Gegen Gewalt und Rassismus

Vor dem Hintergrund der Eskalation der Gewalt im Umfeld der Fußballvereine in Leipzig und Umgebung, im Speziellen in Brandis beim Spiel des FSV gegen den Roten Stern Leipzig am 24.10.2009, möchten Vertreter des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen in Leipzig ein Zeichen gegen Gewalt und Rassismus setzen.

So werden am kommenden Sonnabend, den 07.11.2009, beim nächsten Auswärtsspiel des Roten Stern Leipzigs in Schkeuditz der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Leipziger Stadtrat Wolfram Leuze, die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus und der Kreisverbandssprecher Jürgen Kasek die Gelegenheit nutzen, sich vor Ort ein Bild zu machen.

"Die Zunahme von Gewalt in den unteren Ligen ist ein nicht hinnehmbarer Zustand", erklärte Jürgen Kasek, Vorstandssprecher des Kreisverbandes hierzu. Dabei handle es sich um ein seit langem bekanntes Problem, auf das bereits seit Jahren hingewiesen wird.

"Dabei sind die Vorkommnisse in Brandis kein Einzelfall", ergänzte Monika Lazar, selbst aktive Spielerin des Roten Sterns. "Gerade bei Auswärtsspielen sind Pöbeleien an der Tagesordnung." Geradezu erschreckend und nicht hinnehmbar sei aber die neue Dimension der Gewalt, die sich in Brandis Bahn gebrochen habe. So seien trotz vorheriger Hinweise aus dem Umfeld der beiden Fußballvereine von Seiten der Polizei zu wenig Maßnahmen ergriffen worden. Somit konnten die offensichtlich dem rechten Spektrum angehörenden Angreifer ungehindert Anhänger und Spieler des Gästevereins aus Connewitz attackieren.

Die Geschehnisse sind damit auch zum Teil ein Ergebnis des Versagens des Freistaates und der Polizei.

"Da es sich gerade auch um Leipziger Vereine handelt und auch in Leipzig vereinsunabhängig ein Gewaltproblem existiert, ist auch die Stadt gefordert, sich für die Leipziger Vereine stark zu machen", forderte Wolfram Leuze. Auch die Stadt stehe in der Pflicht, sich im Land für die deutliche Ausweitung präventiver Maßnahmen stark zu machen. Dazu gehöre beispielsweise die Unterstützung von Fanprojekten. "Die Vereine dürfen bei der Bewältigung der Aufgaben nicht im Stich gelassen werden", so Leuze.

"Wir müssen deutlich machen, dass es sich bei der Auseinandersetzung in Brandis um ein Problem handelt, dass die gesamte Gesellschaft betrifft. Eine Lösung kann auch nur in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext erfolgen", so Lazar weiter.

Der Angriff der Rechtsextremen in Brandis hat Spieler und Fans des Roten Sterns getroffen. Gemeint sind bei solchen Angriffen aber alle, die sich für eine freiheitliche, demokratische Grundordnung einsetzen.

Jürgen Kasek, Vorstandssprecher

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