„Kapitalanlage – Von Investoren-UFOs und Stadtteilzentren“- Teil 2 der gemeinsamen Reihe „Recht auf Stadt“ von B’90/Grünen und linXXnet.DIE LINKE

BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN und linXXnet.DIE LINKE Leipzig laden am Donnerstag dem 31.05.2012 ab 19 Uhr zusammen mit dem Werk 2 Kulturwerkstatt e.V. zum zweiten Teil der Veranstaltungsreihe „Recht auf Stadt“ ein. Im Mittelpunkt steht diesmal die Fragestellung der Veränderung der Stadt durch Investoren, insbesondere um die Ansiedlung von Einkaufszentren, die immer wieder die Debatten in der Stadt befeuert haben. Erinnert sei an die Auseinandersetzungen um entsprechende Vorhaben am Lindenauer Markt, Connewitz Kreuz oder die Höfe am Brühl.

Im Rahmen de Veranstaltung sollen die Auswirkungen solcher Bebauungen und die Handlungsspielräume der Stadt diskutiert werden. Auf dem Podium nehmen dafür Martin zur Nedden (Baudezernent der Stadt Leipzig); Nils Gormsen (Stadtforum, ehemaliger Baudezernent); MfI (Investor Höfe am Brühl) und Thomas Noack (IG Connewitz). Die Moderation übernimmt Thyra Veyder Malberg; Politikredakteurin beim Stadtmagazin Kreuzer.

„Gerade die Bebauung der Stadt mit sogenannten Stadtteilzentren sorgt immer wieder für hitzige Kontroversen“, so Juliane Nagel, Stadträtin DIE LINKE. „Denn oftmals entstehen mit den neuen Stadtteilzentren neue Probleme, etwa durch die Verdrängung von kleinteiligem Einzelhandel, durch die Zunahme des motorisierten Individualverkehrs und Lärmbelastung. Oftmals werden zudem die Belange von BürgerInnen und Vereinen nicht ausreichend in die Planungen einbezogen. 

In Bezug auf das Vorhaben Stadtteilzentrum Connewitzer Kreuz ist es einer engagierten Zivilgesellschaft gelungen dessen Sinnhaftigkeit infrage zu stellen und die Errichtung zu verhindern. Demgegenüber haben die Proteste am Lindenauer Markt leider nicht zum Erfolg geführt.“

„Uns geht es darum die Planungen der Stadt, sprich den „Stadtentwicklungsplan Stadtteilzentren“ (STEP) kritisch zu beleuchten und zu fragen, wie die Zielsetzung einer nachhaltigen, schonenden Stadtentwicklung bei der Einbeziehung der unterschiedlichen Interessen erreicht werden kann.“, so Jürgen Kasek, Vorstandssprecher BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig. „Unser gemeinsames Interesse ist eine sensible Stadtentwicklung zu befördern. Dies kann im Einzelfall auch durch eine Bebauung mit Einkaufszentren erreicht werden, eine prioritäre Ausrichtung darauf ist für Prozesse der Stadtentwicklung dagegen eher schädlich.“

Hintergrund:

BÜNDNIS 90/ DIE Grünen Leipzig und linXXnet. DIE LINKE führen eine gemeinsame Reihe zu Fragen der behutsamen, demokratischen und sozialen Stadtentwicklung unter dem Titel „Recht auf Stadt“ durch. Bis zum Jahresende finden drei Veranstaltungen statt, die sich mit Fragen zur Ausrichtung und Verlauf der Stadtentwicklung in Leipzig befassen.  Hierbei soll im Dialog mit Fachleuten aus der Wissenschaft und Praxis sowie mit Bürger_innen geklärt werden, welche Visionen und Modelle es in Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der Bürgerschaft für eine „Stadt für alle“ gibt. Die erste Veranstaltung „Der öffentliche Raum“ fand am 22.3.2012 statt.
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