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„Zukunft gestalten statt den Mangel verwalten“ – Hochschulspaziergang am 22.08.

Am 22.August 2014, 13 Uhr laden Katharina Krefft, Dr. Claudia Maicher, Landesvorsitzende, Silvia Kunz Grüne Jugend-Vorsitzende, Kandidatinnen für die Landtagswahl, zusammen mit der Fraktionsvorsitzenden im Landtag von Sachsen-Anhalt, Frau Prof. Dr. Claudia Dalbert, zu einem Hochschulspaziergang unter dem Motto: „Zukunft gestalten statt den Mangel verwalten“ ein. Treffpunkt ist vor dem neuen Seminargebäude der Grimmaischen Straße. Von dort geht es zu den Theaterwissenschaften in der Ritterstraße über den Augustusplatz zur Albertina.

Was herauskommt, wenn man den Hochschulen die Finanzmittel wegnimmt, zeigen wir symbolisch mit einem Riesen-Wackelturm. Klar: irgendwann kracht die Uni in sich zusammen.
Unsere Hochschulen sind gravierend unterfinanziert. Sachsen nimmt den viertletzten Platz bei der Hochschulfinanzierung ein, gibt für die laufenden Grundmittel je Studierendem nur 6.350 Euro (Bundesdurchschnitt 6.830 Euro (Stand 2011)). Seit dem Jahr 2000 werden die Mittel reduziert. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen eine Verbesserung der Grundfinanzierung um mindestens 50 Mio. Euro in einem ersten Schritt.

„Studienkapazitäten, Fächerangebote, Personalausstattung, faire Arbeitsverhältnisse, Lehrqualität – alle Herausforderungen, vor denen die sächsischen Hochschulen heute stehen, sind vor allem von der Grundfinanzierung abhängig und nicht von Investitionsmitteln. Was bringen uns schöne Lehrgebäude, wenn drinnen die Vorlesungen und Seminare überfüllt sind oder die Lehrenden mit Dreimonatsverträgen beschäftigt werden?“ fragt Katharina Krefft. „Wir wollen Investitionen in Köpfe, nicht in Beton. In einer wissensbasierten Gesellschaft darf die Hochschule nicht nur einer überschaubaren Elite zugänglich sein, sondern grundsätzlich allen.“ fordert sie Sozialpolitikerin. Sie blickt auch auf die sächsischen Unternehmen. „Allein zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses bedarf es attraktiverer Bedingungen für Studierende. Weder dürfen Hürden am Anfang den Zugang zur Uni behindern noch darf die Lehrqualität unter der Sparwut leiden noch dürfen Gebühren für Examen erhoben werden. Und: damit aus dem kreativen Milieu der Hochschulen wirtschaftliche Effekte kommen, darf die Forschung nicht auf Dienstleistung für die Unternehmen begrenzt werden. Die Freiheit macht’s.“

Claudia Maicher, GRÜNE Landessprecherin und Kandidatin zur Landtagswahl ergänzt: „Wer Innovationen fördern will, darf Hochschulen nicht kaputtsparen. Exzellente Forschung und Lehre sowie Wissenstransfer in Gesellschaft und Wirtschaft sind zentrale Aufgaben unserer Hochschulen. Ständig neue Rekorde bei der Drittmitteleinwerbung können nicht darüber hinwegtäuschen: Zukunfts- und Planungssicherheit können die sächsischen Hochschulen nur durch eine ausreichende Grundfinanzierung erreichen. Von diesem Ziel ist Sachsen weit entfernt.“

Silvia Kunz, Kandidatin der Leipziger Grünen Jugend, richtet den Blick auf die Studierenden selbst: „Gerade die Interessenvertretung der Studierenden ist wesentlich für gute Studienbedingungen. Die Autonomie der Hochschulen, angemessene Personal- und Finanzausstattung inbegriffen, muss wiederhergestellt werden. Noch nie drängten so viele Studierende an die Hochschulen – ihre Leistungsfähigkeit zu sichern ist die vornehmliche Aufgabe der Staatsregierung. Denn wie viel mehr bekommt sie zurück von den jungen Menschen, die hierher kommen und vielleicht sogar hier bleiben.“

 
Hintergrund:

