Millionen Tote durch Luftverschmutzung weltweit – 46.000 in Deutschland GRÜNE fordern: In Leipzig muss mehr für saubere Luft getan werden

Nach gestern veröffentlichten Zahlen schätzt die WHO, dass bis zu 7 Millionen Menschen jährlich durch schmutzige Luft sterben. Auch in Deutschland werden etwa 46.000 Bürger*innen und Bürger jährlich durch Feinstaub und Stickoxide getötet. Die GRÜNEN Leipzig sehen auch hier Handlungsbedarf:

Die Zahlen der WHO sind erschreckend. Man geht davon aus, dass 20% der Todesfälle auf Emissionen durch den Straßenverkehr zurückzuführen ist. In Leipzig werden Grenzwerte bei der Feinstaubbelastung und der Stickoxide nach wie vor überschritten. Die Maßnahmen des Luftreinhalteplans von 2009 waren nachweislich nicht ausreichend. Jetzt droht sogar eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof wegen der langjährigen Überschreitung von Schadstoffwerten in Städten. Ein Umdenken im städtischen Handeln bezüglich der Luftreinhaltung ist dringend erforderlich.

Mit der Fortschreibung des Luftreinhalteplans ist ein erster Schritt getan, die Maßnahmen müssen allerdings weitreichender sein und konsequenter umgesetzt werden, als in den vorherigen Jahren.

Der Luftreinhalteplan setzt wieder in erster Linie auf Reperaturmaßnahmen („Verkehrsflussdosierung“). Wir fordern einen stärkeren Fokus auf den Erhalt und den Ausbau von wirksamen Luftleitbahnen in der Stadt, flankiert durch eine konsequente Stadtbegrünung, ob klassisch mit Straßenbäumen und Stadtgrün oder innovativ mit Fassadenbegrünung. Begrüßenswert sind hier die Vorgaben des Straßenbaumkonzeptes und der Beschluss einer Fassadengrünstrategie sowie einer Gründachstrategie. Ein weiteres Augenmerk muss auf dem konsequenten Erhalt der vorhandenen Grünstrukturen liegen.

Wir Grünen fordern weiterhin ein klares Bekenntnis zur Grünen Mobilität aus Fahrrad und ÖPNV. Diese müssen durch gute Angebote und ein gutes Netz aus Fahrradwegen und Haltestellen für Bus und Bahn attraktiver gestaltet werden. Bei der Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte ist die Beteiligung und Einbeziehung der Betroffenen vor Ort wesentlich. Der Autoverkehr muss nach und nach durch bessere Angebote bei alternativen Fortbewegungsmitteln zurückgedrängt werden. Nur so können wir die Gesundheit der Leipzigerinnen und Leipziger erhalten und unsere Stadt bleibt lebenswert. Konzepte liegen vor. Nun ist es höchste Zeit, zu handeln und die Maßnahmen umfassend und konsequent umzusetzen.“ erklärt Matthias Jobke, Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig.

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