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Film und Diskussion: Atomausstieg jetzt!, Leipzig, UT Connewitz

Film und Diskussion: Atomausstieg jetzt! Kein sächsischer Atommüll nach
Russland —————————————————————————

Donnerstag, 05.05., 19 Uhr, Leipzig, UT Connewitz, Wolfgang-Heinze-Str. 12a
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am Donnerstag, 05. Mai, 19 Uhr lädt Johannes Lichdi, energie- und
klimapolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, im UT
Connewitz in Leipzig zu Film und Diskussion über den Transport sächsischen
Atommülls nach Russland.

Die Tragödie von Fukushima mahnt: Atomausstieg jetzt! Wie schnell können wir
die deutschen AKW abschalten? Was hat Sachsen damit zu tun? Die
Staatsregierung möchte weiterhin Atommüll nach Majak (Russland/Südural),
eine der verstrahltesten Regionen der Welt, schicken. Nach einer Einführung in die aktuelle Atomdebatte wird der halbstündige
Dokumentarfilm russischer Umweltschützer „Verseuchtes Land“ gezeigt, der das
Schicksal der Menschen im Südural erzählt.

Der Eintritt ist frei.

Ort: Leipzig, UT Connewitz, Wolfgang-Heinze-Str. 12a Zeit: Donnerstag, 05.05., 19 Uhr

Über Ihr Interesse würden wir uns freuen.

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„Erneuerbar oder Einweg- für den Strom der Zukunft- die Grüne Energiereihe- Teil 2 Uranium is it a country?“

 „Erneuerbar oder Einweg – für den Strom der Zukunft – die Grüne Energiereihe – Teil 2 Uranium – is it a country?“

Am kommenden Donnerstag, am 24.03.2011, wird in der grünen Energiereihe der nächste Film gezeigt. Um 19 Uhr im Kulturcafé Knicklicht in der Dresdner Straße 79 wird der Film „Uranium – is it a country gezeigt“.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Debatte um die Zukunft der Atomenergie in Deutschland möchten wir die Grundlagen der Verstromung aus Atomenergie näher beleuchten“, erklärt Jürgen Kasek, Vorstandssprecher des Grünen Kreisverbandes das Anliegen.

Dabei beschäftigt sich das Filmprojekt mit dem Weg des Urans von einer Mine in Australien bis hin zu einem Kernkraftwerk in Deutschland.

Es wird auf den gesamten Produktionsprozess eingegangen, auf den enormen Wasserverbrauch bei der Förderung, die Umweltzerstörungen, wie die Verseuchung ganzer Landstriche, den miserablen Arbeitsschutz der Minenarbeiter sowie Enteignungen der Eingeborenen in Australien hingewiesen, was bei der heutigen Diskussion um die Atomkraft völlig untergeht.

„Wir haben uns für diesen Film entschieden um zu zeigen, dass die Probleme mit der Atomkraft nicht erst bei der Endlagersuche in Deutschland oder im Betrieb beginnen, sondern bereits der Uranabbau ernsthafte Schäden verursacht. Gefahren, über die wir in Deutschland nur theoretische Debatten führen, sind in Australien bereits traurige Realität.“, so Kasek.

Ziel der grünen Energiereihe ist es eine breite Debatte über die zukünftige Energiegewinnung in der Gesellschaft anzustoßen. Nachdem im Februar bereits der Film „Heimat auf Zeit“ gezeigt wurde, der sich mit der Vertreibung durch Kohletagebaue auseinandersetzt, folgt nach "Uranium – is it a Country", der Film "Das Schönauer Gefühl" am 21. April.

Dazwischen wird am 29.03. auf der Leipziger Klimakonferenz unter dem Motto „Leipziger Klima – Energetisch korrekt in die Zukunft“ der Fragestellung nachgegangen, welche Mittel und Möglichkeiten Leipzig hat, auf die kommende Herausforderung in diesem Bereich zu reagieren.

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Fukushima ist überall – Aufruf zur Mahnwache und Demonstration am 21.03.2011

Plakat_demo

Für den kommenden Montag ruft das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig zu einer erneuten Mahnwache auf dem Augustusplatz auf. Diese findet von 18:00 bis 18:30 Uhr statt. Im Anschluss daran wird ein Protestzug unter dem Motto „Fukushima ist überall – Atomausstieg jetzt!“ durch die Leipziger Innenstadt führen.