Hochschulen sind Treibhäuser der Wissensgesellschaft

Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen wir uns für die Zukunftschancen von Universitäten und Fachhochschulen als Treibhäuser der sozialen und ökonomischen Entwicklung in Sachsen ein.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verstehen die Entwicklung zu einer Wissensgesellschaft zugleich als die Chance jedes Einzelnen für mehr Selbstbestimmung, als Grundlage für andere Formen gesellschaftlicher Organisation und als Aussicht auf neue ökonomische und ökologische Perspektiven. Die Chance und Verpflichtung einer wissensbasierten Gesellschaft liegt dabei darin, eigene Lebenschancen, Lebensstile und ihrer individuelle wie gesellschaftliche Gestaltung nicht nur einer schmalen intellektuellen Elite zu überlassen, sondern potentiell allen Mitgliedern der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Einbeziehung breiter Schichten in den gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung eröffnet so die Möglichkeit, demokratische Beteiligung jenseits der gewohnten Muster neu zu denken. Der Wandel hin zu wissensbasierten Wirtschaften schließt darüber hinaus neue Optionen der Ressourcenschonung jenseits der klassischen Wirtschaftszwänge ein. Grund genug, dass Sachsen den Weg in die Wissensgesellschaft entschiedener als bisher verfolgt.

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung können die sächsischen Hochschulen zum Zuwanderungsmotor werden. Schon jetzt sind die großen sächsischen Hochschulstädte urbane Zentren, die junge Studierende aus Deutschland und aller Welt anziehen. Mit den ab 2010 zurückgehenden Abiturientenzahlen in Sachsen sind die Hochschulen und Hochschulstädte mehr denn je auf auswärtige Studierende angewiesen. Darüber hinaus werden die Internationalität und Weltoffenheit einer der wichtigsten Voraussetzungen für innovative und lebendige Gesellschaften. Hochschulen spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, dass Sachsen Zuwanderung und Multikulturalität als Chance begreifen kann.

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Fremdsprachenlotterie und Schulplatzverlosung – Aktion zur Schulpolitik am 14.08

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN machen am Donnerstag, dem 14.08., ab 14 Uhr, mit einer Aktion in der Leipziger Innenstadt auf Lehrermangel, Schulplatz- und Fremdsprachenverlosung in Leipzig aufmerksam. Zugleich stellen die grünen Direktkandidaten das Programm gegen Lehrermangel vor.

„In drei Wochen beginnt die Schule und damit für viele Leipziger Schülerinnen und Schüler das schlimme Erwachen. Das Schulchaos ist nicht beseitigt. Es drohen übervolle Klassen, fehlende Lehrer, verloste Fremdsprachen und lange Schulwege. Freie Schulwahl war einmal. Schullaufbahnen, die mit Enttäuschung, Klagen und kurzfristigen Schulwechseln beginnen, sind frustrierend für Eltern, Kinder und Schuldirektoren. Wir brauchen endlich ein Personalentwicklungskonzept für Sachsens größte Angestelltengruppe. Das wurde in den vergangenen Jahren sowohl von der CDU/SPD-Koalition als auch CDU/FDP-Staatsregierung verschlafen.“, so die GRÜNE Landessprecherin Claudia Maicher.

Laut Zahlen der Regionalstelle Leipzig der Sächsische Bildungsagentur mussten im kommenden Schuljahr 2014/15 1644 Gymnasiasten auf 61 Klassen verteilt werden. Resultat sind bis zum Rand gefüllte Klassen. Im Durchschnitt besuchen 27 Kinder eine Klasse. Laut sächsischem Schulgesetz liegt das Maximum bei 28 Schülern. Zusätzlich sind im kommenden Schuljahr 2014/15 viele Schülerinnen und Schüler von der Schulplatzverlosung in Leipzig betroffen. Nachdem die Elterninformationen eine Woche verspätet versendet wurden, haben mehr als 200 Fünftklässler keinen Platz an ihrer Wunsch-Schule bekommen.

„Wir erleben in Leipzig unmittelbar die Betroffenheit der Schülerinnen und Schüler von einer verfehlten Bildungspolitik im Land. Den Kommunen muss eine wohnungsnahe Schule auch für weiterführende Schulen ermöglicht werden. Für uns sind die Gemeinschaftsschule und längeres gemeinsames Lernen Wege zu mehr Bildungsgerechtigkeit, besseren Schulabschlüssen und mehr Freiheit für die Schulen. Die Mittel für den Schulbau und gerade die Rahmen für zeitgemäßes Lernen sind unsere Antworten auf Talenteförderung, Inklusion und Freude am Lernen. Fakt ist: wir brauchen nicht nur mehr Kitas, sondern natürlich auch die Schulen, in die unsere Kindergartenkinder sehr bald kommen.“, ergänzt Katharina Krefft, Fraktionsvorsitzende im Leipziger Stadtrat.

