Schule am Rabet: Probleme sind Ausdruck von Spardiktat und fehlendem Bekenntnis für Bildung als Integrationsmotor.

Wir von BÜNDNIS 90 / Die GRÜNEN begrüßen die Elternarbeit vor Ort und unterstützen die Forderungen – unabhängig von Personalfragen müssen diese Missstände aufgeklärt werden und endlich finanzielle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. „Schüler, Eltern und das Personal haben vernünftige Rahmenbedingungen für ein lernförderndes und gesundes Klima verdient.“ Christin Melcher, Vorstandsprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig: „Die Sächsische Bildungsagentur muss ihrer Aufgabe gerecht werden und Elternarbeit Ernst nehmen. Die Herausforderungen im Leipziger Osten bedürfen mehr struktureller und finanzielle Mittel.“

Immer wieder wird Bildung als wesentlicher Pfeiler für eine erfolgreiche und positive Entwicklung des Leipziger Ostens genannt, aber gehandelt wird nicht. Aktuell sorgen die Geschehnisse an der Grundschule im Rabet für Aufsehen. Christin Melcher, Vorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig dazu: „Wir erleben hier ganz konkret die Auswirkungen einer unzureichenden finanziellen und strukturellen Ausstattung im Bildungswesen. Die Schule am Rabet ist kein Einzelfall – Schulen werden von Freistaat und der Kommune allein gelassen. Gerade in vielfältig benachteiligten und mit einem hohen Migrationsanteil geforderten Stadtteilen brauchen wir die besten Lehrer, die besten Schulsozialarbeiter und die besten Schulgebäude – dazu braucht es mehr Anreize, auch für den Lehrkörper.“

Die Schule am Rabet hat einem Migrationsanteil von über 60% und ist damit sachsenweit Spitzenreiter. „Diese Herausforderung müssen wir Ernst nehmen. Gerade hier braucht es Rahmenbedingungen, die ein Lernen aller und damit Chancengleichheit sicherstellt. Schulsozialarbeit ist dabei ein wichtiger Pfeiler, dies kann beim besten Willen nicht eine Person leisten. Finanzierte Sprachmittler ermöglichen eine erfolgreiche Elternarbeit, doch diese werden weder von der Kommune noch vom Freistaat finanziert. Ganztagsangebote müssen verstetigt und finanziert werden und die Bürokratie abgebaut werden. Wir sehen beispielsweise an der Rütli-Schule in Berlin wie erfolgreiche Bildungsarbeit funktionieren kann, wenn ausreichende Finanzen und Ressourcen zur Verfügung stehen“ Christin Melcher fügt hinzu: „Wir erleben auch im Leipziger Osten positive Beispiele, aber oft hänge diese Erfolge vom ehrenamtlichen Engagement Einzelner ab. Bildungsgerechtigkeit können wir nicht dem Zufall überlassen. Bei einer Schule mit über 60% Migrationsanteil dauert jedes Elterngespräch doppelt so lange, jedes Ganztagsangebot muss abgerechnet und evaluiert werden – allzu oft als zusätzliches Engagement der Schulleiter. Den Schulen müssen mehr Stunden für Schulsachbearbeiten zugestanden werden, ein Hausmeister der auch nach 15 Uhr noch die Turnhalle abschließen kann. Hier kann auch die Kommune ganz konkret handeln. Wann wird endlich für eine auskömmliche finanzielle und strukturelle Bildungspolitik gesorgt? Was muss noch passieren?“

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