„Während bei der Mahnwache das Gedenken an die Opfer im Mittelpunkt steht, wird der Fokus bei der anschließenden Demonstration auf die aktuelle politische Debatte über den Ausstieg gelegt. Man sollte beide Sachen getrennt behandeln“, erklärt Sandra Post vom Bündnis den Anlass der zwei Aufrufe.

Jürgen Kasek vom Bündnis erklärte, dass es bei der Mahnwache vor allen Dingen darum gehe, Anteilnahme auszudrücken. Daher können die Bürger auch Kerzen mitbringen. Gleichzeitig bezeichnete Kasek Fukushima als Fanal, als mahnendes Inferno, das ein generelles Umdenken unumgänglich mache. „Es gilt jetzt die richtigen Schlüsse zu ziehen und dem Atomspuk ein Ende zu bereiten.“

Die politische Debatte in Deutschland, auch sie wird durch die Katastrophe befeuert. Daher wird im Anschluss an die Mahnwache ein Protestzug in der Leipziger Innenstadt stattfinden. Mit Atomkraft wird es für uns keine Zukunft geben, denn sie gefährdet unser aller Leben.

„Zwar werden zum Teil alte Meiler abgeschaltet, aber das sei nicht ausreichend“, ergänzte Marco Böhme vom Bündnis. Auch in Sachsen und Leipzig müsse das ein Thema sein.

„In Sachsen gibt es kein Atomkraftwerk. Dennoch ist Sachsen nicht atomstromfrei. Bei den Stadtwerken Leipzig sind große Teile Atomstrom im Strom-Mix enthalten, wie auch noch 55 % Strom aus Kohle- oder Gaskraftwerken.  An der Energiebörse EEX in Leipzig wird darüber hinaus im großen Stil mit Atomstrom gehandelt.“, so Böhme.

Koordinatoren:

Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John, Sandra Post, Steve Bormann, Manuela Lagrange

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig; B.U.N.D. Leipzig; Naturschutzbund Leipzig; BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig; DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig; Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

www.antiatom.wordpress.com

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„Erneuerbar oder Einweg- für den Strom der Zukunft- die grüne Energiereihe“

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 Am 17.02. 2011 startet offiziell die Grüne Energiereihe mit dem Titel „Erneuerbar oder Einweg- für den Strom der Zukunft“ mit der Vorführung des Films „Heimat auf Zeit“ um 19 Uhr im Café Knicklicht in der Dresdner Straße 79 in Leipzig. Die Vorstellung ist kostenlos.

 „Wir wollen mit der Energiereihe, die federführend vom Arbeitskreis Umwelt- und Klimaschutz erarbeitet wurde, einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um eine zukunftsfähige Energieversorgung liefern“, so Jürgen Kasek, Vorstandssprecher des Kreisverbandes. Dazu werden die unterschiedlichen Möglichkeiten der Energieversorgung in verschiedenen Veranstaltungen beleuchtet.

So gehören zur Energiereihe eine komplette Filmreihe, die mit dem Film „Heimat auf Zeit“ begonnen wird, und weitere Filme kostenfrei präsentiert, sowie ein Bildungsseminare zum Thema Braunkohle eine lokale Klimakonferenz zum Thema „Energie“, sowie eine Klimaradtour und eine Ausstellung im Mai, die sich mit dem Klimawandel auseinandersetzt.

 Der am Donnerstagabend gezeigte Film beschäftigt sich dabei mit dem Problem der Vertreibung und Umsiedlung im Energieland Deutschland.

Am 18. September 2007 traf die Menschen der Lausitzer Gemeinden Kerkwitz, Atterwasch und Grabko überraschend die Nachricht, dass ihre Orte wie Hunderte zuvor für Strom aus Braunkohle abgebaggert werden könnten. Erst ein Jahr später sollte eine endgültige Entscheidung fallen.

Dieses eine Jahr dokumentiert der unabhängige Film "Heimat auf Zeit" und stellt dabei die Frage nach dem "Warum?". Warum kann im 21. Jahrhundert mitten in Europa ein komplettes Dorf mit gesetzlicher Hilfe verschwinden? Warum sichert jedoch genau dies seit über einhundert Jahren unseren Wohlstand? Wohin führt uns der Kampf gegen den Klimawandel? Und werden wir auch in Zukunft das Verschwinden der Heimat weniger für den Wohlstand vieler in Kauf nehmen müssen oder gar billigen?