Mit einem großen grünen Lehrerstuhl und überdimensionierten Losen wird die falsche Schulpolitik der bisherigen Staatsregierung symbolisiert. Die überdimensionierten Lose symbolisieren „Fremdsprachenverlosung“, „Gymnasialplatzverlosung“, Los für „volle Schulklassen“ etc.. Dagegen werden GRÜNE Lösungen an die Passanten verteilt.

Aktion zum Lehrermangel in Sachsen mit Claudia Maicher und Katharina Krefft sowie Leipziger Direktkandidaten zur Landtagswahl von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ort: Petersstraße (Thomaswiese), Leipzig
Zeit: 14 Uhr

Die Aktion ist für Bildaufnahmen gut geeignet. Wir laden Sie herzlich zur Vorstellung des GRÜNEN Bildungsprogramms gegen Lehrermangel ein und würden uns über Ihre Berichterstattung freuen.

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Kita-Chaos in Land und Stadt beenden!

Jürgen Kasek kritisiert die Aussagen von Rost (CDU) und Fabian (SPD) als unglaubwürdig.

„Scheinheilige Bildungspolitik im Wahlkampf – Investitionsprogramm von Nöten.“

Grüner Direktkandidat Jürgen Kasek kritisiert die Kita-Politik in Leipzig und in Sachsen:
„Die Leipziger SPD sorgt dafür, dass wir nicht genügend Betreuungseinrichtungen haben und die CDU-geführte Landesregierung sorgt dafür, dass wir zu wenig Erzieher und Erzieherinnen haben. Sachsen hat deutschlandweit die schlechteste Betreuungsquote. Der vernehmbare Aufschrei fällt aber überraschend leise aus, haben doch SPD und CDU Schuld am Desaster. Damit muss endlich Schluss sein! Unsere Kinder verdienen mehr als bloße Verwahrung in den Einrichtungen.“

BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN setzen sich auf kommunaler Ebene und im Land seit jeher für eine verantwortungsvolle Bildungspolitik ein.
Kasek dazu: „Wir wollen einen bedarfsgerechten Ausbau von Kindertageseinrichtungen in Wohnort- oder Arbeitsnähe. Zu einem deutlich verbesserten Betreuungsschlüssel von 1 zu 4 im Krippenbereich und 1 zu 10 im Kindergartenbereich gibt es keine Alternative. Jetzt sofort brauchen wir ein Investitionsprogramm von wenigstens 90 Mio. € um die Betreuungsquote deutlich zu verbessern.“

Das Spardiktat der CDU werde auf dem Rücken von Kindern und pädagogischem Personal ausgetragen, ein Weiter-So könne es nicht geben.
„Die CDU hat sich in den letzten Jahren jeder Initiative zur Verbesserung des Betreuungsschlüssels verweigert und speist die Kitas nun mit symbolischen Maßnahmen wie der viel zu geringen Erhöhung der Kita-Pauschale ab. Die Erhöhung der Kita-Platz-Pauschale kompensiert lediglich die Kostensteigerung der letzten Jahre. Wir brauchen aber eine klare Prioritätensetzung im frühkindlichen Bildungsbereich, um Bildungsgerechtigkeit wirksam voranzutreiben“, erklärt Kasek.

Die SPD in Leipzig hat den Kita-Ausbau verschlafen, immer noch müssen zu viele Eltern um einen Kita-Platz betteln. „Es gibt einen Rechtsanspruch, der muss mit allen Mitteln eingehalten werden. Kinderfreundliche Politik darf nicht erst über den Anwalt durchgesetzt werden. Wer sich künftig auf Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz verlassen will, kann der SPD nicht die Stimme geben! Der SPD-Sozialbürgermeister Fabian reicht die Mittel des Landes schon jetzt nicht weiter, sondern spart auf den Rücken der Tageseltern. Vor diesem Hintergrund können sowohl CDU als auch SPD ihre scheinheiligen Krokodiltränen stecken lassen.“

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„Die wunderbare Welt des Stanislaw T.: Wahlversprechen statt seriöser Bildungspolitik“

Der Kreisverband von BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN ruft zur Unterstützung der Bildungsdemo am 08.07. um 17 Uhr vor der Bildungsagentur Nonnenstraße 17 a und zur Teilnahme an den Sternmärschen, die vorher stattfinden, auf. Aufgrund der alarmierenden Situation und der desaströsen Zustände an vielen Schulen ist es notwendig ein deutliches Zeichen zu setzen.

