Grüne backen weißes Brot zum 3. Leipziger Veggieday

In der Backstube treffen sich Monika Lazar, Grüne Bundestagsabgeordnete, Stadträtin Katharina Krefft und Veggieday-Initiator und Grünes Vorstandsmitglied Kornelius Unckell (macis-Restaurant im Keller, Markgrafenstr.10, am Dienstag den 12.2. um 11 Uhr Fototermin). Sie backen Weißbrot für den Leipziger Veggieday, der am Aschermittwoch, den 13.2. zum dritten Mal stattfindet. Schwerpunkt dieses Jahr: Lebensmittel und Rezepte aus unserer Region. „Uns ist es wichtig, den Leipzigern zu zeigen, was für leckere Sachen in der Stadt oder ganz in der Nähe oft noch in Handarbeit hergestellt werden“ sagt Katharina Krefft. Das Brot gibt es dann am Aschermittwoch von 15-20 Uhr bei der kleinen Erzeugermesse im macis Biomarkt in der Markgrafenstraße kostenlos zu probieren. Dazu Senf aus Halle, Milchprodukte aus Mahlitzsch, Gemüse vom Linke-Hof, Streuobstsaft vom Ökolöwen, Honig aus Plagwitz, Lipz-Schorle und einige Leckereien mehr.

„Auch die 10 teilnehmenden Restaurants, die am Veggieday kein Fleisch anbieten, haben sich auf den regionalen Schwerpunkt eingelassen, was mich besonders freut“ sagt Kornelius Unckell. „Leipziger Räbchen, Apfel-Merrettich-Essenz und Perlgraupenrisotto habe ich so munkeln hören“ sagt er weiter. Im macis, Cantona, Fela, Fleischerei, Kesselhaus, Pilot, Plattenküche, Stelzenhaus, Süß und Salzig und im Telegraph dreht sich am Veggieday alles um regionale und kreative vegetarische Küche.

„Im Mittelpunkt des Veggieday soll der Spaß am vegetarischen Essen stehen“ sagt Monika Lazar. „auch wenn man konstatieren muss, dass der hohe deutsche Fleischkonsum und vor allem die weltweite Massenteirhaltung tatsächlich ein Problem darstellt, weil er mehr zur Klimakatastrophe beiträgt als beispielsweise der Autoverkehr“.

Die weitreichenden negativen Auswirkungen der heutigen Fleischproduktion zu Dumpingpreisen sind Besorgnis erregend. Intensivtierhaltung bedroht unser Klima – sie ist für 18 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Zu viel Fleisch gefährdet die weltweite Ernährungssicherheit – schon heute wandern 30 Prozent der Weltgetreideernte in die Futtertröge, Deutschland nutzt bereits 2,5 Millionen Hektar Landfläche in Südamerika für Sojaanbau. Futtermittelanbau gefährdet die biologische Vielfalt – durch den Umbruch von Grünland bei uns, die Rodung von Regenwald in den Tropen und den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit. Massentierhaltung ist nicht artgerecht – sie ist mit großem Tierleiden, Krankheiten und hohem Antibiotika-Einsatz verbunden. Industrielle Tierhaltung schadet den ländlichen Räumen – sie greift in gewachsene Wirtschaftsstrukturen ein und zerstört die Lebensqualität in den Dörfern. Und nicht zuletzt gefährdet fleischlastige Ernährung die eigene Gesundheit – zu hoher Fleischkonsum erhöht das Risiko, an Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Leiden zu erkranken.

Weitere Infos sind auch auf der Facebookseite „VeggiedayLeipzig“ zu finden.

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