Die Antworten auf diese Fragen sind weder schwarz noch weiß. Das unabhängige Filmteam findet im Kleinen der Dorfbewohner wieder, was sich im Großen der Politik, Wissenschaft und Wirtschaft oft verliert. Ein komplexes Geflecht aus Arbeitsplatzzahlen, Energiepolitik, Umweltschutz und Zukunftsvisionen lässt nicht nur für die Bewohner der Niederlausitz die Frage offen, ob ihre Heimat nicht nur eine "Heimat auf Zeit" ist?

 Alle Termine:

Jeden zweiten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr in der Geschäftsstelle, Hohe Straße 58, Treffen des AK Umwelt- und Klimaschutz

Filmreihe: jeweils im Café Knicklicht, Dresdner Straße 79, Leipzig, kostenlos

17.02.11 Heimat auf Zeit

24.03.11 Uranium – is it a country

21.04.11 Das Schönauer Gefühl, in Kooperation mit Monika Lazar (MdB)

19.05.11 There Once Was an Island: Te Henua e Nnoho in Kooperation mit Gisela Kallenbach (MdL)

Veranstaltungen:

29.03. lokale Klimakonferenz: Leipziger Klima: Energetisch korrekt in die Zukunft?, 17- 21 Uhr, Aula der alten Nikolaischule

Panel 1:  „Kommunale Energieversorgung der Zukunft“

Panel 2: „Energetische Gebäudesanierung – was geht in Leipzig?“

Eine Veranstaltung Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Fraktion im sächsischen Landtag

Weitere Informationen unter: http://www.gruene-fraktion-sachsen.de/

06.04.2011 „Braune Kohle“ Seminar zum Thema Braunkohleverstromung 18-21 Uhr, Raum S204  in der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

04.- 05. 06.2011  jeweils 14- 17 Uhr Café im Haus der Demokratie, Vorträge zum Thema Atomkraft vom BÜNDNIS gegen ATOMKRAFT Leipzig, ,

Informationen unter: www.antiatom.wordpress.com

Besonderheiten:

26.04.  Gedenktag 25. Jahre Tschernobyl

09.05.- 27.05. Ausstellung „Klimawandel in Sachsen“ Foyer der Mensa am Park, Universitätsstraße in Kooperation mit dem STURA Referat Umwelt

15.05. Klimaradtour der Klima- Allianz Leipzig, Abfahrt 11 Uhr Marktplatz, www.klima-allianz-leipzig.de

29. Mai 2011 Ökofete des Ökolöwen www.oekofete.de

Weitere Informationen unter www.gruene-leipzig.de

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Auswirkungen der Atomkraftlaufzeitverlängerung auf den deutschen Strommarkt – eine Leipziger Perspektive – Fachvortrag

Als Auftakt ihrer Energiereihe lädt der AK Umwelt und Klimaschutz der Grünen Leipzig mit einem Fachvortrag am kommenden Mittwoch, 19.01.2011 ab 19Uhr in die Geschäftsstelle ein. Hendrik Kondziella – wissenschaftlicher Mitarbeiter am Vattenfall Europe Lehrstuhl für Energiemanagement und Nachhaltigkeit und Co-Autor der Studie „Auswirkung einer Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke auf die Preise und die Wettbewerbsstruktur im deutschen Strommarkt“ – spricht über Auswirkungen einer Laufzeitverlängerung auf die Strom- und CO2-Preise und die Stromerzeugung und Handlungsoptionen seitens der Politik. Die Studie wurde im Auftrag der 8KU im Frühjahr 2010 von der Universität Leipzig / Vattenfall Europe Professur für Energiemanagement und Nachhaltigkeit sowie dem arrhenius Institut für Energie- und Klimapolitik veröffentlicht. Darüber hinaus wird Herr Kondziella auf aktuelle Forschungsergebnisse im Rahmen des im Herbst 2010 publizierten Energiekonzeptes der Bundesregierung eingehen.

Die Studie ist in ihrer Art die einzige, die die Auswirkungen einer Laufzeitverlängerung auf die Erzeugungsstruktur bisher untersucht hat. So würden bei einer Laufzeitverlängerung von acht Jahren – bei einer Revision des Ausstiegsbeschlusses und ohne Berücksichtigung des Zubaus z. B. die Marktanteile der Stadtwerke um bis zu 30 % sinken würden.

Interessenten sind Herzlich Willkommen!


