GRÜNE Leipzig hinterfragen geplante Einstellung der Linie 9 ab Connewitzer Kreuz

Forderung an OBM und städtische Verwaltung, nach Lösungen für Erhalt zu suchen

Mit Sorge verfolgen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die geplante Einstellung der Straßenbahnlinie 9 ab dem Connewitzer Kreuz Richtung Koburger Straße. Die Partei wünscht sich zu den Plänen eine öffentlichere Debatte: Die große Zahl der Unterschriften unter die Petition des Ökolöwen zeigt, dass es Diskussionsbedarf für die Anwohnerinnen und Anwohner in Connewitz gibt.

Vorstandsprecher Lorenz Bücklein ruft deshalb alle Beteiligten dazu auf, nach Lösungswegen zu suchen: „Wir wünschen uns im Sinne einer Stärkung des Umweltverbundes offene Gespräche aller Beteiligten. Wir fordern Oberbürgermeister Jung, die Stadtverwaltung, die Stadt Markkleeberg, den Landkreis Leipzig und den Freistaat dazu auf, sich zum Erhalt der Linie 9 an einen Tisch zu setzen.“

Nach Meinung der Grünen sollten die geplanten Alternativen unter dem Aspekt der Attraktivität für Fahrgäste beleuchtet werden. „Busse – wie sie jetzt als Ersatz geplant sind – haben sich in den Verkehrsstrom des KfZ-Verkehrs einzuordnen. Eine Straßenbahnspur, wie sie jetzt schon existiert, bringt hingegen einen Geschwindigkeitsvorteil durch Vorrangregelungen. Zumindest bis zum Stadtrand Leipzigs ist die Linienführung deshalb unverzichtbar. Nur wenn ein attraktives Angebot erhalten bleibt, werden wir weitere Menschen zur Nutzung des ÖPNV bewegen können“, betont Bücklein weiter.

Nach der Verabschiedung des Stadtentwicklungsplans Verkehr und öffentlicher Raum (STEP VöR), der einen Anteil von 70 Prozent für den Umweltverbund vorsieht, müssen laut den Grünen verstärkte Anstrengungen zum Erhalt des bestehenden Straßenbahnnetzes unternommen werden. „Nur wenn es gelingt, ein attraktives Angebot für die Leipzigerinnen und Leipziger aufrecht zu erhalten, kommen wir dem Ziel von höheren Fahrgastzahlen näher. Auch wird mit einer solchen Lösung die Möglichkeit erhalten, perspektivisch eine Anbindung des Naherholungsgebietes rund um den Cospudener See mit der Linie 9 zu schaffen“, so Vorstandssprecher Bücklein abschließend.

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