Antrag „Straßenbenennung 2/14“ – Namensspiele der CDU sind lächerlich!

Norman Volger, Fraktionsvorsitzender der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Das Bemühen der CDU-Fraktion, Vorlagen der Stadtverwaltung mit Änderungsanträgen inhaltlich zu beeinflussen, gerät langsam ins Lächerliche. Während sich die Fraktion im Rahmen der Haushaltsbefassung mit Arbeitsverweigerung hervortat und weder eigene Vorschläge zur Reduzierung des Haushaltsdefizites beitrug, noch Einsparungsvorschläge der anderen Fraktion unterstützte, glänzen sie nunmehr mit lächerlichen Vorschlägen zur Umbenennung von Straßen. Dass sie damit die Arbeit der extra dafür eingerichteten fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe negieren, sei nur am Rande bemerkt.

Die Sinnfreiheit des vorliegenden Änderungsantrages zur „Hafenstraße“ am Lindenauer Hafen und dessen Begründung hat sich unsere Fraktion daher zum Anlass genommen, eine Änderung zur Änderung zu beantragen. Dabei nehmen wir die CDU-Fraktion und insbesondere die Autoren gern beim Wort, welche ausführen, dass der Name „Hafenstraße“ geläufig „mit Lärm und Schmutz (Hafenbetrieb), Auseinandersetzung (Hamburg: Hafenstraße) und Minderwertigkeit (Monopoly®)“ in Verbindung gebracht wird.

In Konsequenz dessen fordern wir nunmehr, dass die geplante Hafenstraße den repräsentativen Namen „Schlossallee“ erhält. Schließlich würde der Straßenname „Schlossallee“ viel besser die vergangene gewünschte Nutzung mit der gegenwärtig forcierten Entwicklung verbinden: Die leerstehenden Speicher am Lindenauer Hafen eignen sich in hervorragender Weise für einen perspektivischen Umbau zu einem in seiner Außenwirkung über die Grenzen Leipzigs hinaus strahlenden Schlosses, welches auch für offizielle Festlichkeiten des Oberbürgermeisters nutzbar wäre. Dem Gefühl von Minderwertigkeit (Monopoly®) würde man mit der vorgeschlagenen Namensgebung auch konsequent entgegentreten und stattdessen einen für Leipzig und seinen Lindenauer Hafen gebührenden Stellenwert erreichen.

Bei einer Neuauflage der Monopoly® – Leipzig Edition wird dann der Oberbürgermeister von uns aufgefordert, sich bei der HASBRO Deutschland GmbH dafür einzusetzen, die Schlossallee anstelle des Burgplatzes zu ersetzen, da einerseits das Burgplatzloch einer gewünschte positiven Außenwirkung des Platzes entgegensteht und andererseits das „Schloss“ im Vergleich zur „Burg“ die Entwicklung Leipzigs besser repräsentiert.“

Im Übrigen halten wir es für möglich, dass unsere Fraktion diesen eher klarstellend gemeinten Antrag noch vor der Beschlussfassung zurückzieht.

ÄA1 zu ÄA2-V-ds-3403-Straßenbenennung zum Herunterladen

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