Eine bunte Broschüre reicht nicht: wir wollen harte Zahlen

Zur Veröffentlichung der Broschüre „Kindertagesstätten in Leipzig: Neubauten, Ersatzbauten, Sanierungen“ erklären Katharina Krefft, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Malte Reupert, Mitglied im Finanzausschuss:

In der Broschüre werden die Gesamterstellungskosten, Fördermittel- und Eigenanteile und die entstandenen Platzzahlen aufgeführt. Die Vergleichbarkeit nach Kostengruppen ist damit allerdings nicht gegeben. Bauwerk, Technik, Möbel und Einrichtung (Kostengruppen 300, 400 und 500) sowie Bruttorauminhalt und Bruttogeschossflächen sind nicht dargestellt.

„Wenn man nun mühselig (und wie begründet sicher fehlerbehaftet) die Kosten pro Platz ausrechnet, kommen Investitionskosten pro Platz bei den Neubauten und Umbauten vom 8.300 bis 21.000€ zum Vorschein – eine bemerkenswerte Spanne! Über die Betriebskosten werden diese Investitionskosten für die Stadt mitbezahlt. Im Durchschnitt der publizierten Bauten werden 14.800€ erreicht.“ beschreibt Katharina Krefft die Defizite.

„Mit unserem Ergänzungsantrag zur Bedarfsplanung wollen wir mehr Licht ins Dunkel bringen und erreichen, dass die Stadt klare Kostenvorgaben macht! Der Freistaat refinanziert uns lediglich 11.800 € pro Platz! Wir brauchen mehr Kitaplätze: Darum müssen wir gleichzeitig zusehen, dass die Einrichtung und Betreibung finanzierbar bleibt. Wenn wir für dasselbe Geld mehr Plätze bekommen können, ist die teure Bauweise mancher Kitas auch ein Grund, dass so lange nicht investiert wurde, mithin heute Plätze fehlen!“ bemüht Katharina Krefft den Umkehrschluss.

Malte Reupert erlebt viel Kopfschütteln im Leipziger Umland: „Wir stellen fest: Im Umland gibt es Beispiele für deutlich günstigere Kitabauten. Wir wissen aber auch, dass ein Flachbau wie die Kita Seebenisch nicht 1:1 vergleichbar ist mit Bauten im verdichteten Stadtzentrum mit seinen kleinen Grundstücken, die zu Mehrgeschossern zwingen. So fragen wir: wie sind die Kostendifferenzen zu erklären und welche Standards wären verzichtbar.“

„Nach jahrelangen internen Diskussionen mit dem Hochbauamt wollen wir endlich zu wirklich klugen Bauten kommen“, resümiert Katharina Krefft.

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