wendland mit großen Zuspruch // Castortransporte nach Majak verhindern

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig lässt in einer aktuellen Pressemitteilung verlauten, dass die Arbeit fortgesetzt werden soll. Nach den erfolgreichen Protesten im Wendland und dem großen Zuspruch, den man von Seiten der Bevölkerung erfahren habe, werde man auch weiterhin für eine atomkraftfreie Zukunft streiten.

„Gerade nach den Protesten im Wendland sind viele der Mitfahrenden auf uns zugekommen, um sich in die Arbeit des Bündnisses einzubringen. Doch auch darüber hinaus melden sich wöchentlich Menschen bei uns, die sich engagieren möchten und uns in unserer Arbeit bestärken. Aufgrund dessen haben wir beschlossen für die Demonstrationen gegen die Castortransporte von Ahaus nach Russland und aus Frankreich nach Lubmin zu mobilisieren“, erklärt Sandra Post die aktuelle Lage im Bündnis.

Noch in diesem Jahr sollen zwei weitere Castor-Transporte durch Deutschland rollen. Wie diese Woche bekannt wurde, wird im Zeitraum vom 14.12. bis zum 16.12. Atommüll von den Wiederaufbereitungsanlagen aus Karlsruhe und Cadarache (Frankreich) nach Lubmin transportiert. Darüber hinaus plant die sächsische Landesregierung den Transport der aus Rossendorf stammenden Brennelemente von Ahaus nach Russland.

Unser Fokus liegt dabei auf letzterem. Daher wird eine Abordnung des Bündnisses am kommenden Wochenende nach Ahaus fahren, um dort Kontakt herzustellen.

„Die Informationspolitik der sächsischen Landesregierung zu den Castor-Transporten ist vollkommen intransparent“, bemängelte Mike Nagler von Attac die Situation vor den Transporten aus Ahaus ins Zwischenlager im russischen Majak. „Es werden Millionen im Haushalt für die Transporte eingeplant, während gerade im Sozialbereich massiv gekürzt werden soll. Darüber hinaus wird die Bevölkerung absichtsvoll mit Desinformationen verunsichert. Da das Zwischenlager im russischen Majak zudem den Anforderungen an ein Zwischenlager nicht entspricht, ist damit zu rechnen, dass der Atommüll irgendwann auch wieder zurücktransportiert wird. Der ganze atomare Unsinn wird anhand dessen deutlich“, so Nagler.

Alexander John, Sprecher der Klima-Allianz Leipzig, sprach sich zudem gegen den Weiterbetrieb sämtlicher Atomkraftwerke aus: „Solange wie die Endlagerfrage nicht abschließend gelöst ist, muss die Erzeugung weiterer atomarer Abfälle verhindert werden. Es gibt bisher nirgends auf der Welt ein Endlager für Atommüll.“

Der Leipziger Rechtsanwalt Jürgen Kasek vom B.U.N.D. wies darauf hin, dass bereits jetzt evident sei, dass die geplanten Transporte aus Sachsen gegen das Atomgesetz verstoßen. Wie auch eine Recherche von ‚Monitor’ ergab, seien die Transporte rechtswidrig. Sollten die Transporte dennoch durchgeführt werden, werde man eine Klage erwägen, so Kasek abschließend.

Das Bündnis kündigte darüber hinaus weitere Aktionen in Leipzig an, um die Leipziger Bevölkerung über die Gefahren der Atomkraft und das unverantwortliche Treiben der Politiker aufzuklären. Aus dem heißen Herbst machen wir jetzt einen heißen Winter, hieß es in der Pressemitteilung abschließend.

Koordinatoren: Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John, Sandra Post

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig, B.U.N.D. Leipzig, Naturschutzbund Leipzig, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig, DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig, Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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Bündnis gegen Atomkraft Leipzig: „Atomkraft hat keine Zukunft – Atommülltransport nach Majak ist rechtswidrig“

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig setzt Arbeit fort // Proteste im Wendland mit großen Zuspruch // Castortransporte nach Majak verhindern

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig lässt in einer aktuellen Pressemitteilung verlauten, dass die Arbeit fortgesetzt werden soll. Nach den erfolgreichen Protesten im Wendland und dem großen Zuspruch, den man von Seiten der Bevölkerung erfahren habe, werde man auch weiterhin für eine atomkraftfreie Zukunft streiten.