„Seit Jahren sind zu wenig Lehrerstellen vorhanden, um eine gute Bildung für alle Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten oder wenigstens den Lehrplan vollständig umsetzen zu können.“, stellt Katharina Krefft, Fraktionsvorsitzende im Leipziger Stadtrat fest.

Zu wenig neue Lehrer und Klassengrößen von 28 Kindern ohne Rücksicht auf Kinder mit besonderem Förderbedarf gehen zu Lasten aller. Individuelle Förderung von Kindern mit Lernschwächen, sozialen Problemlagen oder von leistungsstarken Kindern ist kaum möglich. Zehn Prozent Schulabbrecher ohne Abschluss müssen später in teuren Programmen betreut werden, um zu korrigieren, was in den ersten Schuljahren versäumt wurde. Lehrerinnen oder Lehrerer können unter den derzeitigen Bedingungen kaum gesund das Rentenalter erreichen.

„Diese Zustände verantwortet die CDU-Staatsregierung, die die Probleme immer noch aussitzt oder sich mit billigen Wahlversprechen aus der Verantwortung stehlen will. Die Proteste zeigen wie dringend Sachsen eine andere Politik für Kitas und Schulen braucht. Das Schulchaos im neuen Schuljahr ist absehbar.“, so die GRÜNE Landessprecherin Claudia Maicher.

Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zählen die Lehrerinnen und Lehrer erst, wenn sie tatsächlich vor den Klassen stehen. Wir fordern daher ein langfristiges Personalkonzept und ein Konzept um junge Lehrkräfte in Sachsen zu halten und zurück zu gewinnen.

„Mit befristeten Stellen, stundenweisen Abordnungen quer durch die Schulen, maroden Schulgebäuden und schlechter Ausstattung wird das nicht funktionieren“; so Maicher.

Geschickt hat die CDU-Regierung die Landtagswahlen auf den Tag vor dem ersten Schultag gelegt. Wir sind überzeugt, dass sich Lehrer, Schüler, Eltern und Großeltern keinen Sand in die Augen streuen lassen.

Claudia Maicher, GRÜNE Landessprecherin wird zusammen mit Katharina Krefft, Vorsitzende GRÜNE Stadtratsfraktion und weiteren GRÜNEN am Sternmarsch ab Clara-Zetkin-Park teilnehmen.

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Sternmarsch zur Regionalstelle Leipzig, Sächsische Bildungsagentur, Nonnenstraße 17 A
Termin: 08.07.2014
Demozug 1: ab 16 Uhr
Clara-Zetkin-Park: Ecke Ferdinand-Lasalle-Straße/Max-Reger-Allee

Demozug 2: ab 16 Uhr
Am Felsenkeller

Demozug 3: ab 16 Uhr
Am Adler

Weitere Informationen: http://www.ser-leipzig.de/

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„Leipzig braucht mehr Bildung! – Die CDU spart uns dumm!“

Die von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN initiierte Resolution für den Wissenschaftsstandort Leipzig stieß auf breite Zustimmung – nur die CDU verweigerte sich. Die Verlautbarungen von Ursula Grimm (CDU) lassen nur einen Schluss zu: Leipzig braucht mehr Bildung!

Zu Recht protestieren Studierende in Leipzig und in ganz Sachsen in Anbetracht der Hochschulkürzungen. Zu Recht protestiert eine Theatergemeinschaft gegen die drohende Schließung des Instituts für Theaterwissenschaften in Leipzig. Zu Recht sieht die städtische Politik in dem Kürzungswahn eine Gefährdung des Wissenschaftsstandortes Leipzig. Zu Recht hat die Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine parteiübergreifende Resolution für den Erhalt der Leipziger Hochschullandschaft initiiert. – Nur die CDU sieht das anders: es gäbe kein Spardiktat aus Dresden.

