„Besonnenheit statt Zündelei – Flüchtlinge in Leipzig willkommen heißen“

BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig nehmen die aktuellen Diskussionen rund um das Thema Flüchtlinge zum Anlass alle demokratischen Parteien zur Besonnenheit aufzurufen und alle Menschen der Stadt zu bitten, Flüchtlinge willkommen zu heißen und deutlich zu machen, dass Gemeinsinn und Menschlichkeit Leipziger Tugenden sind.

„Zu den Werten der Nächstenliebe und Menschlichkeit, gibt es in der Demokratie keine Alternative“, erklärt Jürgen Kasek, Vorstandssprecher des Kreisverbandes. „Die Menschen, die als Geflüchtete zu uns kommen, sind aus Elend und Not, vor realen Bedrohungen von Leib und Leben geflohen. Unsere Aufgabe als Menschen ist es, diesen in Not geratenen Menschen zu helfen.“

Genau vor diesem Hintergrund muss mit Sorge betrachtet werden, dass Parteien des Stadtrates mit diesem Thema Wahlkampf machen. Wenn mit dem eindeutig negativ besetzten Begriff der „Asylanten“ hantiert wird, wenn gleichzeitig davon gesprochen wird, dass es Sozialleistungsempfängern in Leipzig zu gut gehe, dann sind das offensichtlich nur polemische Versuche, sich zu Lasten der Schwächeren unserer Gesellschaft zu profilieren – ohne sich dabei der möglichen Folgen bewusst zu werden.

„Wer in dieser Situation die Menschen nicht ernst nimmt und stattdessen mit den Sorgen der Menschen spielt, der verrät unsere demokratischen Werte, bedient rassistische Ressentiments und spielt mit dem Feuer. Davor können wir nur warnen.“, ergänzt Petra Cagalj Sejdi, Vorstandssprecherin der Leipziger GRÜNEN.

„Gerade jetzt entscheidet sich wie weltoffen und tolerant unsere Stadt Leipzig und wir als Einwohner sind. Gerade jetzt müssen wir zeigen, dass unsere Anteilnahme all jenen gehört die fliehen mussten und nun in Deutschland Schutz suchen. Leipzig ist eine große Stadt. Eine Stadt in der die Werte der Menschlichkeit eine lange Tradition haben, eine Stadt, die immer durch ihre Bürger gestaltet wurde. In der Diskussion zu Flüchtlingen in Leipzig ist zu trennen, zwischen einer notwendigen Kritik an der Verwaltung und der deutlichen Aussage, dass Flüchtlinge in Leipzig willkommen sind. Diese Willkommenskultur, die bislang fehlt, ist die beste Grundlage gegen Vorurteile.“, so Kasek weiter.

In der aktuellen Situation wird aber auch deutlich, dass es eine Anfälligkeit für Vorurteile gibt und eine Bereitschaft der Abwertung von anderen Menschen, gerade von Menschen die auf Hilfe angewiesen sind. Bildung allein schützt dabei nicht. Die Stadt, die Parteien und alle gesellschaftlichen Träger in Leipzig müssen gemeinsam ihre Verantwortung wahrnehmen. Wir als Gesellschaft müssen dafür Sorge tragen, dass sich bei uns keine menschenfeindliche Kultur breitmacht. Dagegen hilft nur ein deutlicher Konsens aller Menschen und das Eintreten für die Werte der Menschlichkeit und Demokratie.

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