Aktions- und Menschenkette zwischen den AKW Brunsbüttel und Krümmel am 24. April 2010

Wir fahren zur KettenReAktion

„Wer Erneuerbare Energien will, muss jetzt Atomkraftwerke abschalten, anstatt das Atomrisiko zu verlängern. Dafür setzen wir, ein parteiübergreifendes Bündnis, am Samstag, dem 24. April, ein unübersehbares Zeichen“, so Jürgen Kasek, Vorstand des BUND Leipzig e.V..

Zehntausende Menschen werden auf einer 120 Kilometer langen Strecke ihr Zeichen gegen Atomenergie setzen. Bei der Aktions- und Menschenkette vom Schrottreaktor Brunsbüttel an der Elbmündung quer durch Hamburg bis zum Pannen-Meiler Krümmel werden ca. 50.000 Menschen aus ganz Deutschland mit unterschiedlichen Aktionen für die Beibehaltung des Atomausstieges demonstrieren.

„Die Atomkraft, die auch von der derzeit regierenden Koalition nur als Übergangslösung bezeichnet wird, verhindert den Umstieg auf Erneuerbare Energien. Und steht damit der Umstellung auf eine klimagerechte Lebensweise entgegen“, so Alexander John, Sprecher der Klima-Allianz Leipzig.

Dazu kommt das Problem der Endlagersuche. Bis heute wurde nirgends auf der Welt eine befriedigende Lösung für den strahlenden Restmüll gefunden. Die Probleme um das inzwischen vollkommen marode Zwischenlager ASSE, dessen radioaktiver Giftmüll die Region bedroht und die Vertuschungsversuche im Zusammenhang mit Gorleben, belegen das Scheitern der Bemühungen um ein Endlager in Deutschland. Bezeichnend ist, dass ausgerechnet Unions-geführte Bundesländer wie Bayern und Hessen, die für die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke eintreten, sich der Endlagersuche in den eigenen Bundesländern verweigern.

„Schon jetzt ist klar, dass der alleinige Profiteur der Verlängerung der Endlaufzeiten die Strommultis sind. Es geht um Millionenbeträge, die für eine Technik gezahlt werden sollen, die weder klimafreundlich noch nachhaltig ist, dafür aber ein immenses Risiko darstellt“, so Marco Böhme, Vorstand des Ökolöwen – Umweltbund Leipzig e.V.

Auch in Leipzig fließt Atomstrom durch die Leitungen. Grund genug auch aus Leipzig ein Zeichen bei der Anti-Atomkette zu setzen, um deutlich zu machen, dass am Ausstieg nicht gerüttelt werden darf.

Wer mit den Organisatoren aus Leipzig gemeinsam anreisen möchte, kann unter lv-sachsen@spd.de noch einen Sitzplatz im Bus buchen (Unkosten für Hin- und Rückfahrt: 20 Euro) oder im Zug anreisen. Treff hierfür ist 6:30 Uhr am Gleis 13 (Regionalexpress nach Halle). Die Unkosten für Hin- und Rückfahrt betragen 8 Euro.

Unterzeichner: BUND Regionalverband Leipzig; JUSOS Leipzig, Grüne Jugend Leipzig, Naturschutzbund Deutschland Regionalverband Leipzig, Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V., BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, linksjugend Leipzig, Klima-Allianz Leipzig, Verein zur Stärkung einer guten Sache e.V.; SPD Leipzig

 

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