Kann Leipzig Stadt des Fairen Handels (Fairtrade-Town) werden?

Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN will den Titel "Fairtrade-Town" nach Leipzig holen

Durch Engagement in das Zukunftsthema Fairer Handel können Städte einen wichtigen Beitrag zu einer gerechteren Handelsordnung leisten. Im Fokus der Idee des Fairen Handels stehen immer die Produzenten aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Mit der Übernahme sozialverträglicher Kriterien (konkret: keine Produkte aus Kinderarbeit) in die Vergabeordnung der Stadt hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen durch ihren Antrag schon eine Voraussetzung, Fair-Handels-Stadt werden zu können, erfüllt.

Stadträtin Katharina Krefft: „Es geht uns in erster Linie um die Effekte der Kampagne, nämlich die Ermutigung zu einer bewussten Konsumhaltung und um die Sensibilisierung für die globalen Zusammenhänge sowie Verantwortung im Handel. Es geht uns in zweiter Linie selbstverständlich um den Titel FairtradeTown, den zu erreichen wäre genial.“

Die Kampagne wirbt dafür, Produkte aus fairem Handel anzubieten. Dazu müssen alle Aktivitäten und Aktiven vor Ort zusammengeführt und weitere Händler, aber auch Gastronomen überzeugt werden Fairtrade-Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Bei der Bewerbung um den Titel FairTrade-Town müssen Bedingungen erfüllt werden in den Kategorien Ratsbeschluss, Steuerungsgruppe, Einzelhandel & Gastronomie, Öffentliche Einrichtungen und Medien. Es gibt inzwischen schon 20 deutsche Städte mit Zertifikat, leider darunter keine ostdeutsche Stadt. „Da das so nicht bleiben soll und wir Leipzig beste Chancen aus- rechnen, die Kriterien bedienen zu können, haben wir beantragt, dass die Stadt Leipzig sich mit dem Ziel 2013 um den Titel bewirbt. Leipzig kann zum Erreichen des Zieles u. a. auf das Engagement des Eine Welt Vereines Leipzig, die Städtepartnerschaften und die Initiative „Der Leipziger – Partnerschaftskaffee“ aufbauen. Wir beantragen, dass die Stadtverwaltung einen städtischen Ansprechpartner für die Steuerungsgruppe benennt. Mit in die Steuerungsgruppe müssen aber ganz besonders auch Dehoga und IHK.“ erklärt Krefft.

“Derzeit bieten in Deutschland rund 150 Lizenznehmer rund 800 Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade aber auch Textilien aus Fairtrade-Baumwolle,  Rosen, Sportbälle, sowie Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Wein, Reis und Zucker an. In rund 30.000 Supermärkten, Drogeriemärkten und den Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser sind Produkte mit dem Fairtrade-Siegel erhältlich. Zudem bieten viele unabhängige Lebensmittelgeschäfte Fairtrade-Produkte an. (www.fairtrade-towns.de)

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