„Gerade nach den Protesten im Wendland sind viele der Mitfahrenden auf uns zugekommen, um sich in die Arbeit des Bündnisses einzubringen. Doch auch darüber hinaus melden sich wöchentlich Menschen bei uns, die sich engagieren möchten und uns in unserer Arbeit bestärken. Aufgrund dessen haben wir beschlossen für die Demonstrationen gegen die Castortransporte in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern zu mobilisieren“, erklärt Sandra Post die aktuelle Lage im Bündnis.

Daher werde auch am kommenden Wochenende eine Abordnung des Bündnisses nach Ahaus fahren um dort Kontakt herzustellen. Der Fokus seien aber ganz klar, die Castor Transporte in Sachsen.

„Die Informationspolitik der sächsischen Landesregierung zu den Castor-Transporten ist vollkommen intransparent“, bemängelte Mike Nagler von Attac die Situation vor den Transporten aus Ahaus ins Zwischenlager im russischen Majak. „Es werden Millionen im Haushalt für die Transporte eingeplant, während gerade im Sozialbereich massiv gekürzt werden soll. Darüber hinaus wird die Bevölkerung absichtsvoll mit Desinformationen verunsichert. Da das Zwischenlager im russischen Majak zudem den Anforderungen an ein Zwischenlager nicht entspricht, ist damit zu rechnen, dass der Atommüll irgendwann auch wieder zurücktransportiert wird. Der ganze atomare Unsinn wird anhand dessen deutlich“, so Nagler.

Alexander John, Sprecher der Klima-Allianz Leipzig, sprach sich zudem gegen den Weiterbetrieb sämtlicher Atomkraftwerke aus: „Solange wie die Endlagerfrage nicht abschließend gelöst ist, muss die Erzeugung weiterer atomarer Abfälle verhindert werden. Es gibt bisher nirgends auf der Welt ein Endlager für Atommüll.“

Der Leipziger Rechtsanwalt Jürgen Kasek vom B.U.N.D. wies darauf hin, dass bereits jetzt evident sei, dass die geplanten Transporte aus Sachsen gegen das Atomgesetz verstoßen. Wie auch eine Recherche von ‚Monitor’ ergab, seien die Transporte rechtswidrig. Sollten die Transporte dennoch durchgeführt werden, werde man eine Klage erwägen, so Kasek abschließend.

Das Bündnis kündigte darüber hinaus weitere Aktionen in Leipzig an, um die Leipziger Bevölkerung über die Gefahren der Atomkraft und das unverantwortliche Treiben der Politiker aufzuklären. Aus dem heißen Herbst machen wir jetzt einen heißen Winter.

Koordinatoren:

Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John, Sandra Post

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig; B.U.N.D. Leipzig; Naturschutzbund Leipzig; BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig; DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig; Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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Castor friedlich gestoppt- Bündnis gegen Atomkraft Leipzig bislang zufrieden mit dem Verlauf der Aktionen

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig zeigt sich bislang zufrieden mit dem Verlauf der Demonstrationen im Wendland. Nach dem in den frühen Morgenstunden des 06.11. über 200 Menschen aus Leipzig mit denen vom Bündnis zur Verfügung gestellten Bussen ins Wendland aufbrachen, blieben mehr als 50 Aktivisten dort um die Protestaktionen zu unterstützen. Der Großteil der Aktivisten aus Leipzig beteiligte sich dabei an den Blockaden in der Nähe von Hitzacker. Andere unterstützten dagegen die Blockade direkt vor dem Zwischenlager  in Gorleben.

Sandra Post die zum ersten Mal an den Aktionen teilgenommen hatte, zeigte sich gerade von der Atmosphäre am Sonnabend beeindruckt: „ Der ganze Platz war randvoll mit Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft. Besonders beeindruckend fand ich die entspannte, friedvolle Atmosphäre und die vielen Traktoren. Ich bin mir sicher, dass die Bundesregierung an diesem Zeichen nicht vorbei kommt. Denn für die vielen Tausend die im Wendland waren, gibt es noch einmal Hunderttausende, die die Proteste mit Spenden und Aktionen ideell unterstützen. Ich würde mir wünschen, dass die Bundesregierung einlenkt und die Laufzeitverlängerungen stoppt.“

Mike Nagler von Attac der für das Leipziger Bündnis mit vor Ort ist, beschrieb die Lage am Sonntag so: „Bereits in den frühen Morgenstunden haben wir uns auf den Weg vom Camp Gedelitz zur Straßenblockade vor dem Zwischenlager gemacht. Den ganzen Tag haben dort über 2000 Menschen friedlich die Straße blockiert. Gerade die Stimmung zwischen den Menschen ist geprägt von Entschlossenheit und Friedlichkeit. Dabei wollen wir die Blockade solange halten, bis der Castor kommt. Wir erwarten, dass heute noch viel mehr Menschen zur Blockade kommen. Auch in Hitzacker war die Stimmung im Großen und Ganzen friedlich. Wir hoffen, dass das so bleibt.“