Weitere Informationen zum Thema: http://www.arrhenius.de/uploads/media/8KU_Uni_Leipzig_Studie_final.pdf

http://www.arrhenius.de/uploads/media/Bode_et_al_2010__KE_Vorteilsausgleich_et.pdf

www.gruene-leipzig.de

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BÜNDNIS gegen Atomkraft Leipzig: Atomtransporte nach Majak ist rechtswidrig

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig setzt Arbeit fort // Proteste im Wendland mit großen Zuspruch // Castortransporte nach Majak verhindern

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig lässt in einer aktuellen Pressemitteilung verlauten, dass die Arbeit fortgesetzt werden soll. Nach den erfolgreichen Protesten im Wendland und dem großen Zuspruch, den man von Seiten der Bevölkerung erfahren habe, werde man auch weiterhin für eine atomkraftfreie Zukunft streiten.

„Gerade nach den Protesten im Wendland sind viele der Mitfahrenden auf uns zugekommen, um sich in die Arbeit des Bündnisses einzubringen. Doch auch darüber hinaus melden sich wöchentlich Menschen bei uns, die sich engagieren möchten und uns in unserer Arbeit bestärken. Aufgrund dessen haben wir beschlossen für die Demonstrationen gegen die Castortransporte von Ahaus nach Russland und aus Frankreich nach Lubmin zu mobilisieren“, erklärt Sandra Post die aktuelle Lage im Bündnis.

Noch in diesem Jahr sollen zwei weitere Castor-Transporte durch Deutschland rollen. Wie diese Woche bekannt wurde, wird im Zeitraum vom 14.12. bis zum 16.12. Atommüll von den Wiederaufbereitungsanlagen aus Karlsruhe und Cadarache (Frankreich) nach Lubmin transportiert. Darüber hinaus plant die sächsische Landesregierung den Transport der aus Rossendorf stammenden Brennelemente von Ahaus nach Russland.

Unser Fokus liegt dabei auf letzterem. Daher wird eine Abordnung des Bündnisses am kommenden Wochenende nach Ahaus fahren, um dort Kontakt herzustellen.

„Die Informationspolitik der sächsischen Landesregierung zu den Castor-Transporten ist vollkommen intransparent“, bemängelte Mike Nagler von Attac die Situation vor den Transporten aus Ahaus ins Zwischenlager im russischen Majak. „Es werden Millionen im Haushalt für die Transporte eingeplant, während gerade im Sozialbereich massiv gekürzt werden soll. Darüber hinaus wird die Bevölkerung absichtsvoll mit Desinformationen verunsichert. Da das Zwischenlager im russischen Majak zudem den Anforderungen an ein Zwischenlager nicht entspricht, ist damit zu rechnen, dass der Atommüll irgendwann auch wieder zurücktransportiert wird. Der ganze atomare Unsinn wird anhand dessen deutlich“, so Nagler.

Alexander John, Sprecher der Klima-Allianz Leipzig, sprach sich zudem gegen den Weiterbetrieb sämtlicher Atomkraftwerke aus: „Solange wie die Endlagerfrage nicht abschließend gelöst ist, muss die Erzeugung weiterer atomarer Abfälle verhindert werden. Es gibt bisher nirgends auf der Welt ein Endlager für Atommüll.“

Der Leipziger Rechtsanwalt Jürgen Kasek vom B.U.N.D. wies darauf hin, dass bereits jetzt evident sei, dass die geplanten Transporte aus Sachsen gegen das Atomgesetz verstoßen. Wie auch eine Recherche von ‚Monitor’ ergab, seien die Transporte rechtswidrig. Sollten die Transporte dennoch durchgeführt werden, werde man eine Klage erwägen, so Kasek abschließend.

Das Bündnis kündigte darüber hinaus weitere Aktionen in Leipzig an, um die Leipziger Bevölkerung über die Gefahren der Atomkraft und das unverantwortliche Treiben der Politiker aufzuklären. Aus dem heißen Herbst machen wir jetzt einen heißen Winter, hieß es in der Pressemitteilung abschließend.

Koordinatoren: Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John, Sandra Post

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig, B.U.N.D. Leipzig, Naturschutzbund Leipzig, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig, DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig, Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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Bündnis gegen Atomkraft Leipzig: „Atomkraft hat keine Zukunft – Atommülltransport nach Majak ist rechtswidrig“

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig setzt Arbeit fort // Proteste im Wendland mit großen Zuspruch // Castortransporte nach Majak verhindern

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig lässt in einer aktuellen Pressemitteilung verlauten, dass die Arbeit fortgesetzt werden soll. Nach den erfolgreichen Protesten im Wendland und dem großen Zuspruch, den man von Seiten der Bevölkerung erfahren habe, werde man auch weiterhin für eine atomkraftfreie Zukunft streiten.