„Damit macht sich die CDU nur noch lächerlich, als würden die Hochschulen freiwillig kürzen und damit den Betrieb nur noch auf Sparflamme laufen lassen. Das ist eine Farce und Schönrederei im Wahljahr.“ Christin Melcher, Vorstandsmitglied von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig weiter: „Wäre es nicht so dramatisch, müsste man nur noch lachen. Wenn Hochschulautonomie nur darin besteht, zu sagen wo gekürzt werden soll, dann ist die Bildung in Gefahr. Von Autonomie kann unter diesen Bedingungen nicht mehr die Rede sein.“

Das Wissenschaftsministerium und die CDU Stadträtin Grimm verkennen die Lage und lassen wenig Kenntnis erkennen. Eine Hochschulentwicklungsplanung, die auf Augenhöhe stattfinden soll, wäre wünschenswert, noch wünschenswerter wäre aber, eine Hochschulentwicklungsplanung auf verlässliche Zahlen zu stützen.

Christin Melcher: „Dass die Studierendenzahlen steigen werden war längst absehbar, jetzt an den Kürzungen festzuhalten ist einfach nur dreist. Noch dreister ist allerdings sich das eigene Unvermögen nicht einzugestehen und den Schuldigen woanders zu suchen. »Wissen wo es lang geht« davon kann bei der CDU keine Rede sein. Sie will Hochschulautonomie, exzellente Lehre und attraktive Hochschulstandorte um Studierende anzulocken, durch Kürzungen geht das nicht.“

Die Kürzungsvorgaben liegen auf dem Tisch und es folgen weitere in den nächsten Jahren. In Anbetracht steigender Studierendenzahlen und der einmaligen Hochschullandschaft in Leipzig muss in den Kürzungsplänen eine Gefährdung des Wissenschaftsstandortes Leipzig gesehen werden.

„Wie sollen Hochschulen bei weniger Mitteln mit den Herausforderungen von Studierendenzuwächsen umgehen? Wie will man den Wissenschaftsstandort Leipzig noch glaubwürdig verkaufen, wenn es in den Hochschulen nur noch darum geht, den Betrieb unter dem Spardiktat aufrecht zu erhalten? Die CDU kürzt uns dumm! Damit muss endlich Schluss sein. Der Protest und die parteiübergreifende Resolution zeigen deutlich, dass Bildung mehr wert ist. Die CDU soll aufhören mit dem Schwarzen-Peter-Spiel und endlich anfangen verantwortungsvolle Bildungspolitik zu machen.“ stellt Christin Melcher abschließend fest.

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Grüne Fraktion: Lange Bearbeitung von Anträgen auf Leistungen für Bildung- und Teilhabe – „Sollen Kinder in den nächsten Wochen kalt essen oder laufen?“

Jedes Jahr beginnt ein neues Schuljahr – der Termin ist vier Jahre im Voraus bekannt. Dennoch schafft es die Verwaltung in Leipzig nicht, Anträge auf den Zuschuss für ein warmes Mittagessen oder zur Schülerbeförderung zeitgerecht zu bearbeiten. 
Die Folge: Eine Vielzahl Leipziger Kinder können in den Schulen und ebenso in den Kindertagesstätten nicht am warmen Mittagessen teilnehmen. 
Und: Eltern müssen für Wochen und Monate in Vorleistung gehen und die monatlichen Raten für die Schülerfahrkarten bis zu 6 Monate vorstrecken. Beides hängt zusammen!
 
Auf Anfragen hin erfuhren die Stadträte der Grünen, dass die Anträge für den Zuschuss zum Essensgeld ca. vierzehn Wochen bearbeitet werden – da ist das erste Halbjahr gleich rum! 

Gleiches erlaubte sich die Stadtverwaltung mit dem Eilbeschluss zur Schülerbeförderung noch im Juli 2013. Konnten Eltern bis dahin unter Vorlage des Leipzig Passes die ermäßigte Schülerfahrkarte einfach und unbürokratisch bei den Verkehrsbetrieben kaufen, müssen sie seit dem neuen Schuljahr erst einen mehrseitigen Antrag beim Jobcenter stellen. Mit dem Bearbeitungsaufwand war die Stadtverwaltung sichtlich überrumpelt worden. Statt 282 Betroffene, wie in der Vorlage ausgeführt, gibt es nun 5000 zusätzliche Anträge, die ihrer Bearbeitung harren. Bis zu einem halben Jahr werden sich Eltern auf die Auszahlung gedulden müssen. „Gute Verwaltungspraxis sieht anders aus!“, ärgert sich Katharina Krefft. Und weil die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit dem Abarbeiten der Schülerbeförderungsanträge befasst sind, landen die Anträge auf Essenszuschuss auf dem großen Haufen. Die Eltern gehen derweilen in Vorleistung, und wo sie das nicht können, essen die Kinder kalt. 
Katharina Krefft weiter: „Wir fordern Prof. Fabian auf, eine unkomplizierte Absprache mit den Essensfirmen zu vereinbaren: Um kurzfristig die Kindern die Teilnahme am Mittagessen zu ermöglichen.“

