Lützner Straße am 20.03. im Stadtrat: Appell Streichung von der Tagesordnung

Auf der morgigen Stadtratssitzung soll der Bau- und Finanzierungsbeschluss für die umfassende Umgestaltung der Lützner Straße zwischen Plautstraße und Henriettenstraße zur Abstimmung gestellt werden (Stadtrats-Drucksache Nr. V/2805).
Die vorgelegten Planungen müssen jedoch dringend umfassend überarbeitet werden. Diese Vorlage sollte deshalb zunächst unbedingt wieder von der Tagesordnung genommen werden.

Vergangenes Jahr hatten die Umbaupläne der Verwaltung für die Karl-Liebknecht-Straße für höchste Aufregung bei den Anliegern und der Bürgerschaft insgesamt gesorgt. Runde Tische mussten veranstaltet und die Planungen umfassend überarbeitet werden. Dieselben Punkte, die damals allgemein kritisiert wurden, finden sich nun auch in der neuen Vorlage für die Lützner Straße wieder, so als hätte es die breiten Diskussionen zur KarLi nie gegeben. Die aktuelle Vorlage erscheint wie aus der verkehrsplanerischen Mottenkiste.

Ganz wesentliche städtebauliche Qualitäten, die für das dank zahlreicher engagierter Akteure langsam wieder erwachende Lindenau von zentraler Bedeutung sind, sollen nun ohne erkennbare Not dauerhaft zerstört werden. Damit würden nicht zuletzt die vielfachen Anstrengungen der Stadt selbst zur Entwicklung des Stadtteils Lindenau sowie zur stadtweiten Entwicklung der historischen Magistralen an dieser Stelle zunichte gemacht.
Entgegen der allgemeinden Verlautbarungen, Fußgängern (und Gewerbetreibenden für Auslagen etc.) mehr öffentlichen Raum einzuräumen, sollen hier die Gehwegflächen empfindlich reduziert werden. Die für das Stadtbild und die Stadtökologie (Thema Luftqualität) so wichtigen Vorgärten sollen gänzlich verschwinden, genauso zahlreiche Bäume. Entstehen sollen dafür überbreite Fahrspuren für den Kfz-Verkehr, die damit auch den fachlichen Vorgaben für Fahrbahnbreiten widersprechen.
Auch wenn im Vorgriff auf die geplanten Arbeiten hier schon zahlreiche alte Bäume gefällt wurden, könnten diese oftmals bereits überalterten Bäume nun bei einer veränderten Planung problemlos durch Neupflanzungen ersetzt werden.

Eine Vorstellung der Detailplanungen in der Öffentlichkeit und damit eine breite öffentliche Diskussion sind bislang nicht erfolgt. Das muss nachgeholt werden.

Wolfram Günther
(Sprecher)

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