Jürgen Kasek vom BUND der für das Bündnis die Koordinierung von Leipzig aus übernommen hatte, nahm Stellung zu der Diskussion um gewalttätige Auseinandersetzungen. „Es ist absolut bedauerlich, dass es am Rande der Demonstrationen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen ist. Allerdings hat selbst die Polizei eingeräumt, dass die absolute Mehrzahl der Demonstranten friedlich und kooperationsbereit agiert hat. Das ist das Zeichen, dass vom Wendland ausgeht, dass die Bürger sich wehren und zwar friedlich. Für das Geschehene, ist aber maßgeblich auch die Bundesregierung verantwortlich, die mit der Entscheidung zur Verlängerung der Endlaufzeiten einen gesellschaftlichen Großkonflikt wieder neu entfacht hat.“

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig kündigte dabei an, dass die Aktionen zum Thema Atomkraft weitergeführt werden sollen. Sandra Post erläuterte: Auch in Sachsen gibt es in der Forschungsanlage Rossendorf noch alte Brennstäbe die entsorgt werden müssen. Zusätzlich würden die Brennstäbe, die bislang in Ahaus lagern  in absehbarer Zeit über Sachsen nach Russland transportiert werden. Solange wie es Atomkraft gibt, werden wir dagegen streiten.“

Koordinatoren:

Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig; B.U.N.D. Leipzig; Naturschutzbund Leipzig; BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig; DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig; Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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Bündnis gegen Atomkraft Leipzig; „Wir gehen voran, gemeinsam für mehr Demokratie – gegen Atomenergie“ Bündnis ruft zur Demonstration auf

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig kündigt für den kommenden Montag eine Demonstration an. Unter dem Motto: Gemeinsam für mehr Demokratie – gegen Atomenergie, will das Bündnis am kommenden Montag, den 11. Oktober um 19 Uhr vom Augustusplatz aus durch die Stadt zum Brühl ziehen, um erneut ein Zeichen gegen Atomenergie zu setzen.

Luise Dressler vom Bündnis erklärt dazu: „Wir wollen mit dieser Demonstration auf die Notwendigkeit eines raschen Ausstiegs aus der Atomenergie hinweisen. Die Verlängerung der Endlaufzeiten verhindert den Ausbau der erneuerbaren Energien und bürdet den nachfolgenden Generationen ein nicht hinnehmbares Sicherheitsrisiko auf. Gerade die ungeklärte Endlagerfrage macht das Scheitern dieser Energiepolitik deutlich.“

„Die Mehrheit der Menschen ist gegen eine Verlängerung der Endlaufzeiten und hat dies auch deutlich gezeigt“, betonte Jürgen Kasek. Damit wird deutlich, dass es in diesem Land eine demokratische Mehrheit gibt, die aber von der Bundesregierung nicht wahrgenommen wird. Das inzwischen bekannt wurde, dass die Verträge und Teile des Energiekonzepts von Rechtsanwaltskanzleien im Auftrag der Atomindustrie geschrieben wurden, lässt endgültig Zweifel an der demokratischen Legitimation aufkommen.  

„Wer so Politik betreibt wird zunehmend zur Gefahr für die Demokratie“, kritisierte Kasek den Stil der Bundesregierung deutlich.

„Das Energiekonzept der Bundesregierung ist kein Meilenstein in ein neues Zeitalter sondern ein Rückschritt“, bilanzierte Alexander John von der Klima- Allianz Leipzig nüchtern das Konzept der Bundesregierung. Die Klimaschutzziele werden deutlich verfehlt, einen zeitnahen Ausbau der Erneuerbaren Energien wird es nicht geben und zu allem Überfluss wird auch noch weiter auf Energie aus Kohleverstromung gesetzt.

Bis zu den Castor Transporten im November soll ab jetzt jeden Montag 19 Uhr vom Augustusplatz aus in Form eines Spaziergangs auf das Anliegen des Bündnisses hingewiesen werden.  

Aus Solidarität mit den Protestierenden in Stuttgart die sich gegen das Bauprojekt „S21“ stark machen, wird die kommende Demonstration mit einem Schwabenstreich eingeläutet.

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig; B.U.N.D. Leipzig; Naturschutzbund Leipzig; BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig; DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig; Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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