Hintergrund:  Mit dem Bildungs- und Teilhabepaket haben einkommensschwache Eltern die Möglichkeit, Leistungen wie Schülerbeförderung oder Essenzuschüsse zu beantragen. Von Anfang an war der Bearbeitungsaufwand für die Betreffenden kritisiert worden. Die Hälfte des eingestellten Geldes geht in die Sachkosten für die Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes. Gleichfalls entlastet es Städte und Gemeinden, die zuvor die Ermäßigungen aus sozialer Verantwortung für die Kinder aus ihren Haushalten gewährten. 

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Leipzig braucht passgenaue Angebote für Schulschwänzer

Grüne Fraktion: ein Anlass für Zufriedenheit ist nicht gegeben.

Leipzig hat die höchste Schulschwänzer- und Schulabbrecherquote. Die LVZ greift am 20.8. das Thema auf und die befragten Verantwortlichen (Bildungsagentur Leipzig) und Schulpolitik-Experte der CDU Colditz können kein Problem erkennen.

Katharina Krefft: „Wenn Kinder und Jugendliche die Schule schwänzen ist dies der erste bedenkliche Hinweis, dass Motivation und Lernfreude fehlen. Daraus erwächst die direkte Gefahr, dass Kinder und Jugendliche die Schule letztlich ohne Abschluss verlassen. Dieser Zusammenhang ist offen sichtbar.“

Seit Monaten versuchen wir zu ergründen, warum in Leipzig die Zahlen so hoch sind. Bislang erfolgten weder die Analyse der Ursachen, noch wurde untersucht, ob die Angebote, um doch den Schulerfolg sicherzustellen, in der Stadt ausreichend sind. Wenn diese Untersuchung weiterhin nicht erfolgt, vergrößert sich die Gruppe derer die ohne Aussicht auf berufliche Integration und ein selbstbestimmtes, finanziell gesichertes Leben starten.

Krefft weiter: “Unsere Fraktion fordert aktuell mit einem Antrag die Ursachenforschung für Leipzig. Im Antrag V/A 422 „Schaffung zusätzlicher Angebote für schulmüde Jugendliche“ wird zum Beschluss durch den Stadtrat derzeit diskutiert: „Die kommunalen Möglichkeiten zur Begegnung der hohen Schulabbruchrate in Leipzig werden untersucht und die Angebote für schulmüde Jugendliche erweitert.“

Das gesamte Angebot, welcher Arten und ob es schulmüden Jugendlichen zum Schulerfolg  dient, können wir mit dem bislang dürftig vorgelegten aus dem Amt für Jugend, Familie und Bildung nicht bewerten. Es gibt sie ja, die Angebote und Programme für Jugendliche, die in Schule keinen Sinn sehen. Aktuell ist ein wichtiges Angebot des IB in seiner Finanzierung gefährdet. Dabei kennt die Sozialwissenschaft viele Wege Jugendliche aus Krisen zu begleiten, aber die Entscheidung über die Fortführung der sozialpädagogischen Programme, wie z. B. „Die 2. Chance“ beim Internationalen Bund Leipzig wird kurzsichtig von haushalterischen Abwägungen bedingt.

Ergänzend dazu haben wir im Antrag ein praxisbezogenes Modell vorgeschlagen, auch in Leipzig einzuführen. Sogenannte „Blitzjobs“ sind als arbeitsweltbezogene, sozialraumorientierte Maßnahme zur Begegnung von Schulmüdigkeit in Berlin erprobt. Daraus könnten Kooperationen mit Handwerk und Betrieben erwachsen, die Perspektiven vermitteln können und um Jugendlichen den Sinn von Leistung erfahrbar zu machen.