„Gerade nach den Protesten im Wendland sind viele der Mitfahrenden auf uns zugekommen, um sich in die Arbeit des Bündnisses einzubringen. Doch auch darüber hinaus melden sich wöchentlich Menschen bei uns, die sich engagieren möchten und uns in unserer Arbeit bestärken. Aufgrund dessen haben wir beschlossen für die Demonstrationen gegen die Castortransporte in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern zu mobilisieren“, erklärt Sandra Post die aktuelle Lage im Bündnis.

Daher werde auch am kommenden Wochenende eine Abordnung des Bündnisses nach Ahaus fahren um dort Kontakt herzustellen. Der Fokus seien aber ganz klar, die Castor Transporte in Sachsen.

„Die Informationspolitik der sächsischen Landesregierung zu den Castor-Transporten ist vollkommen intransparent“, bemängelte Mike Nagler von Attac die Situation vor den Transporten aus Ahaus ins Zwischenlager im russischen Majak. „Es werden Millionen im Haushalt für die Transporte eingeplant, während gerade im Sozialbereich massiv gekürzt werden soll. Darüber hinaus wird die Bevölkerung absichtsvoll mit Desinformationen verunsichert. Da das Zwischenlager im russischen Majak zudem den Anforderungen an ein Zwischenlager nicht entspricht, ist damit zu rechnen, dass der Atommüll irgendwann auch wieder zurücktransportiert wird. Der ganze atomare Unsinn wird anhand dessen deutlich“, so Nagler.

Alexander John, Sprecher der Klima-Allianz Leipzig, sprach sich zudem gegen den Weiterbetrieb sämtlicher Atomkraftwerke aus: „Solange wie die Endlagerfrage nicht abschließend gelöst ist, muss die Erzeugung weiterer atomarer Abfälle verhindert werden. Es gibt bisher nirgends auf der Welt ein Endlager für Atommüll.“

Der Leipziger Rechtsanwalt Jürgen Kasek vom B.U.N.D. wies darauf hin, dass bereits jetzt evident sei, dass die geplanten Transporte aus Sachsen gegen das Atomgesetz verstoßen. Wie auch eine Recherche von ‚Monitor’ ergab, seien die Transporte rechtswidrig. Sollten die Transporte dennoch durchgeführt werden, werde man eine Klage erwägen, so Kasek abschließend.

Das Bündnis kündigte darüber hinaus weitere Aktionen in Leipzig an, um die Leipziger Bevölkerung über die Gefahren der Atomkraft und das unverantwortliche Treiben der Politiker aufzuklären. Aus dem heißen Herbst machen wir jetzt einen heißen Winter.

Koordinatoren:

Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John, Sandra Post

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig; B.U.N.D. Leipzig; Naturschutzbund Leipzig; BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig; DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig; Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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Bündnis gegen Atomkraft Leipzig; Zusammen für die Zukunft – Bündnis kündigt weitere Proteste an

Das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig zeigte sich nach der Großdemonstration in Berlin zufrieden und kündigt weitere Proteste für den Herbst an.

Im Ergebnis waren über 200 Leipziger dem Aufruf des Bündnisses gefolgt. Von jungen Menschen, bis zu Eltern mit ihren Kindern und Senioren waren alle Teile der Gesellschaft vertreten. Mit zwei Bussen und über 20 Wochenendtickets fuhren die Leipziger Teilnehmer zur Demonstration nach Berlin.

„Wir sind über den regen Zulauf, der all unsere Erwartungen übertroffen hat, sehr erfreut“, teilte Jürgen Kasek, vom Koordinationskreis des Bündnisses mit. Die breite Beteiligung der Leipziger mache deutlich, dass auch in unserer Stadt das Thema Atomkraft sehr ernst genommen wird. Diese Kraft wolle man für weitere Aktionen und Proteste nutzen.

„Das Problem Atomkraft wird uns auch in Leipzig und Sachsen weiter beschäftigten“, so Mike Nagler von Attac. „Sachsen muss in den nächsten beiden Jahren über 35 Millionen Euro zahlen um 951 Atombrennstäbe aus der Anlage Rossendorf abzutransportieren.“ Nach Informationen des Bündnisses sollen die sächsischen Castortransporte noch 2010 beginnen Dies ist nicht nur hinsichtlich der ungeklärten Endlagerfrage problematisch. Diese 35 Millionen Euro werden im Sozialhaushalt zusammengestrichen um weiter in eine nicht zukunftsfähige Industrie zu investieren. 

