Entschiedenes NEIN zur Änderung der Sächsischen Baumschutzsatzung!

Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Sachsen

Am Mittwoch, den 16.06.2010, wird der Sächsische Landtag über einen von der schwarz-gelben Landesregierung eingebrachten Antrag zur Vereinfachung des Landesumweltrechts entscheiden.

In der ursprünglichen Fassung sollte die Geltung der kommunalen Baumschutzsatzung für Privatgrundstücke abgeschafft werden. Nicht nur die GRÜNE JUGEND sah darin eine erhebliche Bedrohung für einen großen Teil des sächsischen Baumbestandes. Die Empörung zahlreicher Umweltverbände veranlasste das Regierungskabinett zu einer Umarbeitung. „Nun enthält der Vorschlag einen unüberschaubaren Wust an Ausnahmeregelungen und uneindeutigen Formulierungen, die sowohl Behörden als auch BürgerInnen hilflos zurücklassen werden“, befürchtet Martin Biederstedt, Landessprecher der GRÜNEN JUGEND Sachsen. „Überspitzt gesagt, dürften Birken nun abgeholzt werden und Erlen weiterhin nicht.“ Solch willkürliche Festlegung, welche Arten gefällt werden dürfen und welche nicht, entbehrt nach Meinung der GRÜNEN JUGEND Leipzig jeder fachlichen Begründung! „Das Gesetz garantiert mit Sicherheit keinen Bürokratieabbau und wird zwangsläufig unsachgemäße Entscheidungen hervorrufen!“, erklärt Martin Biederstedt weiter.

Die GRÜNE JUGEND Leipzig ruft die LandesvertreterInnen zu einem entschiedenen Nein gegen diese Änderung auf. Sie ist nicht geeignet einen sinn- und wirkungsvollen Baumschutz umzusetzen. Dieser ist und bleibt jedoch wichtig: Bäume sichern Lebensqualität, bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten, leisten einen Beitrag zum Klimaschutz und vieles mehr. Gerade Leipzig profitierte bisher mit seinen teils privat betriebenen Waldbeständen von einem aktiven Baumschutz, der nun aber unter Beschuss gerät.

Um auf den Unsinn aufmerksam zu machen, der Mitte dieser Woche in Dresden fabriziert werden soll, errichtete daher die Grüne Jugend in der Nacht zum Dienstag symbolisch kleine Friedhöfe vor bedrohten Gewächsen in der Leipziger Innenstadt. „Mit dieser Aktion demonstrieren wir gegen ein drohendes Trauerspiel“, fügt Martin Biederstedt abschließend an.

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