Wir halten Bußgelder nicht für zielführend. Kinder brauchen Bindung zum Lernen, finden sie diese weder im Elternhaus noch in der Schule, darf an Schulsozialarbeit und spezieller Sozialarbeit nicht gespart werden. Gerade die aktuellen Sparanstrengungen verheißen hier nichts Gutes. Darum: Untersuchen, wo es fehlt, gleichzeitig Angebote nicht einstellen und bei Bedarf sogar erweitern – an den richtigen Stellen – für unsere Jugend.

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Grüne Wahllounge startet mit Themen Familie, Kita und Bildung

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig sowie die beiden Direktkandidatinnen Stefanie Gruner und Monika Lazar, MdB; laden am Donnerstag, den 15.8. zu einer Gesprächs- und Diskussionsveranstaltung zu familienpolitischen Themen in die „Alte Schlosserei“ (Kurt-Eisner-Straße 66 /Hinterhof) ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Grüner Donnerstag“ statt. Beginn der Wahllounge, bei der Getränke und vegetarische Snacks gereicht werden, ist 17 Uhr.
Ab 19 Uhr werden verschiedene Themen, wie das Betreuungsgeld, der Kitaausbau, das Ehegattensplitting, das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare und das Bildungspaket in lockerer Runde diskutiert. Wir freuen uns auf Gesprächsanregungen sowie Wünsche und Forderungen an die Politikerinnen aus den Reihen der TeilnehmerInnen. Im Mittelpunkt stehen natürlich, passend zum Thema, besonders die kleinen Gäste. Es wird ein Spielangebot und einige Überraschungen für alle Kinder geben.  Wir heißen alle Leipzigerinnen und Leipziger herzlich willkommen.

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Bildung und Nachhaltigkeit: Weltrettung durch Lernen?

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN laden am Freitag, den 21.12.2012, 19:30 Uhr ein zur Podiumsdiskussion in die „Alte Schlosserei“, Kurt-Eisner-Straße 64 (Innenhof), 04275 Leipzig

Es diskutieren Peter Unfried (TAZ-Chefreporter) Niko Paech (Universität Oldenburg) und Elke Urban (Schulmuseum Leipzig), moderiert wird die Veranstaltung von Professor Felix Ekardt (grüner OBM-Kandidat und Nachhaltigkeitsforscher).

Jeder ist für Bildung – auch im Leipziger OB-Wahlkampf, wo plötzlich die das Rathaus dominierenden Altparteien, die jahrelang die Schaffung von Kita-Plätzen und energetisch vernünftigen Schulneubauten sowie Ansätze für ein besseres Schulessen beiseite geschoben haben, plötzlich kurz vor der Wahl auf diese Themen einschwenken. Aber was kann Bildung leisten für ein anderes Megathema: die Schaffung von Lebens- und Wirtschaftsweisen, die auch dann noch aufgehen, wenn sie dauerhaft und global praktiziert werden?

„An dieser Stelle ist ‚Nachhaltigkeit‘ ein wichtiger Punkt im großen Bereich ‚Bildung‘. Wir wollen bei unserer Podiumsdiskussion versuchen, das große und allübergreifende Thema ‚Nachhaltigkeit‘ auf unser Leben und unsere Bedürfnisse herunter zu brechen“, erklärt Felix Ekardt. Geladen ist zu dieser Runde Prof. Niko Paech, derzeit Deutschlands schärfster Wachstumskritiker.

„Wir brauchen kein grün angepinseltes ‚Weiter So’, sondern müssen jetzt endlich unser Leben entrümpeln und entschleunigen“, so Paech. Er spricht dabei von verschiedenen Ansätzen, wie z.B. der Verkürzung von (Lohn-)Arbeitszeiten zur Steigerung der Eigenversorgung, Gemeinschaftsgärten, Tauschringe, Netzwerke der Nachbarschaftshilfe, Verschenkmärkte, Einrichtungen zur Gemeinschaftsnutzung von Geräten/Werkzeugen. „Wir müssen Produkte länger nutzen, sie reparieren und pflegen und sie lieber gebraucht kaufen als neu. Wir müssen Knöpfe selber annähen und Fahrräder eigenhändig reparieren – und wieso soll das eigentlich keinen Spaß machen?“ schlägt der Wissenschaftler der Universität Oldenburg vor.