Markus Kellermann vom B.U.N.D. kündigte für das Bündnis an, die Proteste auch im Herbst fortzuführen. „Wir hoffen, dass die Bundesregierung das Signal verstanden hat. Gleichzeitig werden wir weiter auf die Risiken und Gefahren dieser unsicheren Technologie hinweisen. Das Bündnis plant daher sich auch an den Protesten gegen die Castor Transporte zu beteiligen. Vorab werde man auch für die am 15.10. in Leipzig geplante Demonstration am Climate Action Day unter dem Motto ein ganz anderes Klima ist möglich mobilisieren.

Alexander John von der Klimaallianz betonte: “Auch wenn es in Sachsen keine Atomkraftwerke gibt, so geht die Lösung der Energiefrage alle Menschen etwas an. Auch Sachsen wird mit den Kosten am Castor beteiligt. Die Verlängerungspläne für AKW-Laufzeiten drohen die Bedingungen für erneuerbare Energien in Sachsen zu verschlechtern. Das wird auch negative wirtschaftliche Folgen haben.“

Für Rückfragen stehen Ihnen Jürgen Kasek (0176-61705466) und Mike Nagler (0179-9619584)vom Leipziger Bündnis gern zur Verfügung.

Koordinatoren:

Markus Kellermann; Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klimaallianz Leipzig; B.U.N.D. Leipzig; Naturschutzbund Leipzig; BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig; DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig; Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

 

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Tanzen für den Ausstieg – gegen Atomenergie!

Aktion am 4. September auf dem Nikolaikirchhof

Das Bündnis gegen Atomenergie Leipzig ruft für den 4. September zu einer Kundgebung auf dem Nikolaikirchhof auf. Unter dem Motto „Tanzen für den Ausstieg“ soll in der Zeit von 11 – 13 Uhr gegen eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken demonstriert werden.

Dabei wird ein DJ-Team für den nötigen Schwung sorgen. Zu den Klängen von TechHouse und Ambient soll für das Anliegen, dem Festhalten am Atomausstieg, ein Zeichen gesetzt werden.

„Wir wollen bewusst eine eher ungewöhnliche Aktion durchführen und für den Ausstieg tanzen, um so der Bundesregierung Beine zu machen“, erklärte Marco Böhme vom LinXXnet.

Neben der musikalischen Untermalung soll dabei in einzelnen Redebeiträgen,unter anderem von Jürgen Kasek (BUND), Daniela Kolbe (MdB) und Mike Nagler (Attac) auch auf die Notwendigkeit des Ausstieges eingegangen werden.

„Auch in Sachsen und gerade in Leipzig ist Atomenergie ein Thema. Die Stadtwerke Leipzig haben sich als kommunales Unternehmen klar positioniert und treten für den Atomausstieg ein. Zum einen aus Wettbewerbsinteressen, zum anderen um die Unternehmensstrategie, die Förderung der erneuerbaren Energien, fortsetzen zu können. Damit liegt es auch im ureigensten Interesse von Leipzig, dass am Atomausstieg nicht gerüttelt wird.“, so Alexander John..

Das Bündnis, welches sich als überparteilich versteht und von verschiedenen Parteien, Verbänden und Einzelpersonen getragen wird, will mit dieser Aktion auch für die große Demonstration in Berlin am 18. September mobilisieren.

„Wir wollen der Bundesregierung ganz deutlich zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten ist. Dafür streiten wir am 4. September in Leipzig und am 18. September in Berlin“, so Jürgen Kasek.

Diese Aktion gehört zum sogenannten heißen Herbst des Bündnisses, in dessen Verlauf weitere Veranstaltungen geplant sind.

Koordinatoren:
Alexander John, Mike Nagler, Jürgen Kasek, Markus Kellermann

Leipzig, 04.09.: 11 – 13 Uhr Nikolaikirchhof; Motto: Tanzen für den Ausstieg

Berlin: 18.09. ab 13 Uhr Großdemonstration gegen Atomerergie, von Leipzig aus: Treffpunkt 9:30 Uhr Hauptbahnhof Ostseite für alle die kostenlos mit dem Bus fahren wollen und 9:45 Uhr am Gleis 13 für Bahnfahrende. Wochenendtickets stehen zur Verfügung gesponsert von der Partei DIE LINKE Leipzig und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig

Unterstützer: BUND Leipzig; Klima-Allianz Leipzig; Attac; Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig; SPD Leipzig; DIE LINKE Leipzig;  LinXXnet

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