Kita-Plätze: Forderungen der Eltern müssen ernst genommen und umgesetzt werden

Reaktion der Volkssolidarität zur zentralen Vergabe von Kita-Plätzen verkennt die Lebensrealität und bedient Verbandsinteressen statt Elterninteressen.

Felix Ekardt erklärt zur heute von der Volkssolidarität geäußerten Ablehnung einer zentralen Kita-Platz-Vergabe: „In den vergangenen Monaten konnten die Bürger/innen der Stadt Leipzig vermehrt wahrnehmen, dass die Kita-Platz-Suche für viele Eltern eine Qual ist. Eltern, die gezwungen werden stundenlang anzustehen, um auf eine Warteliste zu kommen, dutzende Kitas tagein, tagaus abklappern und abtelefonieren müssen, um am Ende doch keine Garantie bekommen, einen Betreuungsplatz für ihre Kinder zu ergattern. Und wenn man einen Platz erhält, dann vielleicht als Nicht-Autofahrer am anderen Ende der Stadt. Die Aussage der Volkssolidarität, dass eine zentrale Kita-Platz-Vergabe hier nicht helfen würde, ignoriert diese Probleme vollständig. Unser Vorschlag für eine zentrale Vergabe der Kita-Plätze wurde zusammen mit den Eltern in mehreren Gesprächsrunden entwickelt und diskutiert. Die Volkssolidarität dagegen verteidigt schlicht Eigeninteressen bestimmter Einrichtungen, statt denen zu helfen, um die es geht – nämlich den Kindern und den Eltern. Ich kenne das Problem auch aus eigenem Erleben; ich werde nämlich in diesen Tagen Vater.“

Ekardt weiter: „Eine zentrale Vergabe der Plätze durch das Jugendamt nimmt vor allem die Last bei den Eltern weg. Aber auch die Erzieher/innen in den Einrichtungen können sich wieder auf ihre Aufgaben konzentrieren und nicht Wartelisten verwalten oder Telefonate von bettelnden Eltern annehmen. Die Trägerautonomie wird mit unserem Vorschlag nicht angetastet, da die endgültige Vergabe bei den freien Trägern bleibt, nur müssen sie eine Nicht-Vergabe näher begründen. So schaffen wir es, mehr Transparenz und Gerechtigkeit in die Vergabe zu bringen. Die Eltern haben in den Gesprächen immer wieder moniert, dass die jetzigen Vergabemodalitäten undurchsichtig, teilweise willkürlich und vor allem vom Organisationsaufwand her unzumutbar sind. Die einzige Lösung ist eine zentrale Vergabe.“ Ekardt widersprach auch nachdrücklich der Linkspartei-OBM-Kandidatin Barbara Höll, die eine zentrale Vergabe erst nach Schaffung zusätzlicher Kita-Plätze gefordert hatte. „Wenn die Volkssolidarität betont, dass der von uns vorgelegte Kriterienkatalog schon jetzt angewandt wird, sollten sie kein Problem haben unseren Antrag zu unterstützen – wir machen ihr die Arbeit dann doch nur einfacher. Freie Träger, Stadt und Parteien gleichermaßen stehen in der Verantwortung den Forderungen der Eltern nachzukommen.“

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