Wenn mal wieder eine Klimakonferenz wie in Doha scheitert, hoffen viele für die Zukunft auf die Pädagogik und junge Menschen, die es künftig besser machen. Funktioniert das? Und was haben Schulessen und Energiesparschulen mit künftig nachhaltiger lebenden Menschen zu tun? Und welche Ansatzpunkte haben wir dafür in Leipzig? Und zwar ernsthafte Ansatzpunkte – und nicht wolkige Nachhaltigkeitsrhetorik bei gleichzeitiger Forcierung von Wachstum und Automobilindustrie, wie es die bisherige Rathausleitung betreibt?

Darüber werden neben Prof. Niko Paech, Peter Unfried und Elke Urban am Freitagabend in der Alten Schlosserei diskutieren. Der Eintritt ist frei.

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Schulhausausbau weiter denken und mehr Beteiligung ermöglichen

Grüne begrüßen Investitionen für den Schulausbau
Grünen Stadträtin Krefft: „Die Beteiligung der Schulen und Stadtbezirksbeiräte darf nicht vergessen werden!“

Die Stadt Leipzig will mit Investitionen von 165 Mio. Euro den Schulausbau bis 2016 vorantreiben. „Wir begrüßen ausdrücklich das Vorhaben der Stadt. Der Investitionsstau der letzten Jahre hat großen Schaden bei den Schulen angerichtet. Es ist daher höchste Zeit, das Geld da einzusetzen wo es gebraucht wird.“ so Katharina Krefft, Stadträtin Bündnis 90/ Die Grünen. „Die Liste der Schulbauvorhaben ist lang – ein ehrgeiziger Plan. Es wird deutlich, wie stark die Instandhaltung und Bauordnung vernachlässigt wurde. Bei den neuen Projekten hingegen kommt es darauf an, die Gelder intelligent und nachhaltig auszugeben und nicht in der Kürze Planungsfehler zu machen, die später noch teurer werden.“ so Krefft weiter.

Bündnis 90/ Die Grünen fordern daher die Beteiligung der Schulen und der Stadtbezirksbeiräte. „Für die Stadtbezirksbeiräte gibt es morgen, Dienstag, 18.September, immerhin eine Informationsveranstaltung. Wir haben die Verwaltung aufgefordert, auch die Schulen einzuladen. Wie wir erfahren, wissen die noch gar nicht vom ihrem Glück – und auch nicht von Festlegungen für die Neueinrichtung von Schulen, die noch nicht abschließend diskutiert sind,“ verweist Katharina Krefft auf die Sanierung der Schule im Opferweg, wo Grundschüler der Paul-Robeson und der Schule Stahmeln zukünftig unterrichtet werden sollen.

Das Vorgehen zeigt, wie nötig eine Schulbaurichtlinie ist. Der aktuelle Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sieht eine solche zur Festlegung von Leitlinien zur Gestaltung und Umsetzung von lernfördernden und ökologischen Schulbauten vor. „Wir konnten es in der Vergangenheit mit dem Konjunkturpaket 2 erleben, dass der Stadt auf einmal Gelder zur Verfügung standen, die sie kurzfristig ausgegeben hat. Wir wollen aber den Schulausbau planvoller gestalten. Dazu gehört neben der Einbeziehung aller NutzerInnen des Schulgebäudes auch die Beteiligung der BürgerInnnen bei der Planung.

Krefft weiter: „Besonders bei den Schulen, die bereits bestehen und für welche Neubauten bzw. neue Standorte geplant werden, wie Sport-Mittelschule und Käthe-Kollwitz-Sprachheilschule, halten wir die Beteiligung für unabdinglich.“ Den Grünen ist es darüber hinaus wichtig, dass lernfördernde Atmosphären geschaffen werden und nachhaltige Aspekte beim Bau berücksichtigt werden. „Wem nützt eine neue Schule, wenn die Nebenkosten so hoch sind, dass keine anderen Investitionen mehr möglich sind?“

„Schulen sind Orte des Lernens. Um diese Lernatmosphäre auch baulich zu ermöglichen fordern wir daher ein klares Bekenntnis der Stadt, folgende Ideen in einer Richtlinie festzuhalten: Barrierefreiheit und inklusive Aspekte beim Bau zu berücksichtigen, eine gesunde Lernumgebung, höhere Flexibilität in der räumlichen Gestaltung, neben klassischen Klassenräumen auch Raum für Selbstlernphasen sowie andere Unterrichtsformen. Darüber hinaus sind auch ökologische Aspekte bei der Auswahl der Baustoffe und der energetischen Versorgung zu beachten.“ so Krefft